Rubs und Marinaden selber machen
Von: Marc Balduan, Länge: 5:22 Minuten

Rubs und Marinaden: Grundrezepte und Varianten

Mindestens genauso wichtig wie die Qualität des Fleisches ist beim Grillen die Qualität eurer Gewürze. Flüssige Marinaden und trockene Würzmischungen holen erst den vollen Geschmack aus eurem Fleisch heraus und setzen es richtig in Szene. Unser Grillprofi Marc zeigt euch im Video zwei Grundrezepte für Rubs und Marinaden und Varianten für Fleisch und Fisch.

Trockene Rubs

Ein Rub ist eine Mischung aus getrockneten Kräutern und Gewürzen, die auf das rohe Fleisch gestreut und anschließend kräftig einmassiert und angedrückt wird. Rubs sorgen für eine knusprig-würzige Fleischkruste und eignen sich vor allem für saftiges Fleisch, da sie hier besonders gut haften. Unser Grillprofi Marc verwendet als Basis für seine Rubs Salz, Paprikapulver und frisch gemahlenen Pfeffer. Diese Grundmischung ergänzt er, je nach Gericht, mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern.

 

Marcs Basis-Rub: Salz, Pfeffer, Paprikapuler

Rub für Fisch

Zum Fisch schmecken beispielsweise Chiliflocken, italienische Kräuter, Zwiebelgranulat und etwas geriebene Zitronenschale.

Rub für Rind

Beim Rind empfiehlt Marc eine Kombination mit getrockneten Zwiebeln, Chiliflocken und Rohrzucker, denn der bringt eine tolle Karamellnote ans Fleisch und hebt den Geschmack zusätzlich hervor.

Rub für Huhn

Fürs Huhn schlägt der Grillprofi eine Mischung aus Basis-Rub, Currypulver und weißem und schwarzem Sesam vor. Damit die Gewürzmischung gut am Hühnerfleisch haftet, streicht ihr es vorab am besten mit etwas Öl ein, denn es ist von Natur aus etwas trockener.

Rubs könnt ihr vor allem für größere Fleischmengen sehr gut vorbereiten. Wenn ihr Reste übrig behaltet, füllt sie einfach in Dosen und verschließt diese gut. Kühl und trocken gelagert könnt ihr eure Gewürzmischung so bis zum nächsten Grillen aufbewaren.

Flüssige Marinaden

Bei flüssigen Marinaden werden Kräuter und Gewürze mit Öl vermischt und auf das Fleisch gestrichen. Die flüssige Würzmischung eignet sich besonders für kleinere Fleischstücke, die nur kurz gegrillt werden und eher mager sind. Sie werden durch die flüssige Marinade vorm Austrocknen geschützt und bleiben wunderbar saftig. Als Basis für flüssige Marinaden mischt Marc Raps-, Oliven- und Sesamöl mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und frischem Rosmarin. Dieses Grundrezept könnt ihr nun auch wieder frei nach eurem Geschmack ergänzen.

 

Marcs Basis-Marinade: Rapsöl, Olivenöl, Sesamöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, frisch gehackter Rosmarin

Marinade für Fisch

Beim Fisch mischt Marc noch etwas Sojasoße und flüssigen Honig unter seine Marinade.

Marinade für Rind oder Schwein

Die Marinade vom Rind ergänzt unser Grillprofi mit Barbecue-Soße, was dem Fleisch eine leicht rauchige Note verleiht.

Marinade für Huhn

Fürs Huhn gibt er noch etwas süße Chilisoße zur Basis-Marinade.

Wichtig bei den Flüssigmarinaden: Achtet darauf, dass ihr hoch erhitzbares Öl verwendet! Fürs Grillen eignen sich z.B. Rapsöl, raffiniertes Olivenöl oder Erdnussöl. Spezial-Tipp von Marc: Bevor ihr euer Fleisch auf den Grill legt, streicht ihr die Flüssigmarinade am besten etwas vom Fleisch ab, damit sie nicht in die Glut tropft. Ihr könnt die Marinade wieder auftragen, wenn ihr das Fleisch zum Garziehen in die indirekte Zone legt. Hier könnt ihr die Marinade mit einer Aluschale auffangen, die ihr in der indirekten Zone des Grills unter dem Rost platziert.

Für alle Rubs und Marinaden gilt: Sie brauchen Zeit. Deshalb solltet ihr euer mariniertes Grillgut mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen, bevor ihr es auf den Grill legt. Den vollen Geschmack erreicht ihr, wenn ihr Fleisch & Co. über Nacht im Kühlschrank mariniert, am besten eng in Klarsichtfolie eingewickelt oder vakuumiert.

Jetzt seid ihr dran! Variiert die Basis-Rezepte mit euren Lieblingsgewürzen, Kräutern und Ölen und gebt eurem Fleisch den ultimativen und individuellen Geschmackskick! Schreibt uns gerne eure Ideen und Varianten in die Kommentare oder legt ein Rezept für eure Kreation an. Wir sind gespannt!

Ein gemeinsamer Kochabend ist das Beste um neue Menschen kennen zu lernen. Zusammen schnippeln, in Töpfen rühren, quatschen, lachen und dann bei einem kühlen Bier das leckerste Essen genießen. 

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