Linzer Torte
Von: Rike Dittloff, Länge: 3:41 Minuten, Aufrufe: 8.263

Das Rezept zum Video:

Die Linzer Torte ist ein traditionelles Gebäck aus Österreich. Süße Johannisbeermarmelade wird auf einen köstlichen Teig mit gemahlenen Nüssen gebettet. Typisch für die Linzer Torte ist ihr knuspriges, gitterförmige Teigmuster. Wie ihr sie einfach nachbacken könnt, zeigt euch Rike im Video.

Linzer Torte: österreichische Traditionstorte

Die Linzer Torte verdankt ihren Namen der Stadt Linz in Österreich. Bereits 1653 finden sich in einem Kochbuch gleich vier verschiedene Rezepte für die Linzer Torte. Damit ist die österreichische Torte die älteste überlieferte Torte der Welt. Das Rezept hielt auch schon früh Einzug in Amerika: Mitte des 19. Jahrhunderts sorgte ein Auswanderer aus Linz dafür, dass die Linzer Torte in Amerika bekannt wurde. Seitdem erfreut sie sich auch dort großer Beliebtheit und wird gerne zu kleinen Törtchen oder Keksen gebacken.

In Linz wird zu Ehren der bekannten Torte in manchen Jahren sogar der „Tag der Linzer Torte“ ausgerichtet.

Mürbeteig zubereiten

Den klassischen Mürbeteig der Linzer Torte bezeichnet man auch als Linzer Teig. Das Besondere am Teig: Neben feinen Gewürzen wie Zimt und Nelken kommen auch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln in die Teigmasse. Tipp: Für ein besonders crunchiges Geschmackserlebnis können die Nüsse auch geröstet werden. Rike verwendet in ihrem Rezept gemahlene Haselnüsse, die ein kräftigeres Aroma besitzen als Mandeln. Damit der Teig gelingt, verarbeitet man die gemahlenen Haselnüsse zusammen mit Mehl, Zucker, Ei, Butter, Zimt und gemahlenen Nelken zu groben Teigstreuseln, die mit den Händen zu einem glatten Teig geknetet werden.

Wichtig: Die Butter muss beim Kneten gut verteilt werden, sodass keine Butterflöckchen mehr zu sehen sind. Zwei Drittel des Teigs dient später als Teigbett der Torte und kommt in eine gefettete Springform. Dabei kleidet man die Form so aus, dass auch ein Rand entsteht. Am besten formt man hierfür einen Teil des Teigs zu einer langen Rolle und drückt ihn als Rand in die Springform. Rikes Tipp: Den Boden des Teigs mit einer Gabel einstechen. So verhindert man, dass Luftblasen entstehen.

Marmelade und Teiggitter

Traditionell bekommt die Linzer Torte eine Füllung aus Johannisbeermarmelade oder -gelee. Alternativ können Aprikosen- und Himbeerkonfitüre verwendet werden. Damit die Linzer Torte ihr typisches Teiggitter bekommt, spritzt man das restliche Drittel des Mürbeteigs mit einer Spritztülle gitterförmig auf die Konfitüre. Besonders hübsch wird das Muster, wenn man eine Spritztülle mit Sternaufsatz verwendet. Alternativ kann der Teig auch ausgerollt und in Streifen geschnitten oder zu mehreren dünnen Rollen geformt werden. Die Streifen oder Rollen lassen sich ebenfalls zu einem Gitter legen. Damit die Gitterkruste schön knusprig wird und eine goldene Farbe bekommt, bestreicht man das Teiggitter noch mit einer Mischung aus Eigelb und Milch. Zum Verzieren können je nach Vorliebe gehobelte Mandelblättchen über die Torte gestreut werden. Im Ofen darf die Linzer Torte für etwa 40 Minuten fertig backen. Wer es besonders saftig mag, wickelt die abgekühlte Linzer Torte in Alufolie und lässt sie 1 bis 2 Tage ruhen. So können sich die Gewürze richtig toll entfalten. Bei der Linzer Torte ist es auch nicht schlimm, wenn ein Stück übrig bleibt: Sie hält sich bis zu zwei Wochen.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!

Rezept: Linzer Torte