Ganze Pute
Nicht nur als Turkey zum amerikanischen Thanksgiving, sondern auch in Deutschland: Ein Ganze Pute ist ein absolutes Festmahl.

Bevor wir unsere Pute befüllen, müssen wir allerdings noch einiges beachten.

Die kleinen Flügel würden uns austrocknen, also mit einem Schnitt, kräftig drücken. Die können wir beiseitelegen. Auf der anderen Seite genau das gleiche. Das Messer genau am Gelenk ansetzen. Das geht problemlos.

Dann haben wir hinten den Bürzel, den schneiden wir auch ab. Den machen wir weg, sonst wird die Pute bitter.

Und haben hier vorne noch - ich kann das ja einmal umdrehen, dann sieht man das besser - die Haut vom Hals. Den haben wir schon vorher entfernt. Auch beiseitelegen. Die geben wir gleich mit zum Bräter.

Für unsere Füllung habe ich etwas vorbereitet: Blattpetersilie, Orange, Apfel, getrocknete Tomaten und Zwiebeln. Ich hab das Ganze schon mal in der Schüssel miteinander vermengt, darunter auch Salz und Pfeffer.

Und jetzt können wir unsere Pute befüllen.

Die Füllung ist dafür da, dass die Pute nicht von innen austrocknet, gibt aber noch dazu einen tollen Geschmack. Wer es etwas reichhaltiger mag, der kann zu der Füllung auch noch gewürfeltes Toastbrot und Eier hinzugeben. Dann kann man das nachher wunderbar als Beilage zu der Pute dazu reichen und essen.

Unsere Pute ist fertig gefüllt. Damit uns unsere Füllung hinten nicht raus fällt, fixieren wir das Ganze mit Zahnstochern. Einer noch, dann haben wir es.

Zum Binden nehme ich eine Bratenschnur, ihr könnt aber auch ganz normales Paketband dafür verwenden. Wir fangen an die Schlegel über Kreuz zu setzen und gut fest zu ziehen. Die Schnur hinter den Schenkeln entlang, gut festhalten, umdrehen. Die Flügel miteinander verzurren. Wieder umdrehen und auf der Vorderseite nochmal ordentlich verknoten.

So, die Schnur könnt ihr abschneiden. Bisschen knapp, damit sie nicht verbrennt.

Und jetzt können wir schon unseren Bräter holen.

Wir können schon mal anfangen unsere Abschnitte in den Bräter zu geben. Können die Zahnstocher wieder rausnehmen. Die Pute ist ja jetzt gebunden und verschlossen.

Dann geben wir das gute Stück in den Bräter. Gießen einen halben Liter Wasser an.

Jetzt ist unsere Pute bereit für den Ofen.

Für eine Stunde pro Kilo bei 160 Grad ohne Deckel. Wenn ihr keinen Bräter zuhause habt, könnt ihr auch ein Backblech verwenden, achtet nur darauf, dass ihr genügend Platz für euer Wasser habt. Alle 20 Minuten - und das ist jetzt ganz entscheidend - die Pute mit dem Bratensaft übergießen, damit sie nicht trocken wird.

Außen kross und innen saftig, so soll sie sein, unsere Pute.

Dazu gibt es bei mir Klöße und Rotkohl und einen Spätburgunder.
Von: Fabio Haebel, Länge: 4:48 Minuten, Aufrufe: 24.504

Das Rezept zum Video:

Eine ganze Pute eignet sich hervorragend für große Familienfeste. Außen schön knusprig und innen herrlich saftig schmeckt die Pute der ganzen Tischgesellschaft. In den USA gibt es traditionell den Turkey zu Thanksgiving. Auch in Deutschland erfreuen immer mehr Gastgeber ihre Besucher mit dem festlichen Braten. Wie man eine gefüllte Pute stressfrei zubereitet, zeigt Fabio in seinem Video.

Leckere Füllung für die ganze Pute

Fabio bereitet die Pute im Ganzen mit einer leckeren Füllung zu. Durch das Braten im Ganzen erhält das Putenfleisch ein tolles Aroma, denn die Knochen geben viel Geschmack an das Fleisch ab. Die Füllung beschert ebenfalls zusätzliche Geschmacksnoten und sorgt dafür, dass das Fleisch von innen nicht austrocknet.

Für die Füllung kommen verschiedenste Zutaten in Frage. Je nach Gusto sind vielfältige Möglichkeiten denkbar. Die Pute kann zum Beispiel mit frischem Gemüse, Obst, Brot oder würzigem Hackfleisch gefüllt werden. In den USA füllt man den amerikanischen Truthahn zu Thanksgiving gerne mit Maisbrot, Sellerie und Petersilie. Auch Speck und Äpfel sind beliebte Komponenten. Wer auf eine üppige Füllung verzichten möchte, der gibt einfach leckere Kräuter wie Thymian oder Knoblauch in die Bauchhöhle der Pute.

Fabio bereitet bei seinem Rezept eine ganz besondere Füllung zu: Bei ihm vereinen sich frische Petersilie, fruchtige Orangenstücke und schmackhafte Äpfel mit getrockneten Tomaten und Zwiebeln. Wer es reichhaltiger mag, der gibt noch gewürfeltes Toastbrot und Eier hinzu. Dann kann die Füllung auch wunderbar als Beilage zum Putenbraten serviert werden.

Pute vorbereiten

Vor dem Befüllen der Pute steht das Vorbereiten des rohen Bratens an. Am besten spült man die Pute mit kaltem Wasser von innen und außen ab und tupft sie mit einem Küchentuch trocken. Da die kleinen Flügel im Ofen austrocknen würden, werden sie mit einem Messer entfernt: Fabio trennt die Flügel genau am Gelenk ab. Auch der Bürzel an der oberen Rückenpartie wird aufgrund seines bitteren Geschmacks abgeschnitten. Die Haut vom Hals entfernt man und bewahrt sie für später auf. Denn im Bräter mitgegart, kann sie als Basis für eine Sauce mitverwendet werden.

Pute befüllen

Die fruchtige Füllung gibt man mit den Händen oder einem Löffel in die Bauchhöhle der vorbereiteten Pute. Wichtig: Eine zu große Füllmasse kann dazu führen, dass die Pute beim Braten aufplatzt. Die Füllung sollte man also nicht in die Pute hineinstopfen.

Damit die Füllung nicht herausfällt, fixiert man die Öffnung mit Zahnstochern. Die kleinen Holzspieße werden quer durch die Haut gestochen und verschließen so die Öffnung. Jetzt wird die Pute noch mit Küchengarn verschnürt: Hierfür legt Fabio die Knöchel über Kreuz und bindet sie zusammen. Das Garn wird dann hinter den Schenkeln entlang gezogen und die Pute wird umgedreht, sodass man die Schnur um die Flügel wickeln kann. Zum Schluss dreht man den Braten abermals um, zieht das Garn zusammen und verknotet es gut. Das überstehende Garn schneidet man am besten knapp ab, so verbrennt es nicht.

Pute im Ofen garen

Gemeinsam mit der abgeschnittenen Haut vom Hals kommt die gefüllte Pute in den Bräter. Damit das Fleisch nicht anbrennt, wird zudem Wasser angegossen. Wer keinen Bräter besitzt, der kann die Pute auch auf ein Backblech geben. Das sollte allerdings genügend Platz für das Wasser bereithalten.

Pro Kilo Fleisch darf die Pute etwa eine Stunde ohne Deckel im Ofen garen. Für ein schön saftiges Fleisch übergießt man den Braten alle 20 Minuten mit dem Bratensaft. Tipp: Die Kruste wird besonders knusprig, wenn man die gefüllte Pute etwa 10 Minuten vor dem Ende der Garzeit mit etwas Honig einpinselt.

Ganze Pute tranchieren

Das Tranchieren der saftigen und krossen Pute ist gar nicht schwer: Bevor man die zwei Keulen, das leckere Brustfilet und die zwei Flügel abtrennen kann, sollte man die gefüllte Pute etwa zehn Minuten ruhen lassen. Auf den Rücken gedreht können die Flügel am Gelenk mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Anschließend trennt man ebenfalls die Keulen mit dem Messer ab. Das Brustfleisch kann am besten gelöst werden, wenn man es parallel zum Brustbein in Scheiben herunter schneidet.

Zu der gefüllten Pute passen hervorragend Klöße und Rotkohl. Ein spritziger Spätburgunder rundet das köstliche Festtagsessen ab. Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

Rezept: Ganze Pute gefüllt >>