Köfte - türkische Hackfleischbällchen
Wir machen heute Köfte. Das türkische Hackfleischgericht ist eine tolle Alternative zu den deutschen Frikadellen. Wie das bei euch zuhause auf dem Grill und in der Bratpfanne gelingt, das zeige ich euch heute.

Im Gegensatz zu deutschen Frikadellen werden Köfte ohne Ei und Brot zubereitet. Damit wir die richtige Würze hinbekommen, bereiten wir mal die Marinade vor.

Wir brauchen Öl, Kumin oder Kreuzkümmel, Zimt und Paprika. Das Ganze verrühren wir schon mal miteinander, somit lösen sich schon mal alle Gewürze auf und werden gleich ordentlich am Fleisch verteilt.

An Fleisch habe ich heute vorbereitet, Lamm, da eignet sich am besten die Schulter für und Kalbfleisch aus der Hüfte. Ordentlich mit den Händen verarbeiten und die Würzmarinade ins Fleisch einmassieren.

Jetzt können wir mit dem Wolfen beginnen.

Wenn ihr keinen Fleischwolf Zuhause habt, könnt ihr natürlich auch beim Metzger euren Vertrauens nach Lamm- und Kalbgehacktem fragen.

Das Fleisch ist fertig gewolft.

Jetzt können die weiteren Zutaten dazu. Dafür habe ich Petersilie, ich nehme gerne Blattpetersilie - fein runterschneiden, können wir so direkt zu unserer Fleischmasse geben.

Dann haben wir frischen Oregano und wir nehmen noch eine Schalotte, halbieren und längs einschneiden zwei Mal quer und jetzt ganz feine Würfel runter.

Auch zu unserer Fleischmasse geben und jetzt müssen wir noch mal ordentlich durchkneten.

Das ist ganz wichtig für unsere Bindung, da wir ohne Ei und Semmelbrösel arbeiten.

Eine gute Prise Salz dazu und frischen Pfeffer. So, genug geknetet. Damit sich alles schön verbindet, geht die Schüssel mit dem Hackfleisch nochmal für 1 bis 2 Stunden in die Kühlung.

Gut durchgekühlt ist unser Hackfleisch. Klar könnte ihr Köfte natürlich in der Pfanne zubereiten, am leckersten oder im Original, ist es auf dem Grill.

Den Grill ein bisschen einfetten und wichtig ist auch, nicht zu hohe Temperatur auf eurem Grill.

Kleine Kugeln formen und zum Beispiel auf Spieße stecken. Ihr könnt genauso gut Schaschlik-Spieße verwenden und auf den Grill.

Welche Form ihr auf den Grill gebt oder mit euren Spießen auf den Grill gebt, das bleibt natürlich euch überlassen. Ihr könnt Kugeln formen oder eine größere Wurst. Einfach um den Spieß herum, ein bisschen andrücken oder auch ganz ohne Spieß arbeiten und einfach kleine Frikadellen formen.

Das sieht nicht nur aus wie Urlaub, sondern das schmeckt auch so.

Für mich dazu am liebsten Piyaz - der weißen Bohnensalat und dazu noch ein kühles Bier.
Von: Fabio Haebel, Länge: 5:34 Minuten

Das Rezept zum Video:

Köfte ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Hierzulande prägen Döner, Lahmacun und Kebab das Bild der türkischen Küche. Höchste Zeit der Hackfleisch-Spezialität zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, denn Köfte ist eine tolle Alternative zu deutschen Frikadellen. Das leckere Gericht aus Lamm- und Kalbfleisch wird mit einer pikanten Marinade gewürzt und dann gegrillt. Verschiedenste Aromen aus dem östlichen Mittelmeerraum bringen türkisches Flair in die heimische Küche. Wie Köfte zubereitet wird, zeigt Fabio in seinem Video.

Gewürze für die Köfte

Die türkische Küche ist für ihre Vielzahl an aromatischen Gewürzen bekannt. Verschiedenste Kräuter wie Petersilie, Minze, Thymian und Koriander sorgen für eine frische Note. Besondere Würze erlangen türkische Gerichte vor allem durch Cumin (Kreuzkümmel), Pfeffer, Knoblauch, Zimt, Chili sowie Oregano. Wer seinen Urlaub in der Türkei verbringt, der wird auf den zahlreichen Märkten duftende Gewürze aller Art finden und kann sich gleich für zuhause eindecken. Spezielle Gewürzmischungen wie Baharat sind mittlerweile aber auch in Deutschland bekannt und können in türkischen Läden erworben werden. Übrigens gilt in der türkischen Küche das Motto „weniger ist mehr“. Der Eigenschmack der Gemüse- und Fleischsorten ist wichtig, sodass bewusst und eher sparsam gewürzt wird.

Alle Rezepte von Fabio findet ihr hier >>

Für die pikanten Köfte bereitet Fabio mit Cumin (Kreuzkümmel), Zimt, Paprika, Petersilie und Oregano eine orientalische Marinade zu. Dazu vermischt er Öl mit den aromatischen Gewürzen. Anschließend wird die Marinade in das Lamm- und Kalbfleisch mit den Händen einmassiert. Fabio empfiehlt, Lammfleisch aus der Schulter und Kalbfleisch aus der Hüfte zu verwenden.

Köfte: Hackfleisch selbst herstellen

Das marinierte Fleisch wird vor der Zubereitung der Köfte mit dem Fleischwolf zu Hackfleisch verarbeitet. Alternativ kann man natürlich auch Lamm- und Kalbhackfleisch beim Metzger kaufen und mit der Marinade würzen.

Nach dem Wolfen würzt man das Hackfleisch mit frisch gehackter Blattpetersilie und Oregano sowie mit einer fein gewürfelten Schalotte. Damit das Fleisch die Aromen schön annimmt, knetet Fabio das Hackfleisch gemeinsam mit den Kräutern gut durch. Da Köfte ohne Ei und Semmelbrösel zubereitet werden, ist das Kneten zudem für die Bindung der Masse wichtig. Das Hackfleisch muss schließlich noch mit Pfeffer und Salz gewürzt werden. Alles ein letztes Mal gut durchkneten, bis eine gebundene Masse entsteht. Danach darf die Hackfleischmasse für 1 bis 2 Stunden in der Kühlung ruhen.

Köfte grillen

Traditionell wird Köfte auf dem Grill gegart. In der Pfanne gelingt es aber auch. Fabio entscheidet sich für die originale Zubereitungsweise, fettet den Grill dafür aber zunächst ein wenig ein, damit das Hackfleisch nicht an dem Rost kleben bleibt und die Köfte beim Wenden zerfallen.

Während der Grill vorheizt, formt man das gekühlte Hackfleisch nun zu kleinen Bällchen und steckt sie auf (Schaschlik-)Spieße. Bei mäßiger Temperatur wird das Fleisch von allen Seiten herrlich knusprig und schön braun gegrillt. Neben Kugeln können die Köfte auch prima zu einer Wurst um den Spieß herum geformt werden oder einfach zu kleinen Frikadellen. Hier kann jeder die für seine Zwecke passende Form wählen.

Wenn die Köfte ihren würzigen Duft verbreiten, dann kann keiner der leckeren türkischen Spezialität widerstehen. Zusammen mit Piyaz, einem weißen Bohnensalat, und einem kühlen Bier, träumt man sich ins Land der köstlichen Gewürze. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Rezept: Köfte >>

Wenn man gemeinsam kocht, schmeckt es nachher doppelt so gut!

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