Windbeutel aus Brandteig
Früher, als ich klein war, gab es Windbeutel immer aus der Tiefkühltruhe. Aber ich konnte nie warten, bis sie aufgetaut waren und hab immer in die gefrorene Sahne gebissen.

Heute wird nicht mehr aufgetaut, sondern frisch gebacken. Und wie, das zeige ich euch jetzt.

Windbeutel werden aus Brandteig hergestellt und dafür braucht ihr Mehl, Speisestärke, Eier, eine Prise Backpulver, Butter und Wasser.

Brandteig ist ein Teig, der zweimal gegart wird: Einmal im Herd und einmal im Ofen.

Er wird komplett ohne Zucker hergestellt, weil Zucker die Triebkraft des Teiges verhindert und das wollen wir ja nicht, weil Windbeutel ja so schön aufgehen sollen und schön fluffig sind.

So, ich starte mit der Zubereitung.

Ich erhitzte Wasser und Butter in einem Topf. Beides rein geben und kurz aufkochen.

So, während das Wasser mit der Butter erhitzt, vermenge ich einmal Speisestärke und Mehl, weil das kommt nämlich gleich in den Topf dazu.

Sobald die Flüssigkeit kocht, ziehe ich den Topf vom Herd, schalte den Ofen kurz aus und gebe Mehl und Speisestärke mit einem Mal dazu und rühren, dass ein Teig entsteht.

So, ein dicker Kloß und das kommt jetzt wieder auf den Herd und wir brennen den Teig ab.

So, dass dauert ungefähr eine Minute.

Das ihr fertig seid, könnt ihr ungefähr auch daran erkennen, dass sich eine weiße Schicht unten am Topf gebildet hat.

Der Teig ist fertig.

Wir bereiten weiter den Brandteig zu.

Dafür nehme ich den Teig aus dem Topf und tue ihn eine Rührschüssel.

Ich habe ihn noch kurz abkühlen lassen und jetzt arbeiten wir die Eier da drunter.

Dafür nehmt ihr einen Mixer und gibt nacheinander die Eier in die Schüssel und rührt das unter.

Wenn ihr am Ende im Teig noch so ein paar Klumpen seht, dann nehmt einfach noch einen Schneebesen zur Hilfe und schlagt den Teig nochmal gut durch, dann verschwinden die Klumpen.

Erst ganz am Ende, wenn der Teig wirklich vollständig abgekühlt ist, kommt auch das Backpulver dazu. Dann darf der Teig nicht mehr warm sein, sonst wird die Triebkraft vorzeitig ausgelöst und der soll ja schön aufgehen.

So, richtig schön zäh sollte er sein und diese typischen Spitzen bilden.

Diesmal fülle ich dem Brandteig in den Spritzbeutel, den habe ich hier immer so ganz easy auf einen Becher rauf gesetzt, so habe ich beide Hände frei, um den Teig einzufüllen.

So, und jetzt spritze ich kleine Häufchen hier auf das Backblech, was ich mit Backpapier ausgelegt habe.

So, die Windbeutel kommen jetzt für 20 Minuten bei 200 Grad in den Backofen und wichtig, die Backofentür nicht öffnen, weil sonst fallen sie ganz schnell wieder in sich zusammen.

Sobald die Windbeutel aus dem Ofen kommen, mit einem Messer anschneiden, damit der Dampf entweichen kann.

Das habe ich jetzt schon getan und habe hier Sahne vorbereitet mit ein bisschen Puderzucker und die spritze ich jetzt mit der Tülle in die Windbeutel rein.

Windbeutel am besten immer direkt verzehren, sonst werden sie pappig. Ich probiere mal und wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken.
Von: Rike Dittloff, Länge: 4:20 Minuten

Das Rezept zum Video:

Luftige Windbeutel mit Puderzucker überzogen, gefüllt mit einem großen Klecks Sahne – nicht nur Kinder lieben dieses süße Backwerk! Windbeutel müssen aber nicht immer von Konditor oder aus der Tiefkühltruhe kommen, sondern schmecken selbst gemacht wunderbar. Beim Herstellen des Brandteiges sollten Sie ein paar wichtige Schritte beachten. Doch mit der Video-Anleitung von Rike sind selbstgemachte Windbeutel kein Problem.

Hier finden Sie alle Rezepte aus Rikes Backschule >>

Der Brandteig besteht aus den Zutaten Mehl, Speisestärke, Eier, Backpulver, Butter und Wasser. Eines der Geheimnisse für ein Gelingen der luftigen Backwerke ist es, dass kein Zucker in den Teig kommt. Denn Zucker hemmt die Triebkraft des Teiges, und da die Windbeutel schön aufgehen sollen, verzichten Sie besser auf Zucker. Für die Süße im Windbeutel sorgt ja schließlich später die Sahne.

Brandteig muss tatsächlich anbrennen

Bei der Zubereitung des Teiges sollten Sie auf die Reihenfolge der Schritte achten. Rike bringt zuerst die Butter in einem Topf mit Wasser zum Schmelzen und kocht die Masse kurz auf, so dass sich die flüssig gewordene Butter und das Wasser gut verbinden. Während der Topf auf dem Herd warm wird, können Sie das Mehl mit der Speisestärke vermengen. Wenn die Butter-Wasser-Mischung aufgekocht ist, ziehen Sie den Topf vom Herd und geben das Mehl mit der Speisestärke mit einem Schlag in die noch heiße Butter-Wasser-Masse und rühren alles kräftig um. Es entsteht ein dicker Kloß-Teig. Der Topf wird dann wieder auf den Herd gestellt. Nach ca. 1 Minute rühren bildet sich auf dem Topfboden eine feine eingebrannte Schicht, ähnlich wie bei eingebrannter Milch. In diesem Fall ist das allerdings ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass der Teig fertig ist und vom Herd genommen werden kann.

Wenn der Teig erkaltet ist, kommt er in eine Rührschüssel. Rike gibt nacheinander Eier in die Schüssel und rührt sie mit dem Handmixer unter, bis sich alle kleinen Klümpchen im Teig aufgelöst haben und eine einheitliche, zähe Masse entstanden ist. Jetzt gibt Rike noch Backpulver in den Teig – und auch erst dann, wenn der Teig wirklich vollständig abgekühlt ist. Dann geht der Teig erst in der Hitze des Ofens zu schönen Windbeuteln auf. Wäre der Teig noch warm, würde das Backpulver bereits jetzt anfangen zu wirken.

Brandteig auf das Backblech spritzen

Wenn ein zäher Brandteig entstanden ist, ist der Teig fertig und bereit für den Ofen. Damit die Windbeutel später richtig hübsch aussehen, füllt Rike den Brandteig in eine Spritztülle und spritzt kleine Türmchen auf ein Blech.

Tipp: Setzen Sie die leere Spritztülle auf ein Glas auf, so haben Sie beiden Hände frei, um den Teig unfallfrei in die Spritztülle zu befördern.

Alternativ kann man auch mit in Wasser getauchten Löffeln kleine Häufchen formen. Für besondere Anlässe können Sie Windbeutel in Herzform spritzen oder Stangen, die Sie später zu Eclairs machen. Achten Sie beim Platzieren auf dem Blech darauf, dass Sie genug Abstand zwischen den einzelnen Windbeuteln belassen, denn diese gehen noch um einiges auf. Dann kann das Blech ab in den Ofen – bei 200 Grad sind die Windbeutel nach ca. 20 Minuten fertig. Und auch wenn Sie die Neugier packt: Öffnen Sie die Backofentür nicht zwischendurch, denn sonst würden die luftigen Backwerke in sich zusammenfallen.

Windbeutel füllen: süße Sahne, fruchtiges Eis – oder lieber herzhaft?

Wenn die Windbeutel aus dem Ofen kommen, sollten Sie diese direkt mit einem Messer anschneiden, damit der heiße Dampf entweichen kann. Wenn die Windbeutel abgekühlt sind, kann die süße Überraschung in die Windbeutel gespritzt werden. Rike bereitet hier den Klassiker zu: geschlagene Sahne mit etwas Puderzucker gesüßt. Natürlich können Sie auch andere Leckereien in die Windbeutel füllen. Wie wäre es mit Vanilleeis und garniert mit Schokosoße und Erdbeeren? Im Sommer garantiert ein Hit! Da der Windbeutel ohne Zucker hergestellt wird, können Sie ihn auch herzhaft füllen – etwa mit Kräuterquark. Auf jeden Fall sollten Sie die Windbeutel direkt nach dem Füllen auch servieren und genießen, denn sonst wird der Windbeutel matschig.

Und jetzt viel Spaß beim „brennen“ des Teiges und guten Appetit!

Rezept: Windbeutel aus Brandteig >>

Spätzle, Knödel und so ziemlich alle Gerichte mit Kartoffeln machen mich froh – Bratkartoffeln machen mich glücklich!

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