Roastbeef - Fabios Festtagsmenü
Jede Familie hat ihr eigenes Weihnachtsfestessen. Bei uns muss es das Roastbeef sein. Und wie wir das super lecker auf den Tisch bekommen, das zeige ich euch heute.

Das Roastbeef kommt aus dem Zwischenstück von Hochrippe und Hüfte und wir müssen es, bevor wir es anbraten können, erst mal von Fett und Sehnen befreien. Die Sehnen machen wir ab, damit das Fleisch sich nicht zusammenzieht und das Fett können wir gut für den Geschmack stehen lassen.

Jetzt können wir das Fleisch salzen und pfeffern, und zwar rundherum. Und ebenfalls ordentlich pfeffern.

Und jetzt können wir rüber zum Herd unser Fleisch anbraten.

Wir fangen mit der Hautseite an. Jede Seite zirka vier bis fünf Minuten.

So, unser Fleisch ist von beiden Seiten angebraten und jetzt können wir es mit Senf einreiben. Das gibt einen schönen Geschmack, bevor wir es in den Ofen geben.
Vorsichtig, ist ja noch heiß.

Ich habe den Ofen schon mal vorgeheizt auf 150 Grad. Dort geht unser Roastbeef jetzt rein, für rosa oder medium zirka 25 Minuten. Wenn Ihr es lieber durch haben möchtet, packt noch zehn Minuten drauf.

Wenn ihr euch mit der Garzeit nicht ganz sicher seid, benutzt am besten ein Fleischthermometer. Dann müsst ihr die Kerntemperatur messen. Dafür braucht Ihr für Medium oder rosa 54 Grad, für Medium Rare, das ist das Zwischenstück zum Durchgebratenen, 58 Grad und wenn ihr es lieber durchgebraten haben wollt, dann 60 Grad Kerntemperatur.

So, während unser Fleisch im Ofen ist, können wir unsere Sauce vorbereiten. Ich habe mir überlegt, wir machen eine Cassis-Jus mit einer fruchtig, süßen Note. Dafür brauchen wir, wie immer ein Wurzelgemüse, Tomatenmark, Butter und Mehl, sowie ein paar Gewürze, Wacholder, Piment und Lorbeer. Für die weihnachtliche Note habe ich noch Sternanis und Nelke mitgebracht.

So, für eine leckere Sauce verwenden wir einfach unseren Bratentopf, wo wir das Fleisch angebraten haben. Wir lösen den Bratensatz mit etwas Butter, geben unsere Karotten unserer Zwiebeln und den Sellerie dazu, mit dem Teigschaber gut am Boden kratzen, das löst den gesamten Bratensatz. Jetzt können wir unseren Tomatenmark dazu geben, sowie Lauch und Knoblauch. Zu guter Letzt Mehl dazu, das sorgt für eine ordentliche Bindung und jetzt können wir mit Cassislikör ablöschen. Noch einen guten Schluck Rotwein hinzugeben und nochmal gut umrühren, damit sich wirklich Tomatenmark, Butter und Mehl in der Sauce auflösen.

Zum Schluss geben wir unsere Gewürze dazu. Lorbeerblätter, Sternanis, Piment, Wacholder und Pfeffer und lassen die Sauce noch so lange kochen, wie das Fleisch im Ofen ist.

So, unser Fleisch ist fertig aus dem Ofen. Ich habe es noch mal fünf Minuten in Alufolie gewickelt und ruhen lassen, damit der Fleischsaft nicht ausläuft.

Meine Sauce habe ich schon mal passiert und abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer und noch mit einem Schuss Wasser verdünnt.

An Beilagen,passt für mich am besten dazu, ein Karotten-Mandel-Gemüse und Bratkartoffeln.

Und dann können wir auch schon unser Fleisch aufschneiden.

Ihr könnt im Falle von Roastbeef auch mit der Faser schneiden, also parallel zur Schnittfläche.

Zwei Scheiben Fleisch, ein kleines bisschen Sauce dazu, dazu ein schönes Glas Wein, weiß oder rot, das passt beides. Ich wünsche euch einen guten Appetit.
Von: Fabio Haebel, Länge: 6:09 Minuten, Aufrufe: 221.225

Nicht nur in der englischen Küche gilt das Roastbeef als traditioneller Braten für das Sonntagsessen und zu Feiertagen – auch bei Fabio steht Roastbeef zu Weihnachten hoch im Kurs. Für sein Weihnachtsmenü serviert er es mit einer fruchtigen Cassis-Jus, Karotten-Mandel-Gemüse und Bratkartoffeln.

Roastbeef – köstliche Aromen für den Braten

Der Name verrät es bereits: Das Roastbeef stammt vom Rind. Es zählt zu den wertvollsten Fleischstücken des Rindes und wird meistens als ganzer Braten im Ofen gegart, kann aber auch in Scheiben geschnitten in der Pfanne angebraten werden. Wenn Sie das Roastbeef für ein feines Weihnachtsmenü besorgen, legen Sie beim Kauf Wert auf hochwertiges Fleisch. Beim Roastbeef erkennt man das an einer feinen, durchgehenden Marmorierung. Fabio pariert das Fleisch vorher, das bedeutet, er entfernt die Sehnen und die Fettschicht, damit sich das Fleisch nicht zusammenzieht. Aber wenn Sie wegen des Geschmacks eine Fettschicht am Fleisch belassen möchten, achten Sie darauf, nur das Fett und nicht das Fleisch einzuschneiden.

Fabio würzt das Fleisch rundum mit Salz und Pfeffer und brät es pro Seite ca. 5 Minuten an. So bekommt der Braten seine köstlichen Röstaromen. Anschließend reibt Fabio das Fleischstück mit grobem Senf ein. Dieser gibt während des Garens im Ofen seinen würzigen Geschmack an das Fleisch ab. Alternativ können Sie das Fleisch auch mit Öl einreiben und mit Kräutern belegen, etwa Knoblauch, Rosmarin und Thymian passen gut zum Roastbeef. Auch ein Braten mit Salzkruste oder einer knusprigen Kräuterkruste aus Paniermehl und Kräutern macht sich auf der Festtafel gut.

Alle Rezepte von Fabio findet ihr hier >>

Roastbeef richtig garen

Das Roastbeef können Sie nach Ihrem Geschmack garen: Für rosafarbenes Fleisch oder für die medium-Version bleibt der 1 kg schwere Braten bei Fabio ca. 25 Minuten bei 140-150 Grad im Ofen. Wer es durchgegart mag, bei dem sollten es etwa 35 Minuten sein. Die Garzeit kommt natürlich auf die Größe und Dicke des Fleischstücks an. Sie können Roastbeef auch alternativ mit der Niedergarmethode zubereiten. Das Roastbeef eignet sich perfekt dafür und wird dann besonders zart. Auch beim Niedrigtemperaturgaren muss das Fleischstück vorher angebraten werden. Danach kommt es bei etwa 60 Grad zwei Stunden im Ofen – auch hier kommt es auf die Größe des Stückes an. Wenn Sie unerfahren sind, sollten Sie sich auf jeden Fall ein Rezept mit entsprechenden Zeitangaben aussuchen. Besonders beim Niedrigtemperaturgaren ist ein Fleischthermometer hilfreich, mit dem Sie die Kerntemperatur des Fleisches messen können.

Wenn der Braten aus dem Ofen kommt, wickeln Sie Ihn am besten in Alufolie und lassen ihn vor dem Servieren noch etwa 5 Minuten ruhen. Dann läuft die Flüssigkeit nicht aus und der Braten bleibt schön saftig.

Roastbeef – passende Saucen und Beilagen

Bei Fabio gibt es als Begleitung eine Cassis-Jus. Grundlage für die Jus ist Wurzelgemüse, das mit Wachholder, Piment und Lorbeer angebraten wird, Sternanis und Nelken verleihen der Jus einen weihnachtlichen Touch. Mit Cassislikör und einem Schuss Rotwein wird das Ganze abgelöscht – so entsteht eine edle und fruchtige Sauce, die perfekt zum Roastbeef passt. Passieren Sie die Sauce noch vor dem Servieren durch ein Sieb. Je nach Vorlieben der Gäste und dem eigenen Geschmack können Sie auch andere Saucen zubereiten. Klassisch deftig schmeckt eine Zwiebel-Speck-Sauce, säuerlich-fruchtig wird’s mit einer Sauce aus Zitrusfrüchten und Preiselbeeren. Portweinsauce oder Senfsauce passen gut, klassischerweise schmeckt auch eine Remouladensauce gut zum Roastbeef.

Bei den Beilagen gibt es viele köstliche Rezepte, die gut zum Roastbeef passen. Fabio serviert als Begleitung ein feines Karotten-Mandel-Gemüse und klassische Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck. An Weihnachten machen sich als Beilage auch feine Knödel und Bohnengemüse gut. Oder wie wäre es mit der englischen Variante, einem klassischen Yorkshire Pudding? Dieses fluffige Eiergebäck ist perfekt, um die leckere Sauce aufzusaugen.

Übrigens: Falls vom Roastbeef nach dem Festschmaus noch Reste übrig bleiben sollten, ist das gar nicht schlecht, sondern sogar perfekt! Denn der edle Braten schmeckt auch kalt noch gut – etwa auf einem Rucola-Salatbett, als Carpaccio oder ganz schlicht auf dem Brot.

Ob Sie Ihr Roastbeef nun wie Fabio zubereiten oder andere Rezepte ausprobieren möchten: Zu Weihnachten ist das Roastbeef eine feine und köstliche Alternative zum klassischen Gänsebraten.

Übersicht Fabios Festtagsmenü:

1. Gang: Gebeizter Lachs auf Feldsalat >>
2. Gang: Roastbeef mit Karottengemüse
3. Gang: Bratapfel mit Vanilleeis >>

Video ist sein Ding. Essen auch. Beides zusammen verbindet Philipp, um euch das Nachkochen zu vereinfachen!

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