Quiche Lorraine à la Fabio
Quiche à la Fabio

Wir sind hier in der Tarterie St. Pauli und da kommen wir natürlich auch zu meinem Spezialgebiet nämlich Tartes und Quiche. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Tarte und Quiche? Tarte ist französisch für Kuchen und das ist der Oberbegriff. Das kann süß, salzig, deftig oder sogar pikant sein. Dazu gehört auch die Gruppe der Quiche. Und eine Quiche ist immer mit Ei und Sahne gestockt.

Heute backen wir den Klassiker die Quiche Lorraine. Für unsere Quiche brauchen wir erst mal einen Mürbeteig. Und dafür brauchen wir Mehl, Butter, Eier und Salz. Wie beim Hefeteig auch, arbeite ich grundsätzlich auf der Arbeitsplatte. Mehl anhäufen, eine kleine Vertiefung machen, frisches Bio-Ei nehmen mit dazugeben. Zwei gute Prisen Salz. Wichtig ist, dass die Zutaten alle kalt sind. Bei der Butter ist es so, dass wir die einfacher verarbeiten können, machen wir sie einmal über die Reibe.

Vom Verhältnis Mehl, Butter und Ei, sagt man, das ist auch so ein Hilfsmittel, der 3-2-1-Teig, so habe ich das zumindest damals gelernt. Also drei Teile Mehl, zwei Teile Butter und ein Ei, Prise Salz, das ist der ganz klassische Mürbeteig. Alles ganz ganz kräftig miteinander verkneten, damit nachher nichts mehr von dem Teig auf der Arbeitsplatte zurückbleibt. Fertig ist der Mürbeteig. Jetzt schlagen wir ihn in Frischhaltefolie ein und stellen ihn in den Kühlschrank für circa eine halbe Stunde, damit sich alles verbindet.

Für unsere Quiche Lorraine brauchen wir Lauch, Speck, Zwiebeln, Eier und Sahne. Lauch und Zwiebeln schneiden wir klein und braten ihn mit Speck zusammen in der Pfanne an. Wir rollen unseren Mürbeteig aus, den wir circa 35 bis 40 Minuten im Kühlschrank hatten. Es hat sich alles schön verbunden, sind ja nicht viele Zutaten. Wir haben eine etwas größere Form als üblich, also wir sind über 30 Zentimeter, wir müssen relativ breit ausrollen. Mehl ist superwichtig, damit der Mürbeteig nicht am Boden klebt. Den Mürbeteig packen wir in die vorgefettete Form und flicken ihn einfach bis nach oben hin.

Mit einem Messerrücken oder einer Palette einfach über den Rand von der Tarte-Form rüberfahren, um überschüssigen Teig direkt abzustreifen, der verbrennt im Ofen einfach zu schnell. Für unsere Quiche beziehungsweise für jede Quiche brauchen wir eine Liaison. Liaison bedeutet, Eier und Sahne zu mischen. Wir brauchen für eine Quiche, einer normalen Tarte-Form, also bis 30 Zentimeter, um und bei 4 Eier und circa 250 Milliliter Sahne. Bei einer Liaison, dem Ei-Sahnegemisch haben wir ungefähr 50/50, je nach Größe des Eis.

Wir haben jetzt L-Eier, kommen wir auf 55 Milliliter pro Ei und dann kommt das auch ungefähr hin. 250 Milliliter Sahne ungefähr. Und das Ganze gilt es jetzt zu verrühren. Haben in der Pfanne schon vorbereitet Speck, Zwiebeln und Lauch. Und das können wir direkt dazugeben, alles miteinander vermengen und das geben wir auf den Mürbeteig. Eine gute Krise Pfeffer drangeben, kein Salz mehr, dafür ist der Speck einfach schon zu salzig. Noch einmal alles unterrühren und dann könnt ihr es auch schon auf euren Teig geben. Die Eier und Sahne, also die Liaison sorgt dafür, dass das Ganze schön im Ofen stockt.

Einmal noch mal schön verteilen und dann kann das Ganze schon für circa 35 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen.
Von: Fabio Haebel, Länge: 4:24 Minuten, Aufrufe: 390.306

Das Rezept zum Video:

Die Quiche Lorraine ist eine der beliebtesten herzhaften Tartes überhaupt. Kein Wunder: Der Gemüsekuchen französischen Ursprungs schmeckt schön saftig, dezent bis kräftig würzig und macht sich sowohl als leckere Hauptspeise, als auch als Snack zu einem Glas Wein richtig gut. Quiche Lorraine ist immer mit Ei und Sahne gestockt und mit Speck und Zwiebeln gefüllt.

Quiche Lorraine mit Mürbeteig

Die klassische Quiche Lorraine wird mit einem normalen Mürbeteig hergestellt. Mürbeteig wird aus den Zutaten Mehl, Eiern, Butter und Salz schnell selbst gemacht. Der Teig sollte danach eine Weile im Kühlschrank ruhen und vor dem Ausrollen unbedingt mehliert werden, damit er nicht kleben bleibt. Alternativ können Sie eine Quiche auch mit Blätterteig herstellen, dann geht’s noch schneller und die fertige Quiche schmeckt luftiger.

Quiche Lorraine oder fein abgewandelt

Die feine Würze der Quiche Lorraine stammt aus ihren Zutaten: Speck, Zwiebeln und Lauch, die mit einem Gemisch aus Sahne und Eiern im Ofen stocken gelassen werden. Dann muss auch nicht mehr viel nachgewürzt werden - auf Salz können Sie sogar verzichten und lediglich mit Pfeffer abschmecken.

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Dieses Rezept stellt ein Ausgangsbasis dar, die Sie aber nach Herzenslust abwandeln können. Spinat und Lachs schmecken zum milden Ei-Sahne-Gemisch beispielsweise ebenfalls wunderbar. Richtig herzhaft wird’s mit Hackfleisch und wer es vegetarisch mag, kann Gemüse wie Brokkoli, Aubergine, Paprika oder Tomaten hinzufügen. Mischen Sie Käse wie Emmentaler, Feta oder Parmesan unter, verleihen Sie dem Gemüsekuchen mehr Würze. Ihrer Kombinationslust sind keine Grenzen gesetzt – guten Appetit!

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