Pizza wie aus dem Steinofen
Pizza wie aus dem Steinofen

Wie schaffen das eigentlich die Pizzaioli aus Neapel, dass sie die Pizza so wunderbar knusprig hinkriegen? Das zeige ich euch heute. Ihr habt wahrscheinlich, wie ich auch, kein Steinofen zu Hause. Da gibt es aber einen einfachen Trick, wie man so einen ähnlichen Effekt erzielen kann. Mit einem Backblech umgedreht, das heißt, mit der Wölbung nach oben und gebt es in den Ofen bei ziemlich hoher Temperatur. Das heißt, wir müssen das Blech gut vorheizen, wenn wir die Pizza in den Ofen schieben. Damit die Pizza nachher wie aus dem Steinofen knusprig rauskommt.

Die Pizzaioli in Italien verwenden sehr sehr feines Mehl und das ist auch superwichtig für die Pizza. Mehl 00 nennt man das in Italien. In Deutschland vergleichbar wäre das Mehl 405, das ist auf jeden Fall ein bisschen geläufiger. Und damit legen wir jetzt los. Ihr könnt einfach auf der Arbeitsplatte so einen Haufen Mehl machen, knapp 500 Gramm. Macht eine kleine Vertiefung rein, weil wir erst mal die Hefe zerbröseln müssen und die quasi aktivieren mit ein bisschen Wärme.

Lauwarme Milch, Zimmertemperatur erreicht bei frischer Hefe meistens schon. Wenn wir jetzt Trockenhefe nehmen würden, dann müssten wir noch ein bisschen höhere Temperatur haben. Ein bisschen Fingerspitzengefühl muss jetzt dazu kommen, das heißt, ob man jetzt noch ein bisschen Mehl dazu nimmt. Mein Tipp, damit es besonders knusprig wird, einen kleinen Schluck Bier dazugeben. Warum Bier? Weil Alkohol und Zucker enthalten ist und das macht das Ganze schön knusprig. Mein Küchenchef hat immer gesagt, das soll sich anfühlen, wie so ein Babypopo und soweit sind wir jetzt schon. Und der kleine Kerl muss jetzt erst mal eine Dreiviertelstunde gehen, möglichst abgedeckt an einem warmen Ort.

Dann schauen wir mal, was unser Hefeteig gemacht hat. Immer ein bisschen Mehl auf die Arbeitsplatte machen, dann klebt die nicht mehr so voll. Holen wir den Onkel einmal raus. Der ist schön aufgegangen. Und weil knapp 500 Gramm Mehl, was wir verwendet haben, für um und bald drei Pizzen reicht, dritteln wir den Kollegen einmal. Das geht am besten mit so einem Teigschaber. Wir legen zwei Stück beiseite.

Formen uns noch mal eine kleine Kugel. Knetet den noch mal ein bisschen durch und starten erst mal mit den Fingern zu arbeiten. Also ein bisschen platt drücken, gerne auch umdrehen, immer wieder ein bisschen Mehl dazu nehmen. Und dann kommt unser Nudelholz zum Einsatz. Auch da wieder ein bisschen Mehl dazugeben, damit nichts dran kleben bleibt.

Jetzt kommen wir zum Belegen. Wir machen eine ganz normale Margherita, der Klassiker. Zwei Zutaten, Tomatensoße, schön verstreichen, wir haben ganz normale Strauchtomaten genommen, wir haben Kräuter genommen, Rosmarin, Thymian, ein bisschen Basilikum, Salz, Pfeffer, Zucker. Tomate hat einen hohen Säureanteil, braucht also den Süßungsanteil, also Zucker als Gegenstück. Schön verstreichen und einen kleinen Rand lassen, genau an der Stelle geht nachher die Pizza auch hoch. Frischen Mozzarella nehmen, Büffelmozzarella, Kuhmilchmozzarella und einfach in Fetzen reißen und schön auf der Pizza verteilen.

Jetzt schieben wir die Pizza für circa 5 bis 6 Minuten bei höchster Temperatur in den Ofen. Mhm.
Von: Fabio Haebel, Länge: 4:18 Minuten

Das Rezept zum Video:

Wie wird die Pizza eigentlich genauso knusprig wie beim Lieblings-Italiener? Mit den richtigen Tipps und Tricks machen Sie bald selbst perfekte Pizza und können auf Lieferservice und Tiefkühlpizza verzichten! Besonders wichtig für eine knusprige Pizza ist ein richtig heißer Ofen – heizen Sie Ihren Backofen also möglichst intensiv vor und legen Sie das Backblech verkehrt herum hinein.

Feines Mehl und ein Schluck Bier: Tipps & Tricks

Für Pizza verwendet man besonders feines Mehl – Typ 00 oder das geläufigere Typ 405 eignen sich für Pizza. Aktivieren Sie als nächstes die Hefe mit ein wenig lauwarmer Milch oder Wasser und verkneten Sie anschließend alle Zutaten.

Wie viel Hefe kommt in den Pizzateig?

Namenhafte Hersteller empfehlen einen halben Würfel frischer Hefe pro Kilogramm Teig. Wer beim Pizzateig den typischen Hefegeschmack mag oder eher nicht, kann entsprechend variieren und ein bisschen weniger oder ein bisschen mehr Hefe nehmen. Aber in halber Würfel Hefe pro Kilogramm Teig ist ein ganz guter Richtwert.

Alle Rezepte von Fabio findet ihr hier >>

Für den perfekten Pizzateig benötigen Sie ein wenig Fingerspitzengefühl – wenn der Teig zu klebrig ist, können Sie noch etwas Mehl hinzufügen, wen er zu bröselig ist, geben Sie noch einen Schluck Wasser hinzu. Ein besonders guter Trick für knusprige Pizza: Geben Sie einen Schluck Bier zum Teig dazu. Welches Bier ist dabei Ihnen überlassen.

Pizzabelag nach Lust und Laune

Der aufgegangene Pizzateig muss nur noch ausgerollt und belegt werden. Für eine klassische Pizza Margherita belegen wir den Teig mit Tomatensauce und Mozzarella. Wer Lust auf eine reichhaltiger belegte Pizza hat, kann seiner Phantasie natürlich freien Lauf lassen und sich so richtig austoben: Thunfisch und Zwiebeln, Paprika und Oliven, Artischocken und Schinken und viele weitere Zutaten schmecken auf Pizza hervorragend.

Achten Sie nur darauf, die Pizza nicht zu dick zu belegen. Buon Appetito!

Rezept: Pizzateig wie aus Italien >>

Video ist sein Ding. Essen auch. Beides zusammen verbindet Philipp, um euch das Nachkochen zu vereinfachen!

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