Pasta - Nudeln einfach selber machen
Pasta einfach selber machen

Ich bin ein großer Fan von selbst gemachter Pasta, weil sie wahnsinnig simpel und facettenreich ist. Ich weiß genau, was drin ist, wenn ich sie selber mache und ich kann kreativ sein. Ich kann Formen und Farben entscheiden. Und wie einfach das ist, das zu Hause selber zu machen, das zeige ich euch jetzt.

Für die Portionierung gibt es eine ganz einfache Faustregel, wir verwenden pro Person ein Ei und 100 Gramm Trockenmasse. Bei uns sind das 50 Gramm Grieß und 50 Gramm Mehl. Übrigens, der Grieß ist dafür da, dass uns die Pasta nicht zerkocht. Wir machen drei Portionen Pasta. Ich arbeite am liebsten auf meiner Arbeitsplatte. Nehme Mehl und Grieß, mach mir eine ordentliche Mulde rein, damit die Eier nicht direkt auf die Arbeitsplatte laufen.

Wichtig ist, dass der Teig wärme braucht, und zwar die von den Händen. Es geht um Klebereiweiß in unserem Getreidezusatz, das ist ja in dem Fall das Mehl und durch Wärme kommt das quasi raus und verbindet den Teig und macht ihn vor allem geschmeidig. Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist, so wie hier ungefähr, dann könnt ihr ihn für eine halbe Stunde in den Kühlschrank packen. Wichtig, in Klarsichtfolie wickeln, damit der Teig nicht trocken wird.

So, den Teig aus der Kühlung geholt. Der muss wieder ein bisschen Temperatur kriegen, damit wir in geschmeidig verarbeiten können. Also noch mal ein bisschen mit den Händen arbeiten, ein bisschen platt drücken, dann müssen wir mit ein bisschen Arbeitsmehl mit dem Nudelholz noch ein bisschen platter machen, weil dann kommt unsere Maschine ins Spiel, die unterstützt uns dabei. Da haben wir 9 verschiedene Stufen, wir fangen bei der Ersten an, also das Breiteste und dann gehen wir step-by-step nach vorne, dass wir einen schönen dünnen geschmeidigen Nudelteig bekommen.

Ich starte mit der gröbsten Stufe. Und auch da muss man einfach ein bisschen Zeit mitbringen, mit einem bisschen Geschick ohne Frage auch, damit der Teig nicht reißt. Und dann kann man schön gleichmäßig, nicht zu schnell und nicht zu langsam, den Teig einmal komplett durchwalzen. Und sollte dann auch am Stück bleiben. Und ruhig bei der gröbsten Stufe zwei Mal durchgehen, damit der wirklich zwei Mal durchgewalzt wird und sich alles gut verbindet. Und jetzt können wir bei der Nudelmaschine einen Schritt weitergehen, das heißt, wir gehen auf Stufe 2. Insgesamt hat die Maschine 9 Stufen.

Jetzt haben wir unsere Basis für unsere Pasta vorbereitet. Und jetzt können wir von Farfalle bis zur breiten Bandnudel eigentlich alles Zaubern. Wir machen heute Cannelloni und Tagliatelle. Die Füllung für unsere Cannelloni, die haben wir schon vorbereitet, das ist Ricotta, Blattspinat und Tomaten-Concassée. Wir packen die Füllung unserer Cannelloni einfach genau in die Mitte. So, fast fertig, den letzten Rest hier nach hinten, da wird es auch schon langsam zu dünn vom Teig ausgerollt. Das können wir also problemlos schon mal abtrennen.

Und jetzt kommt eigentlich der schwierigste Teil und da solltet ihr immer Mehl an euren Händen haben, damit der Teig nicht reißt. Wir klappen einmal ein und den Teig über die Füllung drüber. Schön vorsichtig. Jetzt wollen wir, dass die Cannelloni gut kleben. Also nehmen wir einfach Wasser, einen Pinsel und pinseln die Unterseite einmal ein. Und wenn das alles gut angefeuchtet ist, dann geht es weiter und wir schlagen quasi die komplette Rolle noch mal ein. Schön gleichmäßig verteilen, mit gleichmäßigem Druck.

Und jetzt können wir unsere Cannelloni zerteilen. Dazu einfach mit einer Palette oder einem Messerrücken abdrücken. Circa 10 Zentimeter und den Letzten zerteilen und schon können wir sie rüber in unsere Auflaufform schichten. Arbeitet auf jeden Fall mit einer Palette. Durch das Anfeuchten des Teiges kann es gut sein, dass es an der Arbeitsplatte festklebt. Einfach ruhig eng an eng nebeneinander in die Auflaufform schichten.

Und zum Schluss geben wir noch Béchamelsauce auf unsere Cannelloni und danach geht das Ganze schon für circa 15 Minuten in den Ofen, bei maximal 170 Grad. Jetzt kommen wir zur unseren zweiten Variante, nämlich dem Tagliatelle. Dazu brauchen wir wieder ein bisschen Arbeitsmehl, damit uns der Teig nicht reißt. Und dann können wir anfangen den Teig einfach einzurollen. Und jetzt geht es daran, unsere Tagliatelle zu schneiden. Den ersten Schnitt setzten wir so an, dass wir den kompletten Überstand von dem Teig ausrollen, erst mal beiseite packen.

Und jetzt können wir die Breite unserer Bandnudeln selber entscheiden. Breite Bandnudeln oder schmale Tagliatelle, bis hin zur ganz ganz feinen Linguine, das ist ungefähr so wie Spaghetti, nur eckig. Für unsere Tagliatelle nehme ich ungefähr ein Zentimeter Abstand und schneide durch, bis auch hier wieder die Endrolle ist mit dem Überstand. Jetzt können wir die ausrollen und haben wundervolle leckere Bandnudeln.

Ganz wichtig auch hier, immer ein bisschen Mehl an den Händen haben, wenn ihr die aufrollt, manchmal hängen sie noch ein bisschen aneinander. Und das sind unsere fertigen Tagliatelle. Und jetzt haben wir drei Möglichkeiten, entweder wir kochen sie sofort und essen sie oder wir lassen sie an der Luft trocknen oder ab in den Froster damit, wenn ihr sie ein anderes Mal essen wollt.
Von: Fabio Haebel, Länge: 6:14 Minuten

Das Rezept zum Video:

Pasta gelingt ganz einfach zu Hause – die perfekten Nudeln sind nur ein wenig Übungssache. Aber wer einmal angefangen hat seine eigene Pasta zu machen, wird sich schnell in das Aroma und die vielfältigen Möglichkeiten verlieben.

So gelingt der Nudelteig

Als Faustregel für selbst gemachte Pasta gilt: 1 Ei und 100 g Trockenmasse pro Person. Im Video verwendet Fabio 50 g Mehl und 50 g Grieß – der Grieß verhindert, dass die Pasta zu schnell zerkocht.

Bis der Nudelteig fertig geknetet ist, können mehr als 5 Minuten vergehen – toben Sie sich ruhig so richtig aus! Nach einer kurzen Ruhephase wird der Teig durch die Nudelmaschine gepresst. Dies kann bei den ersten Versuchen etwas kompliziert sein – versuchen Sie es besser zunächst zu zweit, dann kann einer den Teig halten und der andere kurbeln. Auch eine Nudelmaschine mit Motor kann eine Hilfe sein.

Alle Rezepte von Fabio findet ihr hier >>

Von Ravioli bis Cannelloni

Sobald man den Nudelteig zwei bis dreimal Mal durch die Nudelmaschine gewalzt hat, kann man ihn ganz nach Belieben weiterverarbeiten. Fabio verwendet den Nudelteig für Cannelloni und für Tagliatelle.

Sie können aber natürlich auch Tortellini, Lasagne, Ravioli oder eine andere Sorte Nudeln mit Ihrem Nudelteig zubereiten. Anschließend können Sie die selbst gemachte Pasta mit einem normalen Rezept verwenden – achten Sie nur darauf, dass die frische Pasta wesentlich kürzer kochen muss als getrocknete Pasta.

Falls Sie Ihre Nudeln nicht sofort essen möchten, trocknen Sie sie oder frieren Sie Ihre Pasta ein!

Rezept: Nudeln selber machen >>

Video ist sein Ding. Essen auch. Beides zusammen verbindet Philipp, um euch das Nachkochen zu vereinfachen!

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