Gulasch - würziges Schmorgericht aus Ungarn
Gulasch: würzig-wärmendes Schmorgericht

Mein alter Küchenchef hat früher zur Freude der anderen Mitarbeiter immer Schweinsfußgulasch gekocht. Und das ist die original-urige Variante. Wir kochen heute aber ein einfacheres Rindergulasch.

Schwein und Kalb wäre auch möglich, natürlich auch zum Mischen. Ich persönlich greife auf reines Rindergulasch zurück, weil es einen schönen intensiven Geschmack hat.

Hier haben wir frisch vom Metzger die Oberschale vom Rind, wir haben Zwiebeln, Mehl, Paprika, Rotwein und Speck für die rauchige Note. Im ersten Schritt schneiden wir unsere Zwiebeln, schöne Streifen runter schneiden. Wir brauchen ungefähr dieselbe Menge oder dasselbe Gewicht Zwiebeln wie Fleisch, das ist ganz charakteristisch für unser ungarisches Gulasch.

Dann können wir unser Fleisch und unsere Zwiebeln jetzt anbraten. Wenn wir das Fleisch von allen Seiten leicht angebraten haben, können wir die Zwiebeln dazugeben. Ich gebe gerne ein bisschen Knoblauch dazu, den zerquetsche ich einmal und zerreibe ihn dann fein mit ein bisschen grobem Meersalz.

Für die Bindung von unserem ungarischen Gulasch gebe ich ein bisschen kalte Butter und einen guten, gehäuften Teelöffel Mehl dazu. Dann lösche ich das Ganze mit Wein und Wasser ab, gebe ein paar Gewürze dazu, da wären zum einen Piment, Kümmel, Wacholder und Lorbeerblätter.

Das Ganze lassen wir jetzt 4 Stunden bei halber Temperatur köcheln. Unser klassisches Gulasch ist fertig. Jetzt können wir das Ganze noch aufpimpen, indem wir zum Beispiel geschnittene Kartoffeln dazugeben, Champignons oder eben mein Favorit Paprika.

Dann schneide ich den Deckel ab und nur den Strunk, das Weiße und die Kerne von innen. Schneide die Seiten runter und die Paprika dann in schöne Streifen. Ganz gleich, für was ihr euch entscheidet, ihr könnt das natürlich auch mischen, Pilze und Paprika oder die Kartoffeln auch noch dazugeben. Nicht zu früh reingeben, weil sonst Paprika und Kartoffeln zerkochen.
Von: Fabio Haebel, Länge: 3:22 Minuten, Aufrufe: 81.451

Das Rezept zum Video:

Gulasch hat seine Wurzeln in Ungarn, ist aber aus aus der Deutschen Küche längst nicht mehr wegzudenken. Was bei uns Gulasch heißt, wird im Mutterland des Gulaschs „Pörkölt“ genannt. Aber egal wie man das würzig geschmorte Fleischgericht auch nennt, lecker ist es allemal und das gleich in den verschiedensten Varianten!

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Gulasch aus Rindfleisch

Fabio zeigt in seiner Kochschule die Basics für ein köstliches, selbst gemachtes Gulasch. Er verwendet in seinem Rezept Rindfleisch aus der Oberschale, das sich hervorragend zum Schmoren eignet. Man kann jedoch auch jedes andere Fleisch für ein Gulasch verwenden, z.B. vom Schwein, Kalb oder auch gemischt. Damit das Gulasch schön sämig wird, braucht man viele Zwiebeln – in etwa die gleiche Menge wie vom Fleisch. Es reicht die Zwiebeln in Scheiben zu schneiden, sie müssen nicht gehackt werden. Weiterhin verwendet Fabio Speck, Rotwein und frische Paprika.

Die Hauptarbeit beim Gulasch besteht aus Warten. Denn das würzige Fleisch sollte bis zu 4 Stunden bei halber Temperatur schmoren, damit es nachher wunderbar mürbe ist und sich die Aromen aus Gewürzen und Rotwein perfekt verbinden können. Das Warten wird nachher mit einem herrlich duftenden, vollaromatischen Gulasch belohnt!

Gulaschsuppe für die nächste Party

Wer aus seinem Gulasch eine Gulaschsuppe machen möchte, verwendet einfach mehr Flüssigkeit, sollte aber trotzdem die Schmorzeit einhalten. So wird das Gulasch zur beliebten Partysuppe und schlägt nebenbei auch mit weniger Kcal zu Buche, als das klassische Gulasch.

Neben dem traditionellen Rezept für Gulasch gibt es zahlreiche köstliche Varianten, die mittlerweile nicht minder bekannt und beliebt sind. So gibt es Rezepte wie das mit Sauerkraut und Kartoffeln angereicherte Szegediner Gulasch oder feines Wildgulasch aus Wildfleisch mit aromatischen Pilzen.

Tipp: Egal für welches Gulasch Sie sich entschieden haben, wieder aufwärmen unbedingt empfohlen!

Rezept: Gulasch à la Fabio >>