Frikadellen selbst gemacht
Frikadellen selbst gemacht

Frikadellen, Buletten oder wie man in Süddeutschland sagt Fleischpflanzerl. Wie man sie auch nennen mag, die gebratenen Klöße aus Hackfleisch sind ein toller Snack und auf jeder Party der absolute Renner. Ihr könnt verschiedene Sorten verwenden und natürlich auch mischen. Ich habe hier heute Rindfleisch- und Lammgehacktes. Lamm nehme ich immer ganz gerne, weil es den Frikadellen eine intensive Note verleiht.

Achtet darauf, dass ihr das frische Hackfleisch möglichst kühl verarbeitet, um die Salmonellengefahr auszuschließen. Jetzt verpassen wir unserem gehackten eine wohltuende Massage. Wir nehmen einmal Rind- und natürlich unser Lammgehacktes und kneten jetzt richtig gut durch. Damit löst sich das Eiweiß, was später für die Bindung bei den Frikadellen sorgt.

Jetzt nehmen wir unsere fein geschnittenen Zwiebeln dazu und Petersilie. Auch das kneten wir wieder gut durch. Neben der Petersilie könnt ihr auch gerade bei den Lamm-Frikadellen auch gut auf Koriander zum Beispiel zurückgreifen. Zum Würzen verwende ich ausschließlich Salz und Pfeffer. Den Pfeffer könnt ihr ruhig ein bisschen gröber einstellen.

Dann das Ganze noch mal gut durchkneten. Und dann können wir unsere Frikadellen auch schon in Form bringen. Zuerst eine Kugel formen rollen und dann leicht platt drücken. Schön andrücken von allen Seiten. Soweit so gut, jetzt können wir die Kollegen in die Pfanne werfen. Wichtig ist, dass wir unsere Frikadellen in eine sehr sehr heiße Pfanne geben.

Deswegen nehme ich auch zum Beispiel Erdnussöl, was man sehr stark erhitzen kann. Alternativ könnt ihr Butterschmalz verwenden. So, von beiden Seiten scharf anbraten und dann drehen wir die Temperatur runter. Fertiggebrutzelt sind sie unsere Frikadellen.

Und ich persönlich bleibe ganz klassisch bei Brot und Senf als Beilage.
Von: Fabio Haebel, Länge: 3:10 Minuten, Aufrufe: 157.022

Das Rezept zum Video:

Ob sie nun Frikadellen, Fleischpflanzerl, Bulletten oder Fleischkloß heißen, sie alle haben eins gemeinsam: Die Zubereitung. Für leckere Frikadellen in der absoluten Basisvariante mischt man frisches Hackfleisch mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Danach brät man die Frikadelle in der Pfanne von allen Seiten gut an. Für mehr Bindung stehen in den Rezepten als weitere Zutaten für Frikadellen ein aufgeweichten Brötchen vom Vortag bzw. Semmelbrösel und ein Ei. Das muss aber nicht unbedingt sein, wie Fabio in dem Video beweist.

Alle Rezepte von Fabio findet ihr hier >>

Frikadelle, Fleischpflanzerl, Bullette oder Fleischkloß?

Abhängig von der Region heißt die Frikadelle anders. Üblich sind auch die Namen Fleischpflanzerl, Bulletten oder Fleischkloß. Doch nicht nur der Name unterscheidet sich. So können auch die Größe und die Gerichte anders sein, zu denen die Frikadelle serviert wird. Die Rezepte hingegen sind immer ähnlich.

Für noch mehr Würze stehen in manchen Rezepten weitere Zutaten außer Hackfleisch, Zwiebeln, Salz und Pfeffer. So gibt es Rezepte für Frikadellen mit Senf, Knoblauch und Speck - auch bei den Kräutern wird variiert. Manche Bulletten werden ja nach Rezept zum Beispiel mit Joghurt, Milch oder Käse angerührt.

Frikadelle: Das richtige Hackfleisch

Frikadellen, Fleischpflanzerl oder Bulletten sollten schön saftig sein. Dafür ist vor allem die Wahl des Hackfleischs entscheidend. Ist das Hackfleisch fettreich, ist auch die Frikadelle schön saftig, weiß Fabio. Der Grund: Das Fett kann beim Anbraten nicht verdunsten.

Anders ist das etwa bei dem mageren Tartar. Beim Braten von Tartar verdunstet das Wasser durch die entstehende Hitze und die Frikadelle wird trocken. Ob das Hackfleisch aber vom Rind, Schwein, Lamm, Kalb oder Geflügel kommt, ist für das Gelingen der Frikadellen weniger entscheidend. Hierbei ist einzig und allein der Geschmack das Kriterium. Am häufigsten werden Frikadellen aus einer Mischung von Rinderhackfleisch und Schweinehackfleisch gemacht, das man als Halb-und-Halb kennt.

Fabios Rezept für die perfekte Frikadelle >>