Kohl im Allgemeinen und Coleslaw im Speziellen
Kohl im Allgemeinen und Coleslaw im Speziellen

Früher als Arme-Leute-Essen verpönt, findet man den Kohl heute längst in allen guten Küchen dieser Welt. Heute wollen wir uns einmal die verschiedenen Kohlsorten und Zubereitungsarten anschauen. Der Spitzkohl ist der bekömmlichste von allen Kohlsorten, schmeckt ein bisschen süßlich und hat einen hohen Gehalt an Vitamin C.

Rotkohl hingegen enthält viel Eisen und Ballaststoffe, dafür wenig Kalorien. Auch der Weißkohl hat einen hohen Gehalt an Vitamin C und hat im Herbst und in den Wintermonaten Saison. Und als vierte Kohlsorte habe ich den filigranen Rosenkohl mitgebracht. Gerade nach dem ersten Frost schmeckt der besonders süßlich.

Beim Einkaufen achtet ihr darauf, dass die Kohlköpfe keine Druckstellen haben und dass die Blätter eng am Körper anliegen. Beginnen wir mit dem Rosenkohl, was können wir daraus eigentlich alles machen? Kurz blanchiert, ganz normal anschwitzen in Zwiebeln, ein bisschen Butterschmalz, Salz, Pfeffer und Zucker als Beilage.

Mein persönlicher Tipp: blanchieren, Strunk entfernen, die Blätter voneinander lösen und als lauwarmen Salat servieren. Rotkohl, wer kennt das nicht? In der Winterzeit zur Ente, zu Klößen, braucht einen süßen Gegenpart, es eignet sich für mich Quitte, Birne und Apfel ganz hervorragend. Spitzkohl ist weit am vielseitigsten, wir können ihn als Salat zubereiten, wir können daraus Auflaufe oder Suppen machen.

Ganz hervorragend finde ich, klein geschnitten, angeschwitzt mit ein paar Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Muskat, mit Weißweinsahne ablöschen, als Spitzkohl á la Creme. Und als letzten Kohl haben wir Weißkohl da, eignet sich natürlich hervorragend als Sauerkraut, der absolute Klassiker. Außerdem als Weißkohlsuppe, die Blätter könnt ihr super für Kohlrouladen verwenden, da gibt es einfach keine Grenze.

Wir schnappen uns heute mal den Weißkohl und machen daraus den leckeren amerikanischen Krautsalat Coleslaw. Dafür brauchen wir Essig, Milch und Öl für unsere hausgemachte Mayonnaise, Salz und Zucker, Joghurt, Karotten, Zitrone und natürlich unseren Weißkohl. Ihr müsst beim Weißkohl zuerst den Strunk entfernen, der ist fest und schmeckt ganz bitter, den wollen wir natürlich nicht in unserem Salat haben.

Dann halbieren wir den, ihr könnt ihn entweder über die Küchenreibe reiben oder ihr nehmt ein Messer und schneidet ihn ganz fein runter. Gut aufdrücken das Ganze, damit die Streifen nicht mehr aneinanderhängen und jeder gleich viel von der Marinade abbekommt. Das Ganze marinieren wir großzügig, mit wirklich einer guten Prise Salz, habt da keine Angst, dass es zu viel wird. Wir brauchen Salz und Zucker, ich persönlich verwende braunen Rohrzucker, weil es so eine malzige Note mitbringt.

Wir reiben das Ganze jetzt gut ein und das zieht gleich Wasser, das Ganze wird weicher und das lassen wir jetzt für eine gute Viertelstunde, 20 Minuten einfach stehen. Für die Soße, für unseren Coleslaw benötigen wir erst mal eine hausgemachte Mayonnaise. Dazu nehme ich Milch, circa 75 Milliliter, eine Prise Salz, dann meinen Pürierstab.

So, einmal kurz durchmixen und jetzt kommt nur noch Öl dazu. Einfach tröpfchenweise unter die Milch schlagen, ruhig auch auf höherer Stufe. Dann nehmen wir zwei gute Esslöffel von unserem mageren Joghurt, noch eine Prise Salz, ein Schluck Essig, das Ganze noch mal durchpürieren. Bevor die Mayo jetzt in unseren Krautsalat kommt, geben wir noch eine ganze Karotte und den Saft von einer Zitrone dazu.

Und jetzt können wir auch unsere Mayo dazugeben. Eine Prise Pfeffer noch dazu und fertig ist er unser amerikanischer Krautsalat Coleslaw. Klassisch serviert zu Spareribs und Hamburgern.

Ich persönlich mag es am liebsten mit schönem Roggenbrot, Senfbutter und Pastrami. Guten Appetit.
Von: Fabio Haebel, Länge: 5:21 Minuten, Aufrufe: 84.623

Kohl, wie Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Kohlrabi oder Wirsing sind richtige Vitamin C-Bomben. Klassisch wird Kohl im Winter gegessen - zum Beispiel der Rotkohl zu einer knusprigen Ente, der Spitzkohl als Eintopf oder Rosenkohl einfach mit einem Stich Butter serviert. Doch auch in den warmen Monaten schmeckt Kohl ganz köstlich.

Es gibt verschiedene Rezepte für Kohl, der auch Brassica genannt wird. Kohl eignet sich zum Beispiel auch als Salat. Dazu zählt der Coleslaw – eine Krautsalatvariante, die besonders in England, Irland und den USA beliebt ist.

Je nach Region unterscheiden sich die Rezepte für den Coleslaw ein wenig. Typischerweise besteht er aus gehacktem Weißkohl und einem Dressing aus Mayonnaise, Buttermilch, Sahne oder saurer Sahne. So manches Dressing für Coleslaw enthält zudem Essig, Kräuter und Gewürze. Man kann dem Krautsalat so immer wieder eine neue Geschmacksrichtung geben. Auch Möhren sind eine häufige Zutat in Coleslaw, sie sind aber kein Muss.

Alle Rezepte von Fabio findet ihr hier >>

Coleslaw – ein amerikanischer Krautsalat

Amerikanische Rezepte für Coleslaw enthalten neben Buttermilch, oft Senf und Essig. Wer es gerne fruchtiger mag, kann Ananas als Zutat ergänzen. In Großbritannien wird der Kohl um Möhren und rote Zwiebeln ergänzt. Manche regionalen Rezepte für Coleslaw verwenden außerdem Walnüsse oder getrocknete Früchte.

Als Kohl wird in der Regel Weißkohl verwendet – egal aus welcher Region die Rezepte stammen. Es gibt allerdings auch Abwandlungen vom klassischen Coleslaw. So gibt es Rezepte, in denen statt Weißkohl, Brokkoli oder Rotkohl die Hauptzutat des Coleslaw sind. Auch Kombinationen aus verschiedenen Kohlsorten sind möglich.

Coleslaw: Kohl mal anders

Coleslaw ist eine typische Beilage. Er wird gerne zu Gegrilltem serviert. Vor allem beim amerikanischen Barbecue kommt Coleslaw zum Einsatz - der gilt nämlich als ideale Ergänzung zum Pulled Pork. Aber auch bei Fish and Chips, Hotdogs, Hamburgern und Sandwiches ist Coleslaw eine beliebte Beilage.

Wie Coleslaw schnell und einfach zuzubereiten ist, zeigt Fabio in diesem Video. Außerdem erklärt Fabio, für welche Gerichte sich Weißkohl, Rotkohl, Spitzkohl und Rosenkohl eignen und worauf man beim Einkauf dieser Kohlgemüse ankommt.

Rezept: Coleslaw - Krautsalat amerikanisch >>