Flammkuchen mit Kürbis - Einfach lecker
Von: Anne Lucas, Länge: 1:37 Minuten

Das Rezept zum Video:

Flammkuchen schmeckt am besten noch heiß dampfend frisch aus dem Ofen. Ursprünglich kommt Flammkuchen aus dem Elsass; erfreut sich aber mittlerweile bundesweit sehr großer Beliebtheit. Egal ob Elsässer Flammkuchen oder ein anderes regionales Rezept. Der Flammkuchen auf einem Holzbrett serviert. Unser Rezept bekommt seine spezielle Note durch die Verwendung von Kürbis und Walnüssen als speziellen Zutaten.

Elsässer Flammkuchen

Im Elsass gilt Flammkuchen noch heute als Spezialität. Kein Wunder, schließlich hat der Flammkuchen so wie wir ihn heute kennen seinen Ursprung im französischen Nordosten. Der Name Flammkuchen leitet sich dann auch vom französischen tarte flambée (flambierter Kuchen) ab. Auch aus dem benachbarten Baden und der Pfalz kommen viele Rezepte für typischen Flammkuchen.

Ursprünglich hatten die Bäcker der Region gar nicht vor ein spezielles Rezept zu entwickeln oder zu kochen. Die ersten Gehversuche der Flammkuchen-Historie waren eigentlich ein Holzofen-Test: Wollte ein Bäcker Brot backen, musste er seinen Ofen zuerst testen um zu wissen ob der Holzofen heiß genug für „richtiges“ Brot ist. Dafür nahm er ein bisschen Brotteig und schob diesen dünn ausgerollt in den Holzofen. Wurde der Teig beim Backen innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu schnell dunkel, wusste der Bäcker, dass sein Holzofen noch zu heiß ist. War der Teig nach zwölf Minuten immer noch nicht dunkel, war der Ofen noch zu kalt und musste neu befeuert werden.

Der Name Flammkuchen bezieht sich demnach auf den Moment, wenn die Flamme im Ofen noch nicht ganz erloschen ist. Damit der Teig nicht verschwendet wird, begannen die Bauern der Region irgendwann damit, die frisch gebackenen Teig-Stücke mit Zutaten wie Créme, Zwiebeln und Speck zu belegen, um den Überschuss schmackhafter zu machen.

Erst viel später entwickelte sich aus diesem Ofen-Test ein Rezept für Flammkuchen.

Flammkuchen immer vom Holzbrett

Das Flammkuchen heutzutage auf einem Holzbrett serviert wird geht ebenfalls auf die Entstehungs-Zeit zurück. Der Flammkuchen wurde damals einfach auf demselben Holzbrett serviert, auf dem er auch in den Ofen geschoben worden war. Die Darreichung auf einem Holzbrett hatte also rein praktische Gründe während heute auch der ästhetische Aspekt eine Rolle spielt. Das Auge isst ja bekanntlich mit.

Dünner Teig und typische Zutaten

Der Teig für Flammkuchen ist ein sehr dünn ausgerollter Brotteig. Für das Original-Rezept werden an Zutaten eine Creme aus Sauerrahm und Schmand, Salz und Pfeffer, Zwiebeln und Speck verwendet.

Denkbare Zutaten für andere Rezepte sind zum Beispiel Lachs, Crème fraîche, Bacon statt Speck, Ziegenkäse oder Kürbis. Fast alle Rezepte verwenden Zwiebeln. Es gibt auch süße Rezepte für Flammkuchen. Ein sehr beliebtes süßes Rezept ist die Version mit Äpfeln oder Birnen und Zimt als Zutaten. Der in unserem Rezept verwendete Kürbis bekommt durch das Backen ebenfalls eine süße Note.

Geht man heute in einem elsässischen Restaurant mit einer größeren Gruppe essen, bekommt man zunächst immer weiter herzhafte Flammkuchen-Variationen vorgesetzt. Bestellt man aber einen süßen Flammkuchen, signalisiert man so der Bedienung oder dem Wirt, dass das Essen jetzt vorbei ist und der süße Flammkuchen den Abschluss der geselligen Runde bilden soll. Anschließend noch einen Schnaps und schon gehen alle wieder ihrer Wege.

Rezept: Flammkuchen mit Kürbis

Für unser Rezept wird Hefe zerbröselt und in warmem Wasser aufgelöst. Dann wird die Hefe mit Mehl, Salz, Buttermilch und Öl zu einem Teig verrührt. Zuerst mit dem Knethaken, später dann mit der Hand. Der zu einer Kugel geformte Teig muss dann zwei Stunden ruhen.

Währenddessen kann man den Kürbis und einen Apfel entkernen und beides in Scheiben schneiden oder hobeln. Das Gleiche passiert mit den Zwiebeln. Für den Belag Ziegenkäse und Schmand verrühren und Walnüsse grob hacken. Das Ofenblech für den Flammkuchen sollte auf 250 Grad vorgeheizt werden. Den fertigen Teig so dünn wie möglich ausrollen und nochmal zehn Minuten ruhen lassen. Anschließend den Teig mit der Ziegenkäse-Schmand-Mischung, dem Kürbis, den Apfel-Scheiben den Zwiebeln, den Walnüsse und Rosmarin belegen. Mit Salz, Pfeffer und Honig würzen und alles zusammen im Ofen backen.

Den Flammuchen nach dem Backen noch heiß auf einem Holzbrett servieren. Einfach lecker.

Video ist sein Ding. Essen auch. Beides zusammen verbindet Philipp, um euch das Nachkochen zu vereinfachen!

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