Hefezopf wie Oma ihn macht
Von: Carsten Dorhs, Länge: 22:55 Minuten, Aufrufe: 306.850

Das Rezept zum Video:

Zum Osterbrunch, dem Sonntagskaffee mit der Familie oder bei einer netten Runde mit Freunden: Hefezopf geht immer und ist bei Groß und Klein beliebt! Am besten schmeckt Hefezopf frisch gebacken und natürlich von der Oma! Denn wie bei vielen traditionsreichen Rezepten gilt auch für den Hefezopf: Die besten Rezepte gibt es bei der Oma!

Hefezopf – Hefeteig, wunderbar in Form gebracht

Es gibt unglaublich viele Rezepte für Hefezopf. Die entscheidenden Fragen lauten aber immer:

  1. Wie lange muss mein Teig backen und
  2. wie flechte ich eigentlich einen Hefezopf richtig?

Zwei wichtige Fragen, zu deren Beantwortung sich auch Chefkoch Carsten Dorhs lieber ein bisschen Unterstützung holt. Und zwar von Ilona.

Fridas genialer Hefezopf

Ilona hat das Rezept „Friedas genialer Hefezopf“ eingestellt. Mit mehr als 2,5 Millionen Rezept-Aufrufen eines der erfolgreichsten Rezepte bei Chefkoch.de überhaupt. Das Rezept für diesen Zopf stammt von Ilonas Großmutter Frieda: ein traditionell schwäbischer Hefezopf wie bei der Oma – allerdings ohne Rosinen!

Wichtigste Zutat: die Hefe

Wie der Name vermuten lässt, brauchen Sie für Ihren Hefezopf Hefe. Welche Hefe dabei die beste ist, ist eine Frage, über die sich seit Generationen die Geister scheiden: Manche Rezepte verwenden frische Hefe, andere wiederum Trockenhefe. Für Friedas Hefezopf verwendet Ilona frische Hefe – Trockenhefe würde aber auch funktionieren. Weitere Zutaten für diesen Zopf sind Mehl, Zucker, Salz, Eier, weiche Butter und warme Milch. Ilona verwendet für ihr Rezept keine Rosinen. Wer Rosinen aber gerne mag, kann natürlich auch noch eine Handvoll Rosinen dazu geben.

Lösen Sie zunächst die frische Hefe in lauwarmer Milch auf. Achten Sie dabei darauf, dass die Milch nicht zu heiß ist, sonst stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf. Geben Sie Zucker, Salz und Eier dazu und vermischen alle Zutaten mit der Milch. Seien Sie mit dem Salz ruhig großzügig. Verwenden Sie zu wenig, schmeckt der Zopf am Ende langweilig!

Vorteig: ja oder nein?

Viele Rezepte für Hefeteig bereiten erst einen Vorteig zu. Vorteig bedeutet, dass man zuerst die Hefe mit Milch und eventuell etwas Mehl vermischt und so erste eine Weile gehen lässt. Frieda Zopf gelingt aber auch ohne Vorteig: Geben Sie das Mehl und die weiche Butter in eine Rührschüssel und schütten die Hefe-Milch-Mischung mit Schwung in die Schüssel. Der besondere Geschmack für diesen Hefezopf gelingt durch einen Schuss Amaretto, Vanille und geriebenen Zitronenschale. Wer es lieber alkoholfrei mag, kann den Amaretto auch durch Mandel-Aroma ersetzen.

Hefeteig braucht Zeit

Jetzt beginnt das Kneten, den Hefeteig muss gut durchgeknetet werden. Entweder Sie schalten Ihr Rührgerät ein oder legen selber Hand an. Mindestens zehn Minuten sollten Sie den Hefeteig bearbeiten. Der Teig ist fertig, wenn er sich vom Schüsselrand löst und Blasen wirft. Jetzt müssen Sie der Hefe Zeit geben. Lassen Sie Ihren Hefeteig an einem ruhigen Ort gehen, bis sein Volumen verdoppelt ist. Je nach Raumtemperatur kann das auch mehrere Stunden dauern.

Hefezopf richtig flechten

Nun kommt das Flechten. Sie können entweder einen Hefezopf aus drei Strängen flechten oder mit zwei Strängen arbeiten. Ilona zeigt im Video eine sehr elegante Flechtvariante für einen schicken Hefezopf. Einen Hefezopf richtig zu flechten erfordert etwas Übung – gelingt aber meistens spätestens nach ein paar Versuchen.

Mandeln und Hagelzucker als Topping

Damit der Zopf beim Backen eine schöne Farbe bekommt, sollte er vor dem Backen mit Flüssigkeit eingepinselt werden: verquirlte Eier, Milch oder Wasser – ganz nach Ihrem Geschmack! Vor dem Backen können Sie den Zopf noch mit gemahlenen Mandeln und Hagelzucker bestreuen. Lassen Sie den Hefezopf für weitere 10 Minuten ruhen, bevor er in den Ofen kommt. In der Zwischenzeit können Sie den Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Anschließend wird Fridas Hefezopf 45 Minuten gebacken.

Es muss nicht immer Hefezopf sein

Sie können den Hefeteig auch für viele weitere Rezepte verwenden. Backen Sie zu Ostern kleine Osterhäschen und Osternester. Oder probieren Sie schwäbische Flachswickel! Backen Sie das Hefegebäck dann für ca. 30 Minuten im vorgeheizten Ofen. Kleinere Formen wie Flachswickeln brauchen etwas weniger Zeit. Verlassen Sie sich auch auf Ihr Gefühl. Oder wie Carstens Oma sagt: „Wenn braun, dann fertig!“. Und jetzt mit Butter und leckerer Marmelade genießen! Guten Appetit!

Wenig Zeit?

Wenn Sie wenig Zeit haben, Ihrer Familie oder Freunden aber trotzdem etwas Leckeres backen möchten, gibt es auch Alternativen: Probieren Sie doch einen leckeren Quark-Öl-Teig. Denn Quark-Öl-Teig geht schnell, ist einfach und eignet sich zum Backen von köstlichen Kuchen. In Rikes Backschule finden Sie diesen Teig und noch viele weitere leckere Rezepte!

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