Zwiebelkuchen
Von: Carsten Dorhs, Länge: 13:38 Minuten, Aufrufe: 187.679

Das Rezept zum Video:

Wenn sich die Blätter auf den Bäumen langsam bunt färben und der Spätsommer sich verabschiedet, ist das kein Grund, um traurig zu sein. Ganz im Gegenteil!

Mit dem Ende des Sommers beginnt wieder die Zeit für herrlich würzige und herzhafte Rezepte. Allen voran geht eines der beliebtesten Rezepte für den Herbst: Zwiebelkuchen. Die Zutaten für Zwiebelkuchen sind simpel, dennoch überzeugen die verschiedenen Rezepte mit Zwiebeln, Speck, Kümmel und Hefeteig. Zwiebelkuchen - ein wahrlich köstliches Rezept für den Herbst!

Zwiebelkuchen-Rezepte der Weinanbauregionen

Es ist kein Zufall, dass Rezepte für Zwiebelkuchen überwiegend in Weinanbaugebieten verbreitet sind. Der herzhafte Kuchen passt ausgesprochen gut zu Wein. In den deutschen Weinanbaugebieten in Baden, der Pfalz und Franken sowie an Rhein, Mosel oder Main wird jedes Jahr die Weinernte von fröhlichen Weinfesten begleitet, auf denen der Zwiebelkuchen nicht fehlen darf. Selbstverständlich wird der Zwiebelkuchen in jeder Region nach einem speziellen Rezept hergestellt.

Federweißer zum Zwiebelkuchen

Der größte Favorit als Begleitung zum Zwiebelkuchen ist übrigens Federweißer. Der junge Wein passt mit seinem prickelnd-süßem Geschmack ausgesprochen gut zum Zwiebelkuchen. Aber auch andere Weißweine machen sich gut zu diesem Rezept.

Internationale Rezepte für Zwiebelkuchen

Obwohl der klassische Zwiebelkuchen ein typisch deutsches Rezept ist, finden sich auch international Rezepte für den köstlichen Kuchen. Interessanterweise sind die Rezepte für Zwiebelkuchen auch im Ausland überwiegend in Weinanbaugebieten beheimatet. Die Pissaladière ist beispielsweise ein französischer Zwiebelkuchen. Das Rezept hat seinen Ursprung in Nizza. Mittlerweile ist das Rezept aber in weiten Teilen Südfrankreichs und Italiens verbreitet. In diesem französischen Rezept wird der Kuchen mit leckeren mediterranen Zutaten verfeinert: schwarze Oliven und Sardellenpaste.

Teig für den Zwiebelkuchen

Da es Zwiebelkuchen in so vielen verschiedenen Regionen in Deutschland gibt, wundert es nicht, dass genauso viele verschiedene Rezepte bestehen. Das klassischste deutsche Rezept ist ganz simpel mit nur wenigen Zutaten: Zwiebeln, Speck, Sahne, Eier und Hefeteig. Aber es muss nicht immer das klassische Rezept mit Hefeteig sein.

Beim Teig kann gerne auch mal etwas Abwechslung in den Zwiebelkuchen gebracht werden. Einige regionale Rezepte bereiten Zwiebelkuchen mit einem knusprigen Mürbeteig zu. Dann wird er eher zu einer nährvollen Zwiebeltorte, schmeckt aber ebenfalls ausgesprochen lecker. Sie können auch die Zutaten im Teig variieren und verschiedenes Mehl ausprobieren. Denn Zwiebelkuchen wird mit hellem aber auch dunklem Mehl sehr lecker. Wenn’s mal schneller gehen muss, kann der Zwiebelkuchen gerne auch mal mit einem Quark-Öl-Teig oder Blätterteig zubereitet werden.

Die richtigen Zutaten für den Belag

Wenn Sie sich für einen Teig entschieden haben, kommt die nächste Qual der Wahl: Der Belag. Um dem Namen des Zwiebelkuchens alle Ehre zu machen, darf der Star unter den Zutaten, die Zwiebel, natürlich nicht fehlen. Üblicherweise werden normale Haushaltszwiebeln verwendet. Wem die Haushaltszwiebeln zu scharf sind kann auch selbstverständlich auch zu einer milderen Sorte greifen. Mildere Gemüsezwiebeln, rote Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln machen sich ebenfalls gut im Rezept. Die puristischen Rezepte für Zwiebelkuchen werden mit Speck, Eiern, Sahne und Kümmel verfeinert und mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Aber es muss nicht immer nach diesem simplen Rezept mit nur wenigen Zutaten gekocht werden. Der Kuchen lässt sich mit allen möglichen Zutaten kombinieren: Lauch, Äpfel, Oliven, Käse, getrocknete Tomaten – probieren Sie einfach verschiedene Zutaten aus. Der Speck kann auch mal durch Parmaschinken ersetzt werden und der Vegetarier lässt ihn einfach ganz weg – schon ist das Rezept vegetarisch. 

Mit Kümmel wird’s bekömmlich

Obwohl der Zwiebelkuchen ein so leckeres und beliebtes Rezept ist, vertragen ihn viele nicht so gut und bekommen Magenbeschwerden. Das muss aber nicht sein. Mit Kümmel wird Zwiebelkuchen sehr bekömmlich. Kümmel ist ein vielseitiges Gewürz, das uns Menschen dabei hilft, schwer verdauliche Zutaten besser zu verwerten. Deshalb verwenden viele Rezepte mit Zwiebel, Kohl und anderen schwer verdaulichen Zutaten zur besseren Verträglichkeit Kümmel. Passt ja auch geschmacklich sehr gut.

Rezept à la Carsten

Chefkoch Carsten Dorhs zeigt Ihnen in diesem Video ein leckeres Rezept für einen Zwiebelkuchen mit klassischen Zutaten wie Speck und Hefeteig. Bereiten Sie zuerst den Hefeteig mit Mehl, Hefe, Zucker, lauwarmem Wasser und ausreichend Hefe zu. Rezepte für den perfekten Hefeteig gibt’s auch hier. Geben Sie dem Teig ausreichend Zeit zum Aufgehen. Während der Teig geht, können Sie bereits die restlichen Zutaten für das Rezept vorbereiten.

Schneiden Sie die Zwiebeln für den Belag in kleine Scheiben. Im Unterschied zum Flammkuchen, der mit rohen Zwiebeln belegt wird, werden die Zwiebeln für den Zwiebelkuchen davor in Butter angebraten bis sie schön Farbe bekommen. Am besten braten Sie zuerst die Zwiebeln an und geben zum Schluss noch den Speck dazu, da dieser schneller anbrennt. Während die Zwiebeln braten, können Sie die Sahne mit Eiern, Salz und Pfeffer verquirlen.

Die Eier-Masse wird dann mit den Zwiebeln vermischt und alle Zutaten auf dem ausgerollten Teig verteilt. Am Schluss noch mit Käse bestreuen und schon kann der Zwiebelkuchen in den vorgeheizten Ofen (200°C). Nach ungefähr 30 Minuten ist der Teig knusprig und die Zutaten goldbraun gebacken – fertig ist der köstliche Herbstgenuss!

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