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Mitglied seit 30.12.2003
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Zutaten

1 Kopf Weißkohl, türkischen
500 g Möhre(n)
  Salz, grobes, 2/3 Tasse
1/2 Tasse Zucker
10 Liter Wasser, gekochtes
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe

Für die Sauerkrautzubereitung braucht man einen Hobel, da man damit auch die großen Mengen von Weißkraut optimal schneiden kann - die Streifen müssen ca. 5 mm dick sein. Solche Hobel gibt es z.B. in den Baumärkten zu kaufen und sehen aus wie ein großes Holzbrett mit integrierter breiter Stahlklinge. Für die kleinerem Mengen (1-3 kg) reicht auch ein normaler Haushaltshobel.

Dazu braucht man noch ein paar Utensilien: einen Gärtopf aus Ton (aus dem Baumarkt) oder einen großen emaillierten Topf (natürlich unbeschädigt); ein rundes Holzbrettchen vom Durchmesser etwas kleiner als die Topföffnung (sehr gut eignet sich dazu ein Steakbrett), ein Baumwolltuch etwa von doppelter Größe als die Topföffnung, einen sauberen Holzstab, ein Gewicht, ca. 2-3 kg schwer (es gibt zum Gärtopf spezielle Steine, geht aber auch ein 2-3-Liter-Glas mit Wasser).

Zubereitung:
Weißkraut hobeln, Möhren grob reiben. Für 1 großen "Kopf" Weißkraut nimmt man ca. 500 Gramm Möhren.
Marinade machen: im kochenden Wasser Salz und Zucker auflösen, vollständig abkühlen lassen. Gehobeltes Kraut und geriebene Möhren mischen, in den Gärtopf legen. Mit Marinade so übergießen, dass das Weißkraut damit vollständig bedeckt ist. Das Baumwolltuch so drauflegen, dass die Tuchecken weit herausragen, auf das Tuch wird ein Holzbrettchen gelegt und die Tuchecken auf Holzbrett umknicken, das Gewicht drauflegen.

So bleibt das Weißkraut bei Zimmertemperatur (20-22 Grad) 3-4 Tage stehen, am besten in der Nähe von einem Heizkörper - aber die Heizung nicht extra aufdrehen, sondern normal heizen.
Täglich das Gewicht abnehmen, das Baumwolltuch unter fließendem Wasser spülen. 1-2-mal täglich das Weißkraut bis zum Topfboden mit dem Holzstab durchstechen - so werden die Gärgase herausgelassen, die sonst den Geschmack vom Weißkraut negativ beeinflussen können.
Nach dieser Frist das Weißkraut in saubere Gläser verteilen, verschließen und noch zum Reifen in den Kühlschrank für 2-3 Tage stellen.

Gelungenes Sauerkraut ist knackig, hat einen angenehmen, säuerlichen Geschmack mit leicht süßlichen Note (die mit der Zeit immer weniger wird) und riecht echt appetitanregend.

In den verschlossenen Gläsern ist das Sauerkraut im Kühlschrank bis 3 Monate haltbar - ohne Geschmacksverlust.

Selbst gemachtes Sauerkraut ist in Russland sehr beliebt. Allerdings wird es ausschließlich kalt als Zakuska (Vorspeise) gegessen: pur, als Salat mit etwas Öl und nach Geschmack Zwiebel oder im Salat namens Winegret, der aus Sauerkraut, roter Bete, roten Bohnen und Kartoffel besteht. Sehr gut passt Sauerkraut zu hochprozentigen Spirituosen mit neutralem Geschmack wie Wodka oder Korn.

Meiner Meinung nach ist das normale Weißkraut, das es in Supermärkten zu kaufen gibt, für dieses Gericht zu hart und zu trocken. Am besten eignet sich dafür das Weißkraut, das nicht rund sondern etwas platt ist und dicke, saftige und knusprige weiße Blätter hat - solches Weißkraut ist in türkischen Lebensmittelläden oder manchmal auch auf den Märkten zu bekommen.