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Schwäbisches Schnitzbrot oder Hutzelbrot

Rezept ist seit Generationen vererbt, ergibt 10 Brote

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120 Min. pfiffig 26.11.2007



Zutaten

für
500 g Birne(n), gedörrte ganze(Hutzeln, z. B. Schweizer Wasserbirnen od. Bratbirnen)
500 g Zwetschgen, getrocknete oder Pflaumen, gibt es ohne Steine halbtrocken in Dosen
40 g Hefe, frische
1.000 g Mehl, dunkles (Typ 1060)
250 g Zucker
500 g Feige(n), getrocknete
125 g Orangeat
125 g Zitronat
250 g Haselnüsse
250 g Walnüsse
250 g Mandel(n), ungeschälte, gemahlene
250 g Sultaninen
250 g Rosinen
30 g Zimt, gemahlen
1 EL Anis, gemahlen
1 Prise(n) Salz
2 Liter Apfelsaft, vergorener (Schwäbischer Most)
20 Mandel(n), ganze

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 2 Stunden Ruhezeit ca. 12 Stunden Gesamtzeit ca. 14 Stunden
Die Hutzeln (getrocknete Birnen) in einem großen Topf mit 1- 2 Liter Most über Nacht einweichen. Am nächsten Tag aufkochen lassen und mit Deckel leicht köcheln lassen bis die Birnen weich sind. Immer wieder Most und Wasser (zu gleichen Teilen) nachfüllen, so dass die Hutzeln bedeckt sind. Da sie nach oben treiben, lege ich einen passenden Teller auf die Hutzeln, der sie in die Flüssigkeit zurückdrückt. Die Zwetschgen und Feigen in Würfel schneiden, Orangeat und Zitronat klein hacken ebenso die Haselnüsse und Walnüsse. Alles in eine große Schüssel geben (wir nehmen eine Plastikwanne), die gemahlenen Mandeln, die Sultaninen und Rosinen zugeben. Zimt, Anis und Salz darüberstreuen. Die eingeweichten Hutzeln kleinschneiden dabei den kleinen harten Teil am Ende der Birne, etwa linsengroß, wegschneiden und wegwerfen. In die Wanne geben und alles mit den Händen kurz durchmischen.

Mit etwas warmer Hutzelbrühe, der Hefe, etwas Zucker und Mehl einen kleinen Vorteig bereiten bis dieser geht.

Den restlichen Zucker mit dem Vorteig in die Wanne geben. Alles unterarbeiten und dabei das Mehl nach und nach zugeben. Eventuell etwas Hutzelbrühe nachgießen, sodass ein leicht klebriger, formbarer Teig entsteht. Am Besten zu zweit arbeiten - einer hält die Wanne. Dann das Ganze leicht mit Mehl bestäuben, abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Dauert einige Zeit.

Sobald das Mehl Risse bekommt, den Teig nochmals durchwirken und in 10 gleiche Teile teilen.
Laibe daraus formen, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die ganzen Mandeln mit heißem Wasser überbrühen, dann lässt sich die braune Haut gut abziehen. Die Mandeln teilen und je vier halbe Mandeln auf die geformten Laibe drücken, in der Art, dass ein symbolisches Kreuz entsteht. Mit einem Tuch abdecken und über Nacht stehen lassen.

Am anderen Morgen den Backofen auf 220° (Umluft 190°) vorheizen. Die Hutzelbrote 40 - 50 Minuten backen. Immer beobachten, damit sie oben nicht schwarz werden. Sonst rechtzeitig Temperatur herunterschalten. Die Brote sind fertig, wenn sie beim Klopfen auf den Boden hohl klingen. Noch warm mit der restlichen Brühe einstreichen, dann glänzen sie schön und abkühlen lassen. Noch ein bis zwei Tage stehen lassen, dann schmecken sie erst richtig gut.

Wir wickeln dann jeden Laib in Frischhaltefolie. Das Hutzelbrot (auch Schnitzbrot genannt) kann sehr lange ca. 2 - 4 Monate aufbewahrt werden. Immer wieder kontrollieren, dass sich unter der Folie kein Schimmel bildet, was bei etwas zu feuchtem Brot passieren kann. Dann gleich auspacken. Wir verschenken sehr viel als Weihnachtspräsent.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Euph

Ist zum dritten Mal in Produktion (noch je 200g Datteln und Aprikosen dazu): einfach klasse das Hutzelbrot.

04.12.2019 22:41
Antworten
Euph

5 Sterne für dieses tolle Rezept. Foto kann ich leider keines mehr hochladen, weil bereits alles gegessen und verschenkt ist. Aber ich hab die nä 500g Hutzeln schon da liegen und alle Zutaten und mach s übermorgen gleich nochmal. Am ersten Tag kross und saftig, am zweiten Tag saftig, am dritten Tag: nix mehr da😂 Habe 2 Pack Trockenhefe verwendet. Klappt 1A (mache alles mit Trockenhefe!) . Naturtrüben Apfelsaft zum einweichen. Alles in allem braucht man schon drei Tage... Gewürzt hab ich noch mit a bissl mehr (gem. Nelken, Kardamom, Muskatblüte und Koriander). Mengen hie und da mal 50g hin oder her... Meine Mama die das Hutzelbrot bisher immer gemacht hat fand s toll, hat nur gemeint, dass nä Mal mehr Nüsse hin müssen. Also tu ich nä Mal zwei Pack Haselnüsse rein. Das mit dem gehen lassen der Laibe über Nacht mache ich nicht mehr! Ich lasse einfach den Teig in der Schüssel (das Riesen alte Blech Ding ist jetzt in die 5.Generation vererbt...) über Nacht gehen. Denn am nä Tag hatte ich keine Laibe mehr sondern ein Backblech voller Teig...da forme ich dann erst in der Früh und lasse die Laibe nochmal a bissl gehen und dann ab in Ofen. Ich hab bei 175C Ober-Unterhitze 50 Minuten gebacken. 7 Laibe ergab es bei mir zwei große (1 Blech) und 5 kleine (zweites Blech). Das mit den 1-2 Tage stehen lassen hat jetzt nicht so gut geklappt 😂. Fast erkaltet wurde der erste Laib verdrückt und der zweite heute. Das mit den 2-4 Monaten lagern soweit wird s bei uns glaub nie kommen... Tolles Rezept, hab viele angeschaut in vielen Kochbüchern auch und selbst das von der Mama=Oma=Uroma war nicht so gut wie das hier: vielen Dank für s einstellen.

15.11.2019 13:26
Antworten
We56Mue

Das Rezept ist das absolut beste Hutzelbrot. Schmeckt wie das Hutzelbrot, das schon meine Mutter zubereitet hat. Das weckt immer Erinnerungen an meine Kindheit. Man sollte von dem Rezept nicht abweichen, bzw. wenn man es tut, nicht mehr von Hutzelbrot reden sondern von Früchtebrot.

24.11.2018 18:26
Antworten
miggerl001

kommt dem Rezept meiner Großmutter (Rezept ist über 100 Jahre alt) sehr nahe. Schmeckt, so wie man sich ein schwäbisches Hutzelbrot vorstellt.

28.11.2017 13:48
Antworten
Sweetflute

Super, genau so kenne ich das Schnitzbrot von meiner Schwiegermutter, habe es bisher in Anlehnung an ihr altes aufgeschriebenes Rezept gemacht, aber da passte das Verhältnis von Trockenfrüchten und Mehl irgendwie nicht. Dieses Rezept passt perfekt, danke dafür!

22.12.2016 06:49
Antworten
grinse-katze

Hallo helmut, eben habe ich mein erstes selbstgemachtes Hutzelbrot probiert und bin ganz begeistert von dem Geschack. Anstelle des Most habe ich Cidre genommen und anstatt Zitronat/Orangeat,Datteln und Aprikosen.Ansonsten habe ich mich genau an dein Rezept gehalten und bin gut damit zurecht gekommen. Vielen Dank für das Rezept und das schnelle Beantworten meiner Anfrage Gruß claudia

10.12.2008 16:50
Antworten
BeateK

Hallo Ringelmomo, ich hab das Schnitzbrot vor einigen Tagen gebacken und eben angeschnitten. Bin total begeistert, es schmeckt klasse, die Konsistenz ist prima und es sieht super aus :o))) von mir bekommst dafür 5 Sterne... Orangeat und Zitronat hab ich offen im Reformhaus gekauft und dort auch gleich die Birnen bekommen (von denen ich vorher noch nie gehört habe) allerdings haben die da zweierlei - die Hutzeln, die sind noch härter und eben Wasserbirnen, die sind weicher, welche sind denn die Richtigen? Beim Mehl hat sich im Rezept glaub ein Fehler eingeschlichen, es gibt wohl kein Typ 1060 und so hab ich eben 1050 genommen, ist sehr gut geworden. Der Teig ist beim Zubereiten echt eine wahnsinns-zähe klebrige Masse und mir ist schier derArm abgefallen, aber es hat sich wirklich gelohnt, kann Euch dieses Rezept nur empfehlen... vielen Dank dafür, das gibts bei uns jetzt jedes Jahr. @Naffi-Naff die Birnen die ich gekauft habe sind schwarz mit Stiel und Bart und da die später ja kleingeschnitten werden müssen, kriegst da das Kerngehäuse gut raus. Den Most mit was anderem zu ersetzen kann ich mir allerdings nur sehr schwer vorstellen....frag doch mal in einem Reformhaus nach... LG Beate

06.12.2007 10:51
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jd140224

hallo, konnte erst heute antworten. Also die Hutzeln sind die richtigen und man braucht das Kerngehäuse nicht rausschneiden. Nur den Bart am Ende der Frucht. Aber auch Wasserbirnen sind ganz ideal, nur nicht ganz so aromatisch. Mehl ist natürlich dunkeles Weizenmehl Type 1050. Most bzw. Apfel- und Birnenwein gibt es in jedem größeren Getränkemarkt. Traubenwein ist nicht zu empfehlen, dann lieber nur Wasser. LG helmut

12.12.2007 09:36
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Naffi-Naff

Hallo, ich bin großer Hutzelbrot-Fan....aber ich mag keine Rosinen, Korinthen, Sultaninen oder wie immer sie auch heißen. Deshalb bin ich gezwungen mein Hutzelbrot immer selber zu backen. Nun meine Fragen: 1. Was mach ich, wenn ich kein Most habe?? Wein vielleicht? 2. Diese Hutzeln, sind das diese schwarzen getrockneten Birnen, an denen noch Stil und Bart dran sind? Ich habe die mal gekauft und hab sie halbiert um das Kerngehäuse auch raus zu bekommen. Denn nur diese Hutzeln geben die dunkle Farbe an das Brot ab. Die normalen getrockneten Birnen sind ja eher hell braun. Gruß Naffi

01.12.2007 18:16
Antworten
We56Mue

Hallo, na mit der Freundschaft zum Hutzelbrot ist es wohl doch noch nicht so ganz erst. Aus den Hutzeln das Kerngehäuse rauszunehmen ist absolut kontraproduktiv. Apfel-Birnen-Most gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt, Wein ist nicht dazu geeignet ein Hutzelbrot zu machen. Ein wirklich gutes Hutzelbrot muss die Zutaten genau wie in diesem Rezept enthalten. Das ist zumindest für echte Schwaben ein absolutes Muss. Änderungen führen zu einem abweichenden Ergebnis das man allenfalls Früchtebrot nennen kann aber niemals Hutzelbrot. Viele Grüße Werner

24.11.2018 18:15
Antworten