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Seitan

Fleischersatz

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60 Min. normal 17.10.2007 583 kcal



Zutaten

für
1 Liter Wasser für Kochbrühe
1 Knoblauchzehe(n), zerdrückt
1 Zwiebel(n), in Scheiben
1 Lorbeerblatt
1 Karotte(n), in Stücken
1 Stück(e) Knollensellerie
1 Stück(e) Petersilie (Wurzel)
1 Stück(e) Ingwer
Salz und Pfeffer
1 kg Mehl

Nährwerte pro Portion

kcal
583
Eiweiß
17,12 g
Fett
1,85 g
Kohlenhydr.
120,94 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 1 Stunde
Setzen Sie das Wasser im Drucktopf an und geben Sie alle Zutaten außer Mehl dazu. Lassen sie ohne Druck köcheln, während Sie den Seitan auswaschen. Wenn Sie einen neutralen Geschmack wünschen, lassen Sie Lorbeerblatt, Ingwer und Knoblauch weg. Andererseits können Sie den Sud auch mit Gewürzen Ihrer Wahl ansetzen. Nehmen Sie dafür aber nur Würzmittel, die nicht zu sehr hervorschmecken, sonst können Sie den Seitan nur für Gerichte verwenden, zu denen diese Gewürze passen.

Kneten Sie aus Mehl und Wasser einen elastischen Teig, legen ihn in eine große Schüssel, bedecken ihn mit warmem Wasser und lassen ihn eine halbe Stunde ruhen. Dann kneten sie den Teig in der Schüssel unter Wasser, bis es ganz weiß ist. Erneuern sie das Wasser, diesmal nehmen sie kaltes Wasser. Kneten sie weiter, und wenn das Wasser wieder weiß geworden ist, lassen Sie es ablaufen und erneuern es durch warmes Wasser.

Wechseln Sie jedes Mal die Temperatur wie oben beschrieben, wenn Sie das Wasser austauschen. Nach ungefähr 10 Minuten Kneten beginnt der Teig ein wenig auseinander zu fallen. Sie müssen ihn beim Kneten gut zusammenhalten.

Später bildet sich ein zäher Klumpen. Legen Sie ihn in ein großes, rundes Sieb und drücken ihn von allen Seiten gut zusammen. Geben Sie ihn wieder zurück in klares Wasser und kneten Sie weiter. Wiederholen Sie so lange, bis das Wasser fast klar ist. Der letzte Knetdurchgang sollte mit kaltem Wasser geschehen, damit sich der Klumpen zusammen zieht. Drücken sie ihn noch einmal in dem Sieb aus, damit er möglichst feinporig wird.

Sie können den Klumpen jetzt so wie er ist in der Brühe kochen. Ich ziehe es vor den Seitanteig in Stücke zu schneiden und zu dicken Würsten zu rollen. Dann schneide ich ihn in Scheiben, je nachdem, was ich mit dem Seitan vorhabe. Meistens schneide ich aus einem Drittel des Teiges größere Scheiben für Seitanschnitzel und Scaloppine, die ich flach drücke, bevor ich sie in die kochende Brühe gebe.

Aus dem zweiten Drittel schneide ich größere Stücke für Gulasch, und aus dem Rest kleinere Stücke für Suppeneinlagen oder Gemüse-Eintöpfe. Werfen Sie alle Stücke, egal welcher Größe, zusammen in die kochende Brühe, schließen Sie den Drucktopf und kochen Sie den Sud auf. Wenn das Ventil hoch gekommen ist, lassen Sie den Seitan ca. 45 Minuten unter Druck kochen. Er quillt dabei auf und nimmt den Geschmack der Brühe an.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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EVA-S-PUNKT

Sehr gute Anleitung, vielen Dank! Mein "Klumpen" aus 1 kg Mehl musste allerdings mindestens acht mal gewaschen werden, die Masse ergab 8 Schnitzel. Mein Sud bestand aus sehr kräftiger Gemüsebrühe und 2 Lorbeerblättern, das genügt völlig. Meine Kochzeit waren ca. 1,5 Stunden in einem normalen Kochtopf, dann habe ich die Seitanscheiben mit Sud heiß auf 2 große Schraubgläser verteilt und dann abgekühlt im Kühlschrank deponiert. Nach 5 Tagen habe ich die Scheiben herausgenommen, wie einen Schwamm ausgedrückt und zusätzlich mit Küchenkrepp gut getrocknet. Die Schnitzel habe ich mehliert, dann durch Ei (mit Gulaschgewürz) gezogen und mit Semmelbröseln (mit Kräutersalz) paniert und in Öl gebraten. Sehr saftig und lecker!! Aus dem Sud habe ich mit püriertem Supengemüse eine tolle Gemüsesoße gemacht und Bratkartoffelwürfel dazu serviert. Meine vegetarische Schwester war hell entzückt und sogar mein fleischliebender Mann war zufrieden. 5 Sterne, Foto ist unterwegs.

31.07.2017 20:52
Antworten
Jandro

Liebe EVA-S-PUNKT, vielen Dank für den netten und informativen Kommentar! Es ist eine sehr gute Idee aus dem Sud eine kräftige Gemüsesoße / -suppe zu machen und dazu Bratkartoffeln zu reichen. Das werde ich mir merken. Ich hatte es auch mal als Soße für Pasta verwendet - auch das war sehr lecker. Eventuell kann man das pürierte Suppengemüse noch abseihen, sodass die Soße etwas sämiger wird. Ich bin gespannt auf die Fotos! Viele Grüße, Jandro

01.08.2017 10:51
Antworten
samtpfoetchen75

*Schmunzel* ein echter Schweinkram :-) So etwas habe ich bisher noch nie gemacht. Ich habe reichlich Mühe gehabt, gerade bei den Warmwasserphasen, den Teig zusammen zu halten. Ich habe dann aus Verzweiflung nach dem Abgießen durch ein Sieb das ganze Gemansche zwischendurch mit den Knethaken des Rührgerätes zu bearbeiten, bis da wieder Form drin war. Das lief super. Bei mir ist das Ganze sehr großporig geraten, woran das liegt weiß ich nicht. Gekocht habe ich die Teigstücke in einem großen offenen Topf in Salzwasser und dann in Stücke geschnitten in unserer bewährten indischen Currysauce versenkt. Jetzt hat mein Göttergatte sein Sportler-Eiweiß-Futter in richtig lecker. Wenn noch einer einen Tip hat, wie ich das feiner bekomme, wäre ich dankbar. Ich habe den Gummiklumpen noch eine ganze Weile geknautscht und gedrückt, ohne daß es wirklich besser wurde... Aber jetzt mal ehrlich - lecker kann das so aus sich heraus ja echt nicht werden. Das lebt und stirbt echt mit den Gewürzen, die dazu kommen :-)

05.04.2016 18:39
Antworten
helo-texas

Wunderbare Anleitung, wie im Kochbuch wird man höflich geSiezt ;-) Alles hat ganz fantastisch einfach funktioniert. Das Ergebnis ist ein schöner, feinporiger Seitan. Vielen Dank

15.02.2015 21:33
Antworten
Kleckerkathrin

Hallo Challys, ich habe schon öfters Seitan selbst gemacht und mag ihn total gerne. Da ich oft nicht die Zeit habe, stundenlang zu kneten, habe ich auch schon die Instantvariante ausprobiert, kriege sie aber nicht so hin, dass sie auch nur annähernd so fluffig und lecker wird wie die selbstgemachte. Hast du den Dreh schon raus? LG, Kleckerkathrin

03.01.2016 22:10
Antworten
igelracer

Hallo, geht das wirklich nur im Schnellkochtopf? Ich würde das Rezept gerne ausprobieren, aber ich habe keinen Schnellkochtopf. Viele Grüße igelracer

12.06.2012 21:57
Antworten
lametti

Hallo, hat nach dieser Anleitung super geklappt! Danke dafür. Leider darf ich nur 3 Fotos hochladen, ich könnte noch jede Menge:) Einige kleine Seitanstückchen habe ich in Öl knusprig ausgebacken und mit Sojasauce und Wasabipaste genossen. SEHR lecker! Die panierten Seitanschnitzel waren total saftig, und das knusprig gebratene Geschnetzelte mit Gemüse, Currypaste und Kokosmilch war köstlich! Da die Zubereitung des Seitan zudem richtig Spaß macht, wirds das bei mir jetzt öfter geben. Vielen Dank fürs Rezept und viele Grüße, Lisa

29.04.2012 13:53
Antworten
Tempeh

Hallo Jandro, Habe eben das erste Mal Seitan Zubreitung nach deinem Rezept ausprobiert. Bin mir nicht wirkl. sicher, ob das Ergebnis das ist, was dabei heraus kommen sollte...? Sieht sehr merkwürdig aus und schmeckt wie ein in Sosse eingeweichtes Brötchen. Ist sehr großporig und von eher wabbeliger Konsistenz. Muss das so sein? Und was mach ich nun damit, braten? LG Tempeh

03.12.2007 21:23
Antworten
Jandro

Hallo Tempeh, So, meine Antwort kommt ja nun sehr verspätet. Ich war mir noch gar nicht bewusst, dass mein Rezept bereits hochgeladen worden ist. Wie auch immer. Zu dem Rezept und deinen Fragen: Es ist ein langes und schwieriges Unterfangen gutes Seitan herzustellen. Man "wäscht" den Teig ja sozusagen abwechselnd in warmen und kalten Wasser bis letztlich der Teig die Stärke verloren hat und nur noch die Gluten übrig sind. Man muss sich sicher sein, dass man dies oft genug wiederholt hat, ansonsten geht alles schief. Der gewaschene Teig schaut aus wie ein riesiger Kaugummi und müsste auch eine ähnliche Konsisdenz haben. Wichtig ist auch der Druckkochtopf! Das Produkt kann im weitesten Sinne genauso wie Fleisch verwendet werden. Im Sommer, zur Grillsaison mache ich z.B. Spiese mit Paprika usw. ! Hervorragend eignet es sich für Gulasch, aber auch zum Panieren. Vielseitig und vom Geschmack einen leicht asiatischen Touch - ich finds gut. Danke, dass du das Rezept ausprobiert hast, auch wenns (noch) nicht so geklappt hat. mfg Alex

20.03.2008 00:44
Antworten
Tempeh

Hallo jandro, danke für deine Antwort! Inzwischen hab ich es nochmal gemacht und es ist viel besser geworden! Habe es paniert und gebraten. Lag wohl eher an mir + nicht deinem Rezept - also ich schenk dir noch zwei gedachte Sternchen dazu!!! Lg Tempeh

05.04.2008 15:16
Antworten