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Party-Gulasch

eine von unzähligen Möglichkeiten, Gulasch zuzubereiten

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180 Min. normal 06.07.2007 590 kcal



Zutaten

für
3 kg Rindfleisch für Gulasch (möglichst im Ganzen!)
2 kg Zwiebel(n)
Paprikapulver, scharf oder edelsüß oder gemischt
Salz und Pfeffer
Majoran
Essig
Knoblauch
Chilischote(n), nur für jene, die's ganz scharf lieben
Kümmel, gemahlen, nach Wunsch
100 g Butter oder Schmalz

Nährwerte pro Portion

kcal
590
Eiweiß
61,09 g
Fett
34,53 g
Kohlenhydr.
9,31 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 3 Stunden Koch-/Backzeit ca. 6 Stunden Gesamtzeit ca. 9 Stunden
Es gibt so viele Arten der Gulaschzubereitung, wie es Köchinnen oder Köche gibt. Ich habe mir daher auch mein eigenes Rezept zurechtgelegt, das sich in ein paar Punkten der Zubereitung doch sehr deutlich von anderen unterscheidet.

Ein Gulasch wird erst so richtig gut, wenn man viel davon macht. Daher beginne ich unter einer Menge von drei Kilogramm Rindfleisch erst gar nicht. Ich besorge mir das Gulaschfleisch im Ganzen und bearbeite es dann mit einem scharfen Fleischmesser selbst. Das ist nicht schwer, aber zeitaufwändig (ich als Amateur brauche bei ca. 5 kg Fleisch ca. drei Stunden), hat aber den Vorteil, dass man das Fleisch nach seinem Geschmack von Fett und Sehnen befreien kann. Denken Sie dabei bitte an Ihren Hund, er wird's Ihnen danken!

Die Menge der Zwiebeln wähle ich so, dass der geschnitten Zwiebelberg ungefähr das gleiche Volumen wie der Fleischberg hat (also nicht 1:1 nach Gewicht!).

In einem großen Kessel wird nun reichlich Butter oder Schmalz auf kleinster Flamme erwärmt.

Den nun folgenden Vorgang können Sie auch weglassen: In einer großen Pfanne erhitze ich ein wenig Öl, um darin das Fleisch portionsweise kurz und scharf anzubraten, damit sich die Poren schließen, anschließend wird es immer gleich in den Gulaschkessel geben.

Falls Sie's nicht gemacht haben, das Fleisch einfach in den Kessel geben. Nun die klein würfelig geschnittenen Zwiebeln dazugeben (bitte nicht anrösten, sondern roh) und vermengen sie gut mit dem Fleisch. Achtung: geben Sie kein Wasser hinzu! Der Saft entsteht von selbst im zugedeckten Kessel! Stellen Sie nicht die Temperatur höher bzw. verwenden Sie keine größere Flamme. Rühren Sie ab und zu um, Sie werden bemerken, wie der Saft wie durch ein Wunder entsteht. Wenn der Saft die Fleisch-Zwiebel-Mischung bedeckt, nach 30 - 45 Minuten, können Sie die Gewürze hinzufügen. Beachten Sie, dass Sie das Gulasch immer nur kurz umrühren und nachher sofort wieder zudecken. Ich stelle den riesigen Gulaschkessel bei meinem Gasherd übrigens auf die kleinste Flamme und auf kleinste Stufe. Das reicht vollkommen aus und garantiert, dass das Gulasch niemals anbrennt und auch das Paprikapulver nicht anbrennt!

Sobald Sie die Gewürze eingearbeitet haben, testen Sie mit einem kleinen Löffel den Geschmack des Saftes!, können Sie das Gulasch nun mindestens vier Stunden köcheln lassen, ohne es beaufsichtigen zu müssen. Danach drehen Sie den Herd ab und lassen es einfach bis zum nächsten Tag stehen.

Am nächsten Morgen drehen Sie's einfach wieder auf (wieder auf kleinster Stufe!), rühren ab und zu um, damit sich das Gulasch gleichmäßig erwärmt. Dabei können Sie es auch ab und zu abschmecken und mit den Gewürzen nach Wunsch korrigieren. Zu Mittag ist Ihr Gulasch dann fertig.

Anmerkungen: die kalte Jahreszeit eignet sich am besten zur Zubereitung, da die Heizung entlastet wird. Lassen Sie sich nicht von der großen Menge abschrecken: Gulasch lässt sich hervorragend einfrieren - schön portioniert in Säckchen. Dann weiß man wieder, warum man eine Mikrowelle in der Küche stehen hat!

Apropos Saft: Ich habe bei der Gulaschzubereitung noch nie Wasser hinzufügen müssen - tut man es, wird das Gulasch zu dünn, und Sie müssen zum Mehl greifen, was ich unbedingt vermeiden will!

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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JulyBrick

Hallo, Ich koche mein Gulasch nun schon ein paar Jahre mit deinem Rezept und bin einfach nur begeistert! Ich brate das Fleisch kurz im Topf an (nehme Öl statt Butter) werfe dann die Zwiebeln in vierteln (ja ich bin Schneidfaul) dazu und schalte den Herd runter. Ich finde außer die Platte zu hoch einstellen kann man bei diesem Rezept einfach nichts falsch machen. Gelingt (auch in kleineren Mengen, heute war's bei mir nur ein Kilo Fleisch) immer super. Bin begeistert obwohl ich Gulasch vorher nie mochte :D

25.05.2020 21:41
Antworten
Andreas-Benning

Super Rezept. Ich verwende dies als Grundlage für mein eigenen Gulasch. Ich packe noch Knoblauch, etwas Möhren und Tomatenmark statt Paprika rein. Achja...und Petersilie statt Majoran. Und mit Rotwein lösche ich das angebratene Fleisch ab. Aber egal wie - es schmeckt immer auch ohne Wasser....

23.04.2020 18:27
Antworten
anneks

Ich muss sage ich war anfangs auch etwas skeptisch von wegen nicht anbraten und kein Wasser dazu. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Es hat bei mir war etwas länger gedauert bis das Fleisch vom eigenen Saft bedeckt war, aber schon jetzt hat es sich geschmacklich gelohnt. Das Fleisch steht seit einigen Stunden auf dem Herd und seit etwa drei Stunden sind die Gewürze drin und schon jetzt könnte ich mich "reinlegen". Bin auf morgen gespannt. Danke für dieses tolle Rezept.

11.04.2020 19:00
Antworten
Angy67

Schmeckt teuflisch gut :-) Das Rezept ist auch toll erklärt, vielen Dank. Ich habe anstelle des Essigs etwas Rotwein genommen und habe Tomatenmark und einen Rindfleischwürfel hinzugefügt.

03.04.2020 07:28
Antworten
manegitta

Vielen Dank, bis jetzt schmeckt das Gulasch schon sehr gut, dann versuch ich mal noch ein wenig Farbe rein zu bringen :-). Das Bräunen im Rohr bei offenem Deckel hat bislang immer gut geklappt :D ich probiere aber auch gern mal andere Rezepte aus. LG Gitta

23.02.2020 10:59
Antworten
Regina180

... mit diesem Gulasch habe ich viele Pluspunkte bei meinen Kollegen gesammelt, die ich heute zum Jahresabschluss damit bekocht habe. In der Vorbereitung ist es schon viel Arbeit, köchelt aber ganz nebenbei (ohne anzubrennen) - quasi über Nacht - und wird butterzart. Als Fleisch hatte ich fast 6 kg Rinderhüfte, 4 kg Zwiebeln und dazu noch 4 Paprikaschoten. Danke für das Rezept Regina

28.12.2007 22:43
Antworten
schasti

Hallo, gestern gemacht, heute mittag wirds serviert. Es schmeckt hervorragend. Ich war bisher auch von der Fraktion "Gulaschfleisch erst mal anbraten" und bin angenehm überrascht! Hab das Gulasch aus 1 kg Wadschenkel, 1 kg flacher Schulter und 1,5 kg Zwiebeln bereitet, damit ist mein großer Creuset Bräter fast voll. Allerdings wundere ich mich über die lange Zeit, die Du zum Fleisch schneiden brauchst. Ich hab die zwei Kilo in 10 Minuten geschnitten. Die Sehnen und Häute lass ich ganz bewusst dran, die vergehen bei der langen Kochzeit und machen die Sauce noch sämiger. Der Hund hat diesmal Pech! Vielen Dank für das schöne Rezept, bei dem schon das Lesen großen Spaß macht. Liebe Grüße, Schasti

03.11.2007 11:56
Antworten
baunzelmaus

Hallo Schasti! Ich habe heute das Gulasch zum 1. Mal gemacht, und habe mir auch die Mühe gemacht, die Sehnen und das Fett rauszuschneiden (das ist wirklich sehr!!! zeitaufwändig). Da ich ca. 3 kg Jungbullen-Schulter im Ganzen hatte, waren auch die "Reste" ziemlich groß (d.h. ich hatte 3 größere Sehnen-Fett-Teile). Und weil ich ja ein sparsamer Mensch bin, hab ich mir gedacht, für die Soße kannst sie ja mit kochen. Und siehe da, ich habe gerade das Gulasch abgeschmeckt und fertiggemacht, und eben die 3 Teile einfach wieder rausgenommen: Die ganze Arbeit war m.E. vollkommen umsonst; die Sehnen sind voll butterweich. Ich glaube sogar, dass das Gulasch insgesamt saftiger ist, wenn die Sehnen im Fleisch bleiben. Beim nächsten Mal, wird das Fleisch einfach so wie es ist, in Würfel geschnitten; und es wird ein nächstes Mal geben *schleck*

02.06.2011 17:25
Antworten
Gelöschter Nutzer

...so und nicht anders gehört ein richtiges Saftgulasch,,,,DANKE!! lG Burgi

13.08.2007 07:17
Antworten
murzel

Hallo pizzicato, als ich Party-Gulasch las hatte ich schon befürchtet wieder auf eins dieser unsäglichen Party-Töpfe zu stoßen, wo das Fleich mit diversen Flaschen Ketchup o. ä. übergossen wird und alle sind immer ganz begeistert. Dein Rezept ist super, ich mache es fast genauso. Manchmal gebe ich beim Aufwärmen noch gehäutete Paprika dazu. LG Murzel

21.07.2007 14:19
Antworten