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Verfasser

Mitglied seit 12.01.2005
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Zutaten

Zwiebel(n)
1 Zehe/n Knoblauch
300 g Gulasch (Rind, Wadschinken), 2-3 cm groß gewürfelt
Paprikaschote(n), rote
Tomate(n)
250 ml Wein, rot
  Tomatenmark
 n. B. Öl oder Butterschmalz
 n. B. Brühe
  Salz und Pfeffer
  Paprikapulver
  Kümmel bei Bedarf
  Zucker
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Dieses Gulaschrezept wird alle erfreuen, die zwar gerne Gulasch essen, aber ungern Zwiebeln schneiden.

Es beginnt nämlich damit, dass man eine (ja, richtig gelesen) Zwiebel fein schneidet. Dann erhitzt man das Fett in einem Schmortopf und brät die Zwiebelstückchen sachte an. Gut rühren, es soll nichts braun werden.
Die Fleischwürfel kommen nach einiger Zeit dazu. Hitze etwas aufdrehen. Nun wirklich gut rühren, damit das Fleisch gleichmäßig angebraten wird, ohne Wasser abzugeben (das den Bratvorgang beeinträchtigen würde). Das Fleisch darf ruhig gut Farbe annehmen.
Als nächstes kommt das Tomatenmark dazu - drüber geben, gut verrühren, weiterrühren und weiter anbraten. Eine Prise Zucker kommt nun auch dazu. Hitze nun wieder dringend herunter drehen.
Hinweis: Tomatenmark verbessert jedes Gericht, wenn man es nicht einfach unterrührt, sondern kurz rösten lässt.
Nun das Paprikapulver dazugeben - Sorte nach Belieben und gewünschtem Schärfegrad und unterrühren. Wer mag, kann nun noch Kümmel dazugeben (muss aber nicht). Das Paprikapulver auf keinen Fall rösten lassen (es wird sonst bitter!) sondern gleich mit dem Rotwein ablöschen.
Einkochen lassen, dabei immer wieder einmal umrühren. Nun kommen die in kleine Würfel geschnittene Paprikaschote und Tomate dazu. Einfach unterrühren.

Und jetzt kommt der Punkt, an dem es sich entscheidet, ob ein Gulasch den seidigen Glanz bekommt, den es haben muss, damit auch das Auge übergeht beim Essen, oder ob es nur gut schmeckt.
Ganz langsam nach und nach mit Brühe aufgießen, immer nur einen Schöpflöffel voll. Einkochen lassen, dann wieder aufgießen. Und immer wieder rühren. Und das kann mindestens 1 bis 1 1/2 Stunden so weitergehen, im Idealfall nimmt man sich zwischen 2 und 3 Stunden Zeit (und entsprechend viel Brühe).
Das Fleisch wird immer butterweicher, je länger man ihm Zeit lässt.
Man schmort das Gulasch also zugedeckt bei ganz kleiner Hitze und gießt regelmäßig bei Bedarf auf. Und das ist, wie gesagt, eher oft. Ein gutes Gulasch braucht Zeit, und wer den Unterschied schon einmal gesehen und geschmeckt hat, weiß warum.
Aber Vorsicht - das Gulasch darf nicht ansetzen! Und das geht leider schnell. Sollte die Katastrophe passieren und es dennoch anbrennen, das Gulasch unbedingt sofort in einen anderen Topf umfüllen, damit die angebrannten Duft- und Geschmacksstoffe nicht ins Gericht einziehen können! Fortfahren wie gehabt.

Wenn der Hunger zu groß ist und/oder das Fleisch weich genug, als dass man es länger schmoren lassen könnte/müsste - mit Liebe servieren. Am besten auch noch mit einer guten Beilage. Spatzeln (Spätzle), Knödel, Kartoffeln, oder einfach nur gutes, kräftiges Brot oder eine schmackhafte Semmel (Brötchen) haben sich als passend erwiesen.

Zum Trinken eignet sich entweder der Rest vom hoffentlich guten Rotwein, der in den Topf gewandert ist, oder ein gepflegtes Bier.