Rotwein - Gulasch


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60 Min. normal 15.01.2007



Zutaten

für
1 Zwiebel(n)
1 Zehe/n Knoblauch
300 g Gulasch (Rind, Wadschinken), 2-3 cm groß gewürfelt
1 Paprikaschote(n), rote
1 Tomate(n)
250 ml Wein, rot
Tomatenmark
n. B. Öl oder Butterschmalz
n. B. Brühe
Salz und Pfeffer
Paprikapulver
Kümmel bei Bedarf
Zucker

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 1 Stunde
Dieses Gulaschrezept wird alle erfreuen, die zwar gerne Gulasch essen, aber ungern Zwiebeln schneiden.

Es beginnt nämlich damit, dass man eine (ja, richtig gelesen) Zwiebel fein schneidet. Dann erhitzt man das Fett in einem Schmortopf und brät die Zwiebelstückchen sachte an. Gut rühren, es soll nichts braun werden.
Die Fleischwürfel kommen nach einiger Zeit dazu. Hitze etwas aufdrehen. Nun wirklich gut rühren, damit das Fleisch gleichmäßig angebraten wird, ohne Wasser abzugeben (das den Bratvorgang beeinträchtigen würde). Das Fleisch darf ruhig gut Farbe annehmen.
Als nächstes kommt das Tomatenmark dazu - drüber geben, gut verrühren, weiterrühren und weiter anbraten. Eine Prise Zucker kommt nun auch dazu. Hitze nun wieder dringend herunter drehen.
Hinweis: Tomatenmark verbessert jedes Gericht, wenn man es nicht einfach unterrührt, sondern kurz rösten lässt.
Nun das Paprikapulver dazugeben - Sorte nach Belieben und gewünschtem Schärfegrad und unterrühren. Wer mag, kann nun noch Kümmel dazugeben (muss aber nicht). Das Paprikapulver auf keinen Fall rösten lassen (es wird sonst bitter!) sondern gleich mit dem Rotwein ablöschen.
Einkochen lassen, dabei immer wieder einmal umrühren. Nun kommen die in kleine Würfel geschnittene Paprikaschote und Tomate dazu. Einfach unterrühren.

Und jetzt kommt der Punkt, an dem es sich entscheidet, ob ein Gulasch den seidigen Glanz bekommt, den es haben muss, damit auch das Auge übergeht beim Essen, oder ob es nur gut schmeckt.
Ganz langsam nach und nach mit Brühe aufgießen, immer nur einen Schöpflöffel voll. Einkochen lassen, dann wieder aufgießen. Und immer wieder rühren. Und das kann mindestens 1 bis 1 1/2 Stunden so weitergehen, im Idealfall nimmt man sich zwischen 2 und 3 Stunden Zeit (und entsprechend viel Brühe).
Das Fleisch wird immer butterweicher, je länger man ihm Zeit lässt.
Man schmort das Gulasch also zugedeckt bei ganz kleiner Hitze und gießt regelmäßig bei Bedarf auf. Und das ist, wie gesagt, eher oft. Ein gutes Gulasch braucht Zeit, und wer den Unterschied schon einmal gesehen und geschmeckt hat, weiß warum.
Aber Vorsicht - das Gulasch darf nicht ansetzen! Und das geht leider schnell. Sollte die Katastrophe passieren und es dennoch anbrennen, das Gulasch unbedingt sofort in einen anderen Topf umfüllen, damit die angebrannten Duft- und Geschmacksstoffe nicht ins Gericht einziehen können! Fortfahren wie gehabt.

Wenn der Hunger zu groß ist und/oder das Fleisch weich genug, als dass man es länger schmoren lassen könnte/müsste - mit Liebe servieren. Am besten auch noch mit einer guten Beilage. Spatzeln (Spätzle), Knödel, Kartoffeln, oder einfach nur gutes, kräftiges Brot oder eine schmackhafte Semmel (Brötchen) haben sich als passend erwiesen.

Zum Trinken eignet sich entweder der Rest vom hoffentlich guten Rotwein, der in den Topf gewandert ist, oder ein gepflegtes Bier.



Kommentare

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cesarius1209

Ich habe deon Rezept genau so gekocht, es hat eine sehr schmackhafte Würze. Der Rotweingulasch ist sehr lecker. Lieben Dank. 🍀👍

23.05.2021 12:41
Antworten
garten-gerd

Hallo, eorann ! Ich habe für dein Gulasch zwar Fleisch vom Rindernacken anstelle vom Wadschinken verwendet, aber auch damit war das Ergebnis nach ca. 3 Std. Schmorzeit perfekt. Und zwar habe ich zu 730g Fleisch 500 ml Rotwein (Spätburgunder) und 400 ml Rinderfond aus dem Glas benötigt. Alle anderen Zutaten habe ich der Menge natürlich angepaßt und die Angaben zur Zubereitung genau eingehalten. Das war zwar ziemlich zeitaufwendig, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Vielen Dank für dieses tolle Rezept. Liebe Grüße, Gerd

19.01.2021 13:20
Antworten
eorann

Hallo Gerd, herzlichen Dank für den schönen Kommentar - ich freu mich, dass Dir das Gulasch gut gelungen ist :) Die Hochrechnung für den Rotwein finde ich sehr gut - da sollte man sicherlich nicht einfach 1:1 vorgehen und das Verhältnis wie von Dir angegeben klingt für mich sehr gut. Auch bei noch mehr Fleisch würde ich die Weinmenge dann nicht mehr sonderlich erhöhen. Ich habe heute übrigens bereits Dein wunderbares Foto zum Gericht entdeckt und danke Dir sehr dafür - genau so soll es aussehen. LG eorann

19.01.2021 13:36
Antworten
Webstar2508

Hallo zusammen, Ich esse sehr gerne Gulasch doch selbst in guten bürgerlichen Restaurants hat es nie so geschmeckt wie bei meiner Oma vor 25 Jahren. Das Rezept kommt dem traditionellen Gulasch was ich kenne so sehr nahe, das ich gestern beim nachkochen komplett begeistert war. Wirklich großen Respekt an die/den Autor/rin. Ich hab das Ganze noch mit etwas Senf verfeinert ansonsten komplett ans Rezept gehalten. Hat ca. 2,5 gekocht. Die Menge der Rinderbrühe beläuft sich in meinem fall auf ca 2 Esslöffel auf 1 Liter Wasser. War im Rezept nicht konkret beschrieben) Kleine Info noch: nach jedem probieren alle 30 Minuten wurde das Gulasch besser und intensiver, ergo, Ruhe bewahren. LG und vielen Dank für das tolle Rezept.

18.01.2021 12:54
Antworten
eorann

Hallo Webstar, danke für Dein positives Feedback, ich freu mich, dass es geschmeckt hat! Stimmt, die Flüssigkeitsmenge ist nicht beschrieben, ich hab das noch nie wirklich abgemessen... und hängt auch davon ab, wie sanft oder weniger sanft das Gulasch köchelt. Deine Info finde ich sehr wichtig und kann das nur ans Herz legen - immer fleißig kosten zwischendurch (und entsprechend lieber gleich mehr zubereiten :)) Danke und liebe Grüße eorann

18.01.2021 13:15
Antworten
Biddi

Hallo Eorann Finde Dein Rezept ganz hervorragend, bereite meinen Gulasch seit vielen Jahren fast genauso zu! Ich mache aber immer eine große Menge (mindestens 1 kg Rindfleich) und brate das Fleisch dann in Partien an . Wenn alle Zutaten im Topf sind ,gare ich das Ganze im Backofen bei relativ niedriger Temperatur - das Fleisch sollte gerade eben kochen ! Zum Schluss gebe ich noch etwas Sahne zu Biddi

05.01.2008 19:17
Antworten
Valdese

Hallo, habe das Rezept fuer einen in Frankreich lebenden Freund gekocht, der es sehr fein fand. Dank der guten Anleitung ist es sogar mir als Gulasch-Neuling und Nicht-Fleischesserin gelungen, etwas sehr sehr leckeres hinzubekommen. liebe Gruesse Claudia

19.10.2007 21:28
Antworten
eorann

Hallo Valdese! Danke für das Lob. Freut mich, dass sich der Aufwand gelohnt und das Ergebnis gefallen hat. lg, eorann

19.10.2007 22:06
Antworten
Schulzi83

Das Gulasch hat uns wirklich sehr gut geschmeckt, ich habe das Rezept lediglich durch ein wenig Majoran erweitert und die Paprika (mag ich nicht) weg gelassen. Schmeckt super frisch und ist zudem noch Figurfreundlich!

02.09.2007 18:16
Antworten
eorann

Merci vielmals! :) Freu mich sehr, dass Du das Rezept ausprobiert hast und es euren Geschmack getroffen hat. Majoran geb ich gerne in die Gulaschsuppe, bei diesem Gulasch hab ich es noch gar nie ausprobiert! Werd ich aber nächstes Mal machen, passt auf jeden Fall - danke für den Tipp! Paprika weglassen, wenn man sie nicht mag, ist eine gute Idee *g - ich kenn das, aber bei mir beschränkt es sich witzigerweise auf grüne Paprika. Pulver blieb drin oder auch weg? - ohne Pulver könnt ich mir ein Gulasch dieser Art dann doch schwer vorstellen. lg, eorann

03.09.2007 21:04
Antworten