Pas'cha


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45 Min. normal 24.12.2006 10291 kcal



Zutaten

für
2 ½ kg Quark (Magerquark)
5 Eigelb
500 g Zucker
500 g Butter, weiche
2 Vanilleschote(n), davon das Mark
200 g Mandel(n), gehackte
50 g Mandel(n), geschälte, ganze

Nährwerte pro Portion

kcal
10291
Eiweiß
392,23 g
Fett
708,14 g
Kohlenhydr.
587,36 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Ruhezeit ca. 12 Stunden Gesamtzeit ca. 12 Stunden 45 Minuten
Magerquark in ein Geschirrhandtuch oder eine Windel einschlagen. In ein großes Sieb legen und über Nacht zum Abtropfen über einer Schüssel hängen lassen (im Ursprungsland dieser Speise, in Russland, gibt es dafür speziell vorgefertigte Holzformen).
Es ist sehr wichtig, dass die Quarkmasse möglichst wenig Wasser enthält, das begünstigt die spätere Schnittfestigkeit der Speise.

Zucker und Eigelb schlagen, die Butter hineingeben. Dann den Quark, Vanillemark und gehackte Mandeln hinzugeben. Alles ordentlich vermengen.
Es muss sich eine zähe Masse ergeben, aus der sich mit einem glatten Messer oder Teigschaber eine kleine Pyramide formen lässt (ca. 20 cm x 20 cm x 20 cm), welche auf einem flachen Teller serviert wird. Die Pyramide kann nun mit einigen ganzen, geschälten Mandeln garniert werden.

Am besten wird die Pas'cha nun noch ein paar Stunden kühlgestellt, damit sich die Konsistenz weiter verfestigt.
Serviert wird in kleinen Portionen, da die Speise sehr kalorienreich ist.

Pas'cha ist eine russische Osterspeise. In Russland wird diese traditionelle Speise am Ostersonntagmorgen in die russisch-orthodoxe Kirche getragen, dort vom Popen gesegnet und zu Hause feierlich gegessen.

Variation zur Entwässerung des Quarks: Das Entwässern des Quarks auf oben beschriebene Weise (und die damit verbundene spätere Festigkeit der Pyramide) reicht mir normalerweise nicht aus.
Entweder presse ich den gut in Geschirrhandtücher eingewickelten Quark per Muskelkraft mehrmals über einem Abtropfsieb aus. Das ist zuweilen recht kräftezehrend. Oder ich schlage den Quark in 2 Lagen Geschirrhandtücher, welche ich sehr fest verknote. Wirklich sehr fest.
Dann kommt diese ganze Kugel in die Waschmaschine und wird ein paar Minuten (5-10 Minuten sollten ausreichen) im normalen Schleudergang unter Beobachtung vorsichtig geschleudert. Wirklich vorsichtig, da sich die Knoten der Handtücher nicht lösen dürfen (wenn sie es doch tun, dann besteht die Gefahr, dass sich der gesamte Quark ins Trommelinnere verteilt, und das wollen wir vermeiden)! Außerdem bedeutet diese schwere Kugel für die Waschmaschine ordentlich Arbeit.
Wenn man das Ganze vorsichtig und unter Beobachtung tätigt, sollte eigentlich nichts passieren. Die Belastungen durch die entstehende Unwucht sollte jede gut gedämpfte Waschmaschine eigentlich anstandslos verarbeiten.
Am Besten gibt man gleich zu Anfang noch ein paar weitere Handtücher o.ä. in die Maschine, um die entstehende Unwucht zu vermindern und die Quark-/Handtuch-Kugel weniger in der Trommel "tanzen" zu lassen.
Sollte die Unwucht dennoch zu groß sein, dann bitte abbrechen, die Belastung für die Maschine könnte zu groß sein.
Schlussbemerkung: Ich entwässere den Quark auf diese Weise schon seit Jahren und bisher ist noch nie ein Unglück passiert.

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heike_walta1

Ich mache diese Osterspeise seit vielen Jahren nach einem Rezept meiner Babi=Uroma: Ich verrühre alle Zutaten (Quark, flüssige Sahne, Zucker, Vanille, Eigelbe, flüssige Butter und Rosinen), gebe ein Geschirrtuch in einen Blumentopf, gebe die Masse hinein, binde das Geschirrtuch oben fest zu und stelle den Blumentopf zum Ablaufen in eine Schüssel ins Kühle. Ich mache das immer am Karfreitagabend, dann ist die Masse am Ostersonntag gut abgetropft und standfest, man muss die Sache halt vorsichtig auf einen Teller stürzen und dann das Geschirrtuch abziehen. Deko nach Wunsch.

13.04.2020 14:44
Antworten
BrokenCross

Hallo, sehr sättigend und wahnsinnig lecker! Mittlerweile ist dieses Rezept nicht nur zu Ostern ein Muss für uns. Zum Entwässern verpacke ich je eine Packung à 500 Gramm Quark in eine Windel, lege sie auf eine Unterlage (Backblech, Schüssel) und lasse das Ganze 3 Tage an einem kühlen Ort ruhen. Danach ist der Quark schön fest zur Weiterverarbeitung. Zurzeit lagert passend vor Ostern wieder Quark im Keller und ich kann es schon kaum erwarten. Vielen Dank für dieses absolut tolle Rezept! Liebe Grüße

29.03.2018 00:52
Antworten
räuber-tochter

Hallo, also zu der Frage wegen den rohen Eiern...: diese Pascha zu essen, ist genauso "gefährlich" wie ein Tiramisu zu verspeisen. Da sind nämlich auch rohe Eier drin. Also auf die Frische der Eier achten und bis zum Verzehr kühl aufbewahren, dann kann nichts schief gehen! LG

04.03.2016 21:28
Antworten
Biiine

Das würde mich auch interessieren... Wie sieht es mit Salmonellen aus, weil die Eier ja roh sind??? :(

01.03.2016 08:32
Antworten
LaPapillonne

immer diese brüller..... >:(

02.12.2017 02:15
Antworten
rudi78

Danke für diesen sündigen, leckeren Tipp. Ist sehr gutangekommen werde es bestimmt wieder machen!!! Gruß rudi

06.02.2008 17:18
Antworten
JohannPeter

Hallo, danke für das schöne Rezept bei Chefkoch, bald kommt wieder Ostern, wir machen die Pas -cha seit Jahren nach einem Rezept meiner Großtanten, welche bis 1918 in Moskau gelebt haben, unser Ansatz ist ähnlich aber halb, wir nehmen die ganzen Eier, verfüssigte Butter und zusätzlich 1 Becher saure Sahne sowie zusätzlich 100 g Korinthen und 150 g Rosinen und evtl. 100 g Succade dazu, lassen Vanille und ganze Mandeln weg. Das ganze wird vermengt und kommt in ein Tuch. dann in einen konischen (Plastik-)Blumentopf mit Loch, ein Stein o.ä. darauf zum beschweren, dann 2 Tage abtropfen lassen. Die Holzformen haben wir trotz großer Mühen nicht besorgen können bisher, vielleich kann jemand helfen. Dazu gibt es Kulitsch (Hefegugelhupf mit Mandeln und Rosinen) und Ostereier. Grüße aus Hannover Peter

29.11.2007 17:12
Antworten
bornemann

Anmerkung -------------- Portionierung: Bei den angegebenen Mengenangaben für die Zutaten habe ich mich an unser Familienrezept gehalten, welches an eine 4-5 Personen umfassende Familie adressiert ist. Bei weniger Personen sollten die für die Zutaten angegebenen Mengen somit passend nach unten korrigiert werden. Da Pas'cha i.d.R. im Familienkreis und auf die Ostertage verteilt gegessen wird (Reste wieder im Kühlschrank lagern) und ggf. auch zum Osterbrunch oder Osterkaffee mit Bekannten oder Freunden geteilt werden kann, dürften die im Rezept angegebenen Mengenangaben angemessen sein. Der Verfasser

07.04.2007 14:23
Antworten
drant0n

sehr lecker, wirklich - man kann fast nicht aufhoeren, obwohl dieses Dessert extrem gehaltvoll ist. Zur Portionierung: Die hier angegebene Menge reicht als Nachspeise fuer zumindest 25-30 Personen (ausser man will die Gaeste maesten). Wir haben auch die Variante mit der Waschmaschine probiert, allerdings konnten wir nachher immer noch mit Muskelkraft viel Fluessigkeit rauskriegen. Mein Tip daher: von Anfang an mit Muskelkraft, allerdings immer mit kleineren Portionen (zB 0,5kg in ein Tuch eingeschlagen) arbeiten. Spart Zeit & Sorgen um die Waschmaschine ;-)

31.03.2007 16:34
Antworten
carlottas

... sehr lecker! Neulich hat mein Liebster diese "Sünde" für uns gezaubert und ich muss sagen: Nach 24 Stunden im Kühlschrank war das der Oberhammer (Warten lohnt sich also...) Auf die Waschmaschinen-Variante haben wir allerdings auf meinen Wunsch hin verzichtet... ;-)) Vielen Dank für dieses Rezept; eine echte Bereicherung!

26.03.2007 15:42
Antworten