Omas Lebkuchen - ein sehr altes Rezept


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Teig im Oktober ansetzen - im Dezember backen

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30 Min. normal 04.03.2006 4589 kcal



Zutaten

für
250 g Honig
250 g Rohrzucker, braunen
100 g Butter oder Margarine
1 Pck. Lebkuchengewürz
1 Zitrone(n), davon die abgeriebene Schale
500 g Mehl
2 EL Backkakao
2 Ei(er)
12 g Pottasche (etwa 1 geh. TL)
2 cl Kirschwasser

Nährwerte pro Portion

kcal
4589
Eiweiß
71,77 g
Fett
105,59 g
Kohlenhydr.
809,90 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Ruhezeit ca. 45 Tage 12 Stunden 15 Minuten Koch-/Backzeit ca. 20 Minuten Gesamtzeit ca. 45 Tage 13 Stunden 5 Minuten
Honig und Zucker erwärmen. Unter Rühren das Fett, die Gewürze und den Zitronenabrieb dazugeben. Vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.

Nach und nach die Honig-Zucker-Masse mit dem Mehl und dem Kakao verrühren und gut verkneten. Eier leicht verquirlen und unter den Teig mischen. Pottasche behutsam im Kirschwasser verrühren, gut auflösen und unter den Teig mischen.

WICHTIG:
Den Teig während der Zubereitung nicht lange stehen lassen, denn er wird sonst fest und lässt sich kaum noch bearbeiten.
Solange kneten und mischen, bis er nicht mehr klebt und glatt und glänzend ist. (Möglich, dass man noch etwas Mehl hinzugeben muss)
Am besten, man setzt die Knethaken des Handmixers ein, oder besser noch die Küchenmaschine. Oma hat die ganze Prozedur des Knetens Opa überlassen.

Eine Kugel formen und den Teig mindestens 1 Nacht lang ruhen lassen. Aber wie oben empfohlen, die Lebkuchen schmecken erst richtig gut, wenn man den Teig 2 Monate "in Frieden" lässt .

Vor dem Ausrollen nochmals richtig fest durchkneten und dann auf bemehlter Fläche fingerdick ausrollen.
Mit Hilfe einer Schablone (Opa durfte sie anfertigen) oder mit einem Herzausstecher den Teig ausschneiden. Diese Gebilde nochmals 1 - 2 Stunden ruhen lassen.
Auf Backpapier (oder leicht gefettetes, bemehltes Blech) im vorgeheizten Ofen, mittlere Schiene, backen.
Hin- und wieder die Farbe prüfen, denn der Lebkuchen darf nicht zu dunkel werden, sonst schmeckt er bitter. Die Hitze evtl. reduzieren.
Backzeit etwa 20 Minuten bei 180 - 200 °C. Heißluft etwas weniger, Gas Stufe 2 - 3

Die Menge reicht für ein normales Blech. Lebkuchen sofort auf einem Rost auskühlen lassen. Wenn die Oberfläche glänzen soll, dann kurz vor Backzeitende mit Zuckerwasser bestreichen. Ansonsten die abgekühlten Lebkuchen mit Zuckerglasur verzieren.
Wer mit Mandeln verzieren möchte, sollte diese schon vor dem Backen leicht in den Teig drücken.

Oma hatte am liebsten Herzen, die sie nach dem Abkühlen mit Haselnussglasur (Fertigprodukt) bepinselte. In die Mitte setzte sie zur Dekoration eine Schokoladenmokkabohne oder ein silbernes Zuckerkügelchen.
Natürlich gab es für uns Kinder zusätzlich diesen typischen Nikolaus, der mit einem Oblatenbildchen versehen war. (Deshalb musste Opa auch die Schablone anfertigen).
Wie Oma Frieda diese Bildchen speziell befestigte weiß ich nicht. Vermutlich mit einer Paste aus Puderzucker und Wasser.

Der Geschmack ist sehr typisch wie früher die Lebkuchen geschmeckt haben. Leicht herb, ähnlich diesen verzierten Lebkuchenherzen auf dem Jahrmarkt, aber natürlich um einiges besser.

Möglich, dass der Lebkuchen steinhart wird, dann sollte man ihn an feuchter Luft, oder zusammen mit einem angeschnittenen Apfel aufbewahren. Dadurch wird er wieder butterweich.

Wichtig:
Bei allen zusätzlich auftretenden Fragen bitte zuerst folgenden Link aufrufen:
https://www.chefkoch.de/forum/2,36,538452/Omas-Lebkuchenteig-jetzt-ansetzen-im-Dezember-backen-Teil-4.html

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Kommentare

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Schoko1802

Leider hab ich das Rezept zu spät entdeckt, und den Teig nur 2 1/2 Wochen gelagert. Sie schmecken super und der Teig war super zu verarbeiten und gar nicht klebrig. Allerdings sieht sie mir auch sehr hoch gegangen. Dafür aber auch nicht hart und nicht zu weich. Form erkennt man noch :-) Nächstes Jahr mach ich den Teig im Oktober 😉 Ach im übrigen hab ich auch Dinkelmehl genommen, aber hab gelesen eine hat dann 600 g genommen. Ich nur 500. Teig war perfekt. Danke für das Rezept!

20.12.2022 01:15
Antworten
lone_bohne

Das freut mich. Dinkelmehl kann man selbstverständlich auch nehmen. Gut, dass Du Dich an die Mehlmenge gehalten hast, denn nach der Ruhezeit ist der Teig kaum noch klebrig, und wer zu viel Mehl dran gibt, erhält dann leider auch ein relativ trockenes Gebäck.

20.12.2022 08:36
Antworten
graciellaschulz

5 Sterne!! ich habe das rezept vor ein einhalb monaten gemacht, hat schon mal super gewirkt. die hälfte habe ich gebacken, den rest in einem mehrweg. beutel im keller aufbewahrt. gerade habe ich es gebacken, es schmeckt noch viel besser! und auch er geruch hat sich sehr stark verstärkt!

18.12.2022 14:01
Antworten
lone_bohne

Ja nichtwahr, es hat schon seinen Grund, weshalb der Teig so lange reifen soll. Schön, dass es so gut geklappt hat und danke für's Feedback 😊

18.12.2022 15:23
Antworten
lone_bohne

Vielen Dank, das ist schön zu hören 😊

14.12.2022 20:06
Antworten
lone_bohne

Das würde mich freuen, Dankeschön und LG lone_bohne

10.01.2009 14:27
Antworten
lone_bohne

Also meine Oma wurde nicht im Mittelalter sondern Ende des 19. Jahrhunderts geboren und sie hat die Lebkuchen auch nicht erfunden, da dürfen die Mönche ganz beruhigt im Grab bleiben, sofern überhaupt noch was von ihnen übrig ist.

06.11.2019 14:28
Antworten
lone_bohne

Liebe Tanja, danke für deine gute Beurteilung. Spätestens in einigen Monaten wird dein Kommentar wieder hoch geschätzt werden. LG lone_bohne

05.03.2006 12:14
Antworten
karaburun

Uiiii.... endlich ist es auch freigeschaltet... Dazu kann ich nur sagen: super einfach in der Herstellung und auch genial geschmeidig bei der Verarbeitung. Und der Geschmack: perfekt!! Nachdem ich Dein Rezept ja schon zur letzten Weihnachtssaison ausprobiert habe, kann ich nur jedem, der bisher einen heiden Respekt vor Lebkuchen hatte, dieses Rezept vollstens empfehlen. Sogar das Kirschwasser kann man getrost durch Rum ersetzen. Da habe ich keinen grossen Unterschied geschmeckt. lg Tanja

05.03.2006 12:02
Antworten
ursel93

ich will mich jetzt daran machen, für so lange "stehzeit" nicht früh genug, aber ich wage es. Sie kommen dem Rezept meiner Mama (Jahrgang 1908 und leider verstorben, ich kann sie also nicht fragen) aus der Erinnerung sehr nahe. ich werde berichten.

04.11.2014 18:39
Antworten