Alter englischer Cider

Alter englischer Cider

Planen Speichern  Rezept speichern  Speichern

Old english Cider, wie in einem ländlichen Pub in Südengland

Durchschnittliche Bewertung: 0
 (0 Bewertungen)
Perfekt
Sehr gut
Ganz gut
Ausbaufähig
Mangelhaft
Rezept bewerten

Vielen Dank!

Du hast das Rezept bereits bewertet.

Melde dich an und bewerte das Rezept.
Jetzt anmelden

120 Min. normal 15.11.2021



Zutaten

für
12 Liter Apfelsaft
6 Liter Birnensaft
700 ml Wasser
1.020 g Rohrzucker, braun
120 g Ingwer, frisch
3 Beutel Tee, schwarzer
4 EL Zitronensaft, frisch
4 EL Orangensaft, frisch
10 ml Reinzuchthefe Rasse "Steinberg" für die Hautgärung
10 g Hefenährsalz
n. B. Lebensmittelzusatzstoff (Natriumhydrogensulfit - E 222)

Außerdem: (für die Flaschengärung)

n. B. Zucker
10 ml Reinzuchthefe Rasse "Portwein" für die Fass- oder Flaschengärung

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 2 Stunden Ruhezeit ca. 42 Tage Koch-/Backzeit ca. 15 Minuten Gesamtzeit ca. 42 Tage 2 Stunden 15 Minuten
Hefestartansatz:
Eine saubere 0,5 l Flasche mit 0.3 l Wasser und einem 1/2 TL Zucker sowie der gewünschten Hefekultur füllen, verschließen und solange schütteln bzw. schwenken, bis der Zucker aufgelöst ist. Einen Wattepfropfen in den Flaschenhals stecken und 24 - 48 Stunden an einem 20 - 25 °C warmen Ort gären lassen.

Hauptgärung:
Ingwer ungeschält in dünne Scheiben schneiden. In 400 ml Wasser 15 Min kochen und anschließend drei Beutel schwarzen Tee hinzuführen. Mindestens 10 Min ziehen lassen, dann durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.

Diesen Sud und alle anderen Zutaten sowie den Hefestartansatz in den Gärballon füllen. Zucker durch Schwenken des Ballons auflösen. Das Gärröhrchen mit Natriumhydrogensulfitlösung (s. Anmerkung) befüllen (aber nicht zu voll!), aufsetzen und den Ballon in einen warmen Raum stellen (ca. 20 - 25 °C).

Nach ca. 24 - 36 Stunden bildet sich Schaum auf der Oberfläche und die Gärung hat begonnen. Nach etwa 3 Wochen ist die Hauptgärung beendet. Dann bewegt sich das Gärröhrchen nicht mehr.

Zwischendurch immer wieder den Flüssigkeitsstand im Gärröhrchen kontrollieren. Bei Überschäumen oder Austrocknung sofort das Gärröhrchen ausspülen, desinfizieren und neu befüllen, sonst können Schadhefen oder Bakterien aus der Luft eindringen und den Ansatz vernichten. Während der Reinigung den Gärballon mit Watte verstopfen!

Nachgärung/Klärung:
Nach dem Ende der Hauptgärung ca. 2 - 6 Wochen warten, bis der größte Teil der sich bildenden Hefe sich am Boden des Gärballons gesammelt hat und die Flüssigkeit einigermaßen klar ist. Dafür den Gärballon am besten in einen kühleren Raum (Keller) stellen.

Flaschengärung:
Eine Starterkultur mit Portweinhefe ansetzen und stehen lassen.

Nach 24 Std. den Cider per Schlauch in ein 2. Gefäß (z. B. 20 l Eimer) von der Hefe abziehen. Ein sauberes Küchenhandtuch zum Abdecken verwenden.

Dem Cider nun pro Liter einen halben, gestrichenen Teelöffel Zucker zugeben sowie den Startansatz für die Flaschengärung zusetzen und durch Rühren auflösen. Nun sofort alles per Schlauch in die vorbereiteten Flaschen abziehen (die Hälse zu 2/3 frei lassen). Alles in den mit Gummidichtungen verschlossenen Flaschen im Kasten stehend noch ca. 2 - 3 Wochen nachgären lassen.

Gut kühlen und servieren. Beim Einschütten ins Glas die abgesetzte Hefe möglichst gut abdekantieren.

Wenn man die Arbeitsschritte aber genauso und in der vorgegebenen Reihenfolge umsetzt und man keine Zutat weglässt oder ersetzt, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.

Anmerkung: Alle verwendeten Gerätschaften, mit Ausnahme der Bierflaschen, sind unbedingt unmittelbar vor ihrem Einsatz wie folgt zu sterilisieren.
Heiß mit Spülmittel ausspülen, dann mit klarem Wasser ausspülen. Nun etwas Sterilisationslösung (15 g Natriumhydrogensulfit in 1 Liter kaltem Wasser aufgelöst) hineingeben und durch Schwenken alle Flächen benetzen, die mit den Zutaten in Berührung kommen. Zum Schluss mit klarem Wasser nachspülen.

Benötigte Gerätschaften:
1 Gärballon mit 25 l Inhalt
1 Eimer aus lebensmittelechtem Kunststoff mit 20 l Inhalt
1 Rührpaddel aus lebensmittelechtem Kunststoff
40 gespülte und im Ofen bei 150 °C 30 Min. sterilisierte Bierflaschen ohne Etikett mit
Kippbügelverschluss. Gummis vorher abnehmen und wie oben sterilisieren
1 Aquaristikschlauch, ca. 1 cm Durchmesser, 3m lang
1 Plastiktrichter, um alle Zutaten in den Gärballon zu füllen
1 Gärröhrchen mit zum Ballon passenden Gummipfropfen
1 Pck. Wattepads aus der Drogerie

Planen Speichern  Rezept speichern  Speichern



Kommentare

Dein Kommentar wird gespeichert...

Dein Kommentar wurde erfolgreich gespeichert.

Dein Kommentar konnte nicht gespeichert werden.

FeldkochTHW

Noch ein paar hilfreiche Bemerkungen zur Geräteliste: - Unter lebensmittelechtem Kunststoff wird allgemein Polyethylen oder Polypropylen verstanden, da diese Kunststoffe keine Weichmacher enthalten und ungefärbt sind, das heißt, sie keine geben keine Substanzen an die darin gelagerten Lebensmittel ab und sind in einem bestimmten pH-Bereich sowohl Säure- als auch Basenresistent. Aquaristikschläuche haben die gleichen Eigenschaften, enthalten aber meist noch einen völlig ungiftigen, unlöslichen, grünen organischen Farbstoff. Gefärbte Plastikmülleimer mit Deckel aus dem Baumarkt oder Gummischläuche sind NICHT für die Bier, Wein und Ciderherstellung geeignet! - Gärröhrchen, Aquaristikschlauch und Hefenährsalz, sowie die benötigten Reinzuchtweinhefen sind im Internet bei diversen Online Händlern erhältlich oder in manchen Drogerien oder Apotheken bzw. Tierfachgeschäften beim Aquaristikschlauch. -Die Anschaffung der Gerätschaften lohnt sich, denn man kann sie auch zum Bierbrauen verwenden :-) Allgemein möchte ich jedem, der sich näher mit den Hintergründen der Wein und Sektherstellung beschäftigen möchte, den Erwerb eines Buches, das sich mit dem Thema Heimweinbereitung und Mostherstellung im Haushalt beschäftigt, ans Herz legen. Neben vielen Rezepten enthalten Werke dieser Art auch viele Tabellen, Berechnungen und Erklärungen, die ausgesprochen hilfreich sein können, wenn man abweichend vom Rezept etwas experimentieren möchte. Wer zu diesen Anmerkungen Fragen hat, schreibt mir bitte eine persönliche Nachricht, denn ein Rezept ist keine Diskussionsplattform. LG Frank

19.11.2021 15:55
Antworten