Odenwälder Schweinepfeffer


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30 Min. normal 21.07.2005



Zutaten

für
½ Liter Blut (Schweineblut), frisch
1 Liter Wurstbrühe oder selbst hergestellte Schweinbrühe
1 Scheibe/n Brot(e) (Roggenbrot), ca. 10-cm-dick, fein gewürfelt
Salz und Pfeffer
1 kleine Zwiebel(n)
evtl. Essig
Muskat und Nelken, gemahlen
1 Lorbeerblatt
Knochen, nur wenn man die Brühe selbst herstellt
Mehl (Roggenmehl)

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Gesamtzeit ca. 30 Minuten
Dieses Gericht ist nicht jedermanns Sache, es ist eine ortstypische Zutat zu einem Schlachtfest. Die Herstellung kann man auf zweierlei Arten tätigen.

Die erste Variante lässt sich am einfachsten bei einem Schlachttag im eigenen Hause anfertigen, hierzu nimmt man die Brühe aus dem Wurstkessel.

Sollte dies nicht der Fall sein, (Variante 2) so nimmt man Schweinefleisch, ausgebeinte Knochen, 1 kleine Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, 1-2 ganze Nelken und Salz und kocht alles im Wasser so lange bis, das Fleisch gar ist. Dann nimmt man das Fleisch und Knochen heraus und seiht die Brühe durch ein Sieb.

Zur weiteren Vorbereitung wird ca. 10–12 cm vom Roggenbrot in Scheiben geschnitten und fein gewürfelt, anschließend die Brotwürfel in einen Topf geben und mit der Brühe soweit auffüllen, dass das Brot gerade bedeckt ist, Das Brot weichen lassen und anschließend mit einem Schneebesen, Mixer oder Mixstab fein zerschlagen, es muss sehr sämig sein, evtl. noch etwas Brühe auffüllen. Diese Masse wird nun wieder erhitzt. Nun werden zu dem frischen Schweineblut die Gewürze (mit dem Nelkenpulver vorsichtig umgehen) und das Roggenmehl (evtl. ein wenig Essig) beigemischt und durch ein Sieb in die Brotmasse langsam eingerührt, das Ganze muss aber kräftig im Topf gerührt werden. (Am besten ist es, wenn man dazu zu Zweit ist.) Aufkochen lassen und nun solange weiter rühren, bis der Schweinpfeffer eine dunkelrotbraune Farbe hat. (Der Schweinepfeffer muss leicht wie ein Schokoladenpudding aussehen.)

Bei uns im Odenwald wird dazu aus dem Schlachtkessel die frischen Leber- und Blutwürstchen, Wellfleisch und Sauerkraut sowie Roggenbrot (in manchen Gegenden auch Salzkartoffel) und frischer Apfelwein und anschließend ein gutes Obstwässerchen gereicht.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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surkania

Hallo Das gabs bei meiner Oma immer und ist legga . Habs selber noch nicht gekocht . In Handschußheim bei Heidelberg bekommt man das Gericht auch in der Gaststätte Rose . Zumindest als wir da waren . L.g andrea mit fam

08.05.2012 11:43
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TBeaker

Gude, des ist bei uns ganz klassische Schwazbrüh. Super legger. Gibt es auch in Burgholzhausen im Darmstädter Hof. Jetzt fängt da wieder die Schlachtessenzeit wieder an. Sooooooo legger. Beste Grüße

18.11.2010 10:51
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Laby

Hallo Ulrike, gebackenes Blut gilt hier in Oberfranken auch jetzt noch als Spezialität (Deine Vermutung zur Nähe von Tschechien stimmt also). Hier bei uns nennt man es Schwaaß. Dazu serviert man Sauerkraut und Püree. Ich hab's einmal selbst gemacht. War etwas aufwendig, denn woher bekommt man erst mal Schweineblut? Da mich der Geschmack nicht begeistert hat, habe ich es seither nie mehr zubereitet. Das Rezept liegt hier aber noch irgendwo. LG Laby

12.12.2009 00:34
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hobbyko

Hallo Ulrike, ja diese Gaststätte kenne ich auch, wo Du es auch noch essen kannst wären folgende Gasstätten, "Blaue Hand" in Groß Bieberau, "Burg Schnellerts" in Nieder-Kainsbach und "Zum Reichenberg" in Gersprenz, am besten Du suchst Dir die Telefonnummern und fragst nach dem nächsten Termin. Bei der zuletzt genannten Gasstätte wird es wohl wieder Ende Januar sein, aber da mußt Du einen Tisch vorbestellen, da ist die Hölle los. Gerne nehme ich auch Dein Rezeptangebot an, schicke es mir per KM. Liebe Grüße Hobbyko

26.11.2008 10:58
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UlrikeM

Boa, mein Lieber, das kenne ich und liebe es. So in den späten 70er Jahren sind wir dafür extra nach Ernsthofen in die Sonne gefahren. Das war der einzige Ort, den ich kenne, an dem es zur Schlachtplatte diese Blutsauce dazu gab. Für einen Privathaushalt ist die Herstellung schon etwas aufwändig, wer hat schon Metzelsupp...brrr und frisches Blut. Vielleicht hast du aber eine Adresse für mich, wo man so was essen kann? Denk bitte dran, dass ich zwischen Darmstadt und Frankfurt wohne, also keine Weitreisen..lach.. Lieben Gruß Ulrike Wenn du Interesse hast, meine Schwiegermutter hatte immer mal gebackenes Blut gemacht. Das muss ein Rezept aus der Tschechei sein. Das war immer soooo gut und luftig, wir haben ihr Kochbuch geerbt.

25.11.2008 22:34
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