Thüringer Klöße


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oder Grüne Klöße

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90 Min. pfiffig 14.06.2005



Zutaten

für
2 kg Kartoffel(n), mehlig kochende
1 Brötchen, gwürfelt, in Butter geröstet
etwas Butter
Kartoffelstärke
Salz

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde 30 Minuten Gesamtzeit ca. 1 Stunde 30 Minuten
Man schält die Kartoffel und nimmt 2/3 der Masse, reibt sie zu Schab und presst sie aus. Den Saft mit der Stärke fängt man auf und lässt die Stärke sich absetzen. Dann schüttet man das Wasser ab und lässt die Stärke trocknen. Wenn sie trocken ist, wird sie mit einem Nudelholz aufgelockert und später wieder verwendet.

Aus dem anderen 1/3 der geschälten Kartoffeln wird ein dünner Kartoffelbrei mit Wasser zubereitet und unter die rohen Kartoffelmasse gegeben. Man gibt Salz und Kartoffelstärke unter die Pressmasse und der Kartoffelbrei wird untergehoben. Die gesamte Masse muss eine gute Konsistenz haben.

Dann werden Klöße geformt und es kommen in die Mitte Weißbrotwürfel (Brötchen), welche in einer Bratpfanne und in Stücke geschnitten schön goldgelb gebraten wurden.

Beim Formen sollten die Hände unter laufendem Wasser immer schön angefeuchtet werden. Die so geformten Klöße geben wir dann in einen großen Topf mit siedendem Wasser, welches mit Salz angereichert wurde, ca. 1 TL Salz. Kurz aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme ca.10-15 min. ziehen lassen. Wenn die Klöße oben schwimmen, sind sie gut.
Dann nimmt man sie aus den Topf mit einer Schaumkelle heraus und kann sie gleich auf den Teller geben, um sie mit 2 Gabeln etwas auseinander zu machen.
Dazu gibt man einen guten Braten, wie Rouladen, Wild, Gans oder Ente. Es passt auch Gulasch dazu. Und natürlich darf dann das Rotkraut nicht fehlen.

Oder:

Man hat, wie ich, gefrorenen Kartoffelschab aus Heichelheim zur Verfügung, der nur aufgetaut werden muss und schon geschwefelt ist und die Klöße schön weiß macht. Der Schab wird mit 500 g gekochten Kartoffeln, welche zu einen Kartoffelbrei gekocht werden untersetzt. Also durch eine Kartoffelpresse und das gekochte Wasser dazu (ca.0,5 l Kochwasser) und daraus einen Kartoffelbrei herstellen und unter den aufgelockerten Schab gemischt.
Die wie oben beschriebenen Weißbrotwürfel (Brötchen) in die Mitte geben und ebenfalls wie oben beschrieben zu Klöße formen. Jetzt werden die Klöße in kochendes Wasser, mit Salz, gegeben und ca. 10-15 min. ziehen lassen. Wenn sie oben schwimmen, sind sie fertig.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Kräuterjule

Wie man den Kartoffelbrei macht, ob mit Kochwasser oder frischem Wasser ist egal. Der Kartoffelbrei sollte nicht zu flüssig sein, also nach Gusto. Das die Thüringer Klöße nicht einfach sind weiß ich. Man muss ein Händchen dafür haben. Bei vielen werden sie am Anfang zu weich und sie fallen auseinander, dann eine Probe ins Kochwasser geben und Kartoffelmehl zugeben, zur Bindung. Oder sie werden zu hart und sind nicht fluffig genug. Wir Thüringer sagen dann, dass es Zementkllöße sind. Nur die Übung macht den Meister und ich mache sie schon Jahrzehnte. als Thüringerin und habe Erfahrungen damit. In diesem Sinne gutes Gelingen. am Rezept liegt es nicht. VG

12.11.2019 23:12
Antworten
Stefannetzer

Dieses Rezept habe ich zweimal probiert nachzukochen. Leider sind die Klöße immer wieder auseinander gefallen. Die Lösung habe ich dann in einem Video gefunden. Das Kochwasser vollständig weggießen und dann die gekochten Kartoffeln durch eine Presse geben.

09.11.2019 20:04
Antworten
yatasgirl

Hallo Heute gab es deine Klöße, sie haben uns sehr gut geschmeckt Danke für das Rezept Liebe Grüße yatasgirl

13.10.2019 20:45
Antworten
steerpike68

Habe jetzt vor und zu den Feiertagen die Klöße die ersten Male für meine nordwestdeutsche Partnerin und mich selbst gemacht. Als 50jähriger Thüringer im "niederrheinischen Exil", der "zu Hause" immer nur bekocht wurde, wusste ich immerhin, wie sie aussehen und schmecken müssen. Dank deines Rezepts, Ratschlägen meiner Mutter und den Anweisungen auf der Schabtüte, ging es dann ganz gut und immer besser und sie werden jetzt so, wie ich sie kenne und liebe. Wenn früher immer nur eingefrorene "Roster" von den gelegentlichen Heimatbesuchen mitgebracht wurden, so sind jetzt eben noch ein, zwei Schabtüten dabei! Verarbeite dann zweimal genau die Hälfte, weil es sonst zu viele Klöße auf einmal werden.

05.01.2019 20:40
Antworten
fcpizza76

ganz leckere Klöße vielen lieben Dank dafür

26.12.2018 18:48
Antworten
Kräuterjule

Hallo esposita, mein Vater hat sie früher nur mit Grießbrei (ohne Milch) gemacht und ohne die gerösteten Brötchen. Aber irgend wann habe ich mich um gestellt, so wie ich sie heute mache. Auch mit Grieß und aber auch mit Hirse, sind es die "Echten Thüringer Klöße". Das ist von Region zu Region in Thüringen unterschiedlich und darüber streiten sich heute noch die "Geister", wie sie wirklich richtig gemacht werden und wurden. Jedenfalls werden sie heute so, wie ich sie oben beschrieben habe, gemacht und ist in Thüringen so üblich. VG die Kräuterjule

14.12.2005 01:04
Antworten
esposita

Ja, das sind die besten Klöße! Ich habe sie auch schon mal mit dünnem Griessbrei statt Kartoffelbrei ausprobiert, da schmecken sie auch ganz gut. Einen Tipp für ganz Eilige, die zu Fertigklossteig (keine Trockenware) greifen müssen: unter den Teig eine rohe geriebene Kartoffel mischen und einen Schuß kochendes Wasser draufgeben. Gut durchkneten und wie gewohnt weiter verarbeiten.

13.12.2005 14:46
Antworten
Kräuterjule

Jetzt ist wieder Kloßzeit!!!!!! Ran an die Kartoffeln. :-)))) Probiert sie einfach aus. Selbst zum Camp, auf dem Lagerfeuer haben wir schon Klöße mit Gulasch gemacht. War immer der Renner, neben den Thüringer Bratwürsten. Obwohl es ganzt schön aufwendig von der Machart war, aber es hat Spaß gemacht und allen sehr gut geschmeckt. Die Kräuterjule

10.10.2005 11:30
Antworten
Kräuterjule

Hallo an alle, Kloßzeit ist momentan nicht angesagt, da neue Kartoffeln sich für die "Thüringer Klöße" nicht eignen. Die Kartoffeln sind nicht klebrig, mehligkochend, genug. Außerdem ist zur Zeit leichtere Kost angebracht. Bei mir gibt es Klöße nur zu kälteren Jahreszeiten, als im Hochsommer. VG die Kräuterjule

23.06.2005 17:19
Antworten
Primus09

Ich als Thüringer esse sie so am liebsten. Da kommen die Fertigknödel oder -klöße nicht in die Tüte. LG Primus09

16.06.2005 11:10
Antworten