Hähnchenragout mit Vinschgauer Knödeln


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45 Min. normal 13.05.2005



Zutaten

für
1 Hähnchen, küchenfertiges ohne Innereien (ca. 1,2kg)
1 Bund Suppengrün
1 Zwiebel(n), in groben Ringen
3 EL Käse, geriebenen Hartkäse (Pecorino, Parmesan o. ä.)
2 Scheibe/n Toastbrot, (über Nacht etwas trocken werden lassen)
2 Eigelb
200 g Sahne
2 cm Ingwer
250 ml Traubensaft, weißer
3 EL Petersilie, (frisch oder getrocknet)
Salz und Pfeffer, frisch gemahlener
3 Semmel(n), Vintschgauer vom Vortag (ersatzweise Schwarzbrot)
2 Lauchzwiebel(n), in feinen Ringen
60 g Speck, gewürfelter
2 Ei(er)
1.250 ml Milch
½ TL Koriander, getrockneter
1 Msp. Muskat
½ TL Kümmel (nur dann zufügen, wenn man keine Vintschgauer nimmt!)

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Das Hähnchen in vier Teile teilen, das Suppengrün zerkleinern und mit der Zwiebel in einem großen Topf kurz anschwitzen. 1 Liter leicht gesalzenes Wasser aufgießen und zum Kochen bringen. Hähnchenteile und gewürfelten Toast hinzufügen und zugedeckt 1 Stunde köcheln lassen.

Derweil die Vintschgauer/ das Schwarzbrot in feine Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und mit etwa 200ml heißer Milch aufgießen. Schüssel abdecken und etwa 15 Minuten durchziehen lassen.

Inzwischen Lauchzwiebeln und Speck ganz fein hacken, am Besten in der Küchenmaschine. Eier und Gewürze zufügen (Vorsicht: Bei den Vintschgauern den Kümmel weglassen. Da ist schon welcher drin!). Die Masse zu dem aufgeweichten Brot geben und Klöße formen. Sollte Flüssigkeit fehlen, noch etwas Milch zufügen.

Den Ingwer schälen und grob hacken. Die Hähnchenteile aus dem Sud nehmen, Fleisch von der Haut befreien und von den Knochen lösen. Knochen wieder in den Sud geben, Traubensaft und Ingwer zufügen und nochmals etwa 45 Minuten köcheln lassen, bis die Brühe reduziert ist. Das ausgelöste Fleisch klein schneiden und beiseite stellen.

Die restliche Milch in einem Topf erhitzen, Knödel darin etwa 20 Minuten gar ziehen lassen.

Die Hühnerbrühe durch ein Sieb gießen und zurück in den Topf geben. Hähnchenfleisch hineingeben, kurz aufkochen lassen. Die Eigelbe mit der Sahne verrühren. Topf von der Kochstelle nehmen, Ei-Sahne Mischung und geriebenen Käse dazugeben. Petersilie unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Kochmamsell-Mati

Heute war der große Vinschgauer Tag!!! Wir haben uns an die Knödel und an das Ragout gewagt. Beim Auspacken der Vinschgerln ist uns ein lakritziges Aroma aufgefallen. Und das ist nun gar nicht unser Ding!!! Aber ich bin und bleibe der Meinung: Immer erst probieren-dann kommentieren!! Der Knödelteig kam mir auch etwas weich vor, ließ sich aber vollkommen problemlos zu Knödeln formen und diese dann kochen. Und gekocht schmeckten die Knödel "einfach mal ganz anders", aber echt spannend und nicht zu würzig!!! Wir waren angenehm überrascht! Beim Ragout habe ich geschummelt!!! Ich hatte fertige Hühnersuppe genommen, diese mit dem Ingwer und dem Saft nochmal reduziert. Sahne kam ordentlich dazu, und richtig schön sähmig abgebunden war dieses Ragout eine feine Köstlichkeit, die sich durchaus auch mit anderen Beilagen servieren läßt!!!!! Alles in allem ein (im rein positiven Sinn gemeint) interessantes Gericht, das wir zwar nicht wöchentlich, aber auf alle Fälle wieder kochen werden!!!! Herzlichen Dank für die geschmackliche Erweiterung unserer Küche!!!

15.10.2011 18:06
Antworten
Jerchen

Es ist zwar ein wenig undurchsichtig, aber ich versuch´s dann mal mit 3 Vinschgerl-Weck! LG Jerchen

28.11.2007 16:11
Antworten
arthurdent42

Hallo liebe Eorann! Freut mich sehr, dass dir das Rezept so gut gefallen hat. Das Brot im Ragout fungiert als Bindemittel. Hat man früher so gemacht -das Rezept sollte in seiner ursprünglichen Form ein mittelalterliches sein. Zu den Vinschgauern kann ich dir momentan recht wenig sagen, da ich für die nächste Zeit leider keinen deutschen Bäcker aufsuchen kann. ;) Soweit ich mich entsinne waren meine rund, relativ flach und hatten einen Durchmesser von etwa 12cm. Ist aber nur aus dem Kopf geschätzt! Hoffe, ich konnte dir trotzdem helfen! Liebe Grüße, arthurdent42

22.04.2006 17:32
Antworten
eorann

Und heute gab's die Knödel - ein Gedicht! Ich danke Dir vor allem für dieses Knödelrezept, das wirklich alles andere, was ich bisher an Semmelknödel & Co. kannte, aussticht. Ich bin begeistert. Den Teig musste ich noch etwas nachwürzen (nach dem "Probeknödel") mit Salz, aber ansonsten, wunderbar. Eine Frage hab ich aber noch: mir kam der Teig sehr feucht vor, viel feuchter jedenfalls als bei anderen mir bekannten Rezepten. Vielleicht hab ich zu wenig Brot genommen. Kannst Du die Mengenangabe ein wenig präzisieren? Vintschgerl können so unterschiedlich groß sein, und manchmal bleibt ja auch was vom großen Laib übrig... Danke! Freu mich schon drauf, weitere Rezepte von Dir auszuprobieren :-) Lg, Eorann

21.04.2006 14:27
Antworten
eorann

P.S. Ich hab ganz brav nach Deinem Rezept gekocht, hab aber zum Ragout dann noch zum Würzen einen Hauch Muskat (tu ich normalerweise in die Suppe, hat mir ein bissl gefehlt) und ein paar Tropfen Worcestersauce gegeben, und abschließend beim Abschmecken noch einen Spritzer Limettensaft, dann war der Geschmack für mich einfach perfekt rund. Bin schon gespannt auf die Knödel :-) Lg, Eorann

20.04.2006 22:51
Antworten
Clarisza

Nina!! *ggg* die Knödel sind die Beilage ... LG Clarissa

20.01.2006 12:17
Antworten
timberline

Hi, klingt lecker! und dazu gibts was? Reis oder was ist der Vintschgauer dazu? (bin von der see, deshalb frag ich so blöd *ggg*) liebe grüße eure nina

19.01.2006 19:38
Antworten
eorann

Hm, irgendwie scheint mein Kommentar hier verschwunden zu sein von heute früh - daher noch einmal herzlichen Dank, arthurdent, für die rasche Antwort! Ich werd das Rezept demnächst ausprobieren und dann wieder schreiben, wie es geworden ist. Vielen Dank noch einmal und einen schönen restlichen Sonntag noch, Eorann

20.11.2005 16:41
Antworten
arthurdent42

Hallo liebe Eorann! Jaja, das kommt davon, wenn Franken wie ich versuchen so ein Rezept aufzuschreiben. *gg* Es handelt sich nur um ein Missverständnis. Mit 'Semmel' habe ich im Rezepttext einfach 'Brötchen' gemeint. Dabei ging es mir nicht darum, dass es weiße Brötchen sein müssen, sondern um die Form, die Vinschgauer hierzulande haben. Sie sehen bei uns eben wie ein Brötchen aus, haben etwa die Form kleiner, runder Fladen. (Ist das eigentlich überall so?) Deswegen habe ich ich sie schlichtweg Semmeln genannt. Aaaalso, lange Rede, kurzer Sinn: Für das Rezept habe ich drei Vinschgauer verwendet, ersatzweise geht auch Schwarzbrot. Entschuldige bitte meine etwas unverständliche Darstellung im obigen Rezept. Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß beim Nachkochen, ist wirklich ein leckeres Gericht! Ich hoffe, nun sind alle Klarheiten beseitigt. ;) Liebe Grüße, arthurdent42

18.11.2005 18:59
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eorann

Hallo! Ein Wahnsinn, ich bin überglücklich, ein Traum scheint in Erfüllung zu gehen: endlich ein Knödel-Rezept mit Vintschgerln... - oder? Die Zutatenliste macht mich nämlich wundern. "3 Semmeln, Vintschgauer vom Vortag (ersatzweise Schwarzbrot)" - Ja was jetzt? Vintschgauer oder Vintschgerln sind in österreichischen bzw. Südtiroler Breiten mehr oder weniger kleine (die kleinsten haben ca. 50, die größten haben ca. 500g) runde dunkle bis dunkelste Brote, die sehr, sehr würzig schmecken, unverwechselbar. Ist durch ein kräftiges Schwarzbrot vielleicht zu ersetzen, ok. Aber Semmeln? Das ist doch Weißbrot...!? Ich versteh das hier nicht ganz. Bitte sei so lieb und hilf mir, mir rinnt nämlich schon das Wasser im munde zusammen beim Gedanken daran, endlich auch einmal Knödel mit meinem Lieblingsbrot zu kochen... :-) Liebe Grüße, Eorann

18.11.2005 17:53
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