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Zutaten

Portionen
1 kg Hühnerfleisch
Limone(n)
2 EL Erdnussöl
1 Liter Wasser
Kaffir-Limettenblätter, tiefgefroren im Asiashop oder getrocknete über Amazon
20 g Zitronengras, frisch oder tiefgefroren
2 Tasse/n Reis, optional
Salamblätter, tiefgefroren im Asiashop oder getrocknete über Amazon
  Für das Sambal:
2 TL Pfefferkörner, schwarze
Macadamianüsse
10  Chilischote(n), grün, frisch oder tiefgefroren
4 kleine Zwiebel(n), rot
4 m.-große Knoblauchzehe(n), frische
30 g Galgant, frisch oder tiefgefroren
15 g Ingwer, frisch oder tiefgefroren
15 g Kurkumawurzel, frisch oder tiefgefroren
80 g Orangensaft
2 EL Honig, dunklerr
6 g Hühnerbrühe, instant
4 EL Erdnussöl
 n. B. Zucker und Salz zum Abschmecken
  Zum Garnieren:
Tomate(n), vollreife
2 EL Selleriegrün
 n. B. Blüten und Blätter

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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Vom Hühnerfleisch die Haut entfernen und in acht gleich große Teile zerlegen. Die Limonen waschen und den Saft auspressen. Die Schalen verwerfen. Das Hühnerfleisch in eine Schüssel geben und mit dem Limonensaft einreiben. 15 Minuten marinieren. Vom Zitronengras den harten Wurzelstrunk abschneiden, die braunen oder dunkelgrünen Blätter entfernen. Nur den weißen Teil verwenden (etwa das untere Drittel). Dieses etwas weich klopfen.

Die Macadamia-Nüsse hochkant spalten und auf Schimmel kontrollieren. Sind sie ok, dann zerkleinern, sonst ab in den Biomüll. Die kleinen, grünen Chilis waschen, Stiel entfernen und dritteln. Körner belassen. Die kleinen roten Zwiebelchen und die Knoblauchzehen an beiden Enden kappen, schälen und zerkleinern. Den frischen Galgant waschen, schälen, in dünne Scheiben schneiden, die dunklen Augen entfernen und Scheiben zu Würfelchen zerkleinern. Den Ingwer waschen, schälen, in dünne Scheiben schneiden und diese zerkleinern. Bei der frischen Kurkuma-Wurzel Haushaltshandschuhe verwenden. Kurkuma waschen, mit einem Sparschäler schälen und zerkleinern.

Eine mittelgroße Pfanne erhitzen. Das Erdnuss-Öl vom Sambal zugeben und heiß werden lassen. Die Macadamia-Nüsse zuerst zugeben, dann die Zwiebelchen und den Knoblauch mitrösten. Zum Schluss alle Wurzelstücke dazugeben und rösten, bis sie duften. Mit dem Orangensaft ablöschen und für weitere drei bis vier Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dann in den Blender geben und 30 Sekunden bei niedrigster Stufe grob pürieren. Eventuell etwas Orangensaft zugeben und für weitere 60 Sekunden auf höchster Stufe fein pürieren. In die Pfanne zurück geben und für 3 - 5 Minuten etwas eindicken und um die Gewürze zu aktivieren.

Alle Zutaten für das Hauptgericht in einen hinreichend großen Topf geben und unter permanentem Rühren bis zum Kochen erhitzen. Etwa 3 - 5 Minuten köcheln lassen, dann das Sambal dazu mischen. Ohne Topfdeckel ca. 1 Stunde köcheln lassen. Hin und wieder umrühren.

Jetzt ist es Zeit den Reis zu waschen (nicht bei paraboiled rice) und ihn dann mit 3 Tassen Wasser weich zu kochen. Ist das Gulai Hijau Ayam fertig, ist der Reis auch gar. Garnieren, servieren und genießen.

Guten Appetit!

Anmerkung: Wenn man sich ein wenig ab von den Touristik- betonten Straßen begibt, kann man überall in Indonesien Imbissbuden, sogenannte "warung" entdecken. Manche heißen auch "lesehan", was bedeutet, dass weder Tisch noch Stuhl, sondern dass man nur einen mit Teppich ausgelegten – meist gefliesten Fußboden zum Sitzen angeboten bekommt. Viele dieser warung bieten essen à la "padang" an, das heißt dann "makanan padang". Übersetzt heißt "padang" weites Feld, großes Gebiet und in diesem Fall heißt es nichts anderes als, dass man aus einer größeren Zahl von Gerichten sich was aussuchen kann. Allen padang-Gerichten ist gemeinsam, dass sie außergewöhnlich (und oft scharf) gewürzt sind und vorgefertigt auf den Gast warten. Sie werden vom Regal auf den Tisch serviert, also bei Raumtemperatur genossen. Bei gefühlten Außentemperaturen von 35 Grad, wenn man Schatten findet, sind es zwei Grad weniger, kann man nicht heiß essen. Padang-Gerichte werden immer lange gekocht, gebraten, gesotten, frittiert und sind in dieser Zeit bestimmt steril. Sieht man einmal von der Schärfe der Gerichte ab, zählen sie wegen der Menge der Gewürze, den verwendeten Blättern und Wurzeln, zu dem Schmackhaftesten, was Indonesien an ganz Eigenem zu bieten hat. Sie werden meist "trocken" serviert, d.h. sie werden ohne Topfdeckel solange gekocht, bis nur noch eine krümelige Paste um die Fleischstücke herum übrig geblieben ist. Dazu werden diverse, frische Sambal der flüssigeren Natur gereicht. Ich persönlich ziehe eine Variante mit schmackhafter Sauce vor. Naturbedingt kann eine solche Variante, die hier "gulai" genannt wird, nicht sehr lange auf den Gast warten, also immer, mehr oder weniger frisch, auf den Tisch kommt.