Würziges Gulai nangka muda "Dewi Mahardi"


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ein exotisch-vegetarisches Curry mit unreifen und reifen Jackfruits

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60 Min. pfiffig 06.10.2016



Zutaten

für
600 g Jackfruit, unreif (nangka muda)
300 g Jackfruit, reif (nangka matang)
200 g Kürbis(se) (Labu Jepang) oder Kohlrabi
4 Salamblätter
4 Kaffir-Limettenblätter
2 kleine Chilischote(n), hellrot
2 kleine Zimtstange(n)
6 Nelke(n)
4 Kardamomkapsel(n)

Für das Sambal: (Dewi Mahardi)

4 Macadamianüsse
7 kleine Zwiebel(n), rote
6 Knoblauchzehe(n), frische
4 Peperoni, rote, lange
2 Chilischote(n), rote
30 g Karotte(n), geraspelt
30 g Galgant, frisch oder TK
20 g Kurkumawurzel, frisch oder TK
15 g Ingwer, frisch oder TK
1 Limone(n)
2 kleine Zimtstange(n)
2 EL Austernsauce
200 ml Orangensaft
400 Kokosmilch, cremig
10 g Salz oder Hühnerbrühe
3 EL Kokos-Palmzucker
½ TL Pfeffer, schwarzer aus der Mühle
1 Msp. Muskat, frisch gerieben
2 EL Reiswein (Arak Masak)

Außerdem: (zum Abschmecken)

100 ml Orangensaft, bei Bedarf
100 ml Kokosmilch, bei Bedarf
n. B. Salz
n. B. Hühnerbrühe, instant
Kokos-Palmzucker
1 Zweig/e Dill, frischer
n. B. Blüten und Blätter zum Garnieren

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Koch-/Backzeit ca. 2 Stunden Gesamtzeit ca. 3 Stunden
Die unreife Jackfruit schälen, achteln und den deutlich erkennbaren inneren Teil herausschneiden. Den äußeren Teil in mundgerechte Stücke zerlegen. Die reifen Früchte kurz abwaschen, falls notwendig den Kern und dessen braune Hülle entfernen. Die Frucht in mundgerechte Stücke zerlegen.Die Labu-Jepang-Frucht längs ihrer Rillen aufteilen, schälen, das weiche Kernhaus entfernen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke zerlegen. Macadamianüsse zerkleinern. Die kleinen, roten Zwiebelchen häuten und achteln. Die Knoblauchzehen an den Enden kappen, schälen und in kleine Würfelchen schneiden. Peperoni waschen, Stiel und Kerne entfernen und die Peperoni quer in kurze Stücke schneiden. Bei den roten Chilis den Stiel entfernen und die Chilis halbieren. Eventuell die Kerne entfernen (Haushaltshandschuhe benutzen). Die Karotte waschen, schälen und grob raspeln. Galgant, Kurkuma und Ingwer waschen, schälen und in kleine Stücke würfeln. Die Limone entsaften. Den Saft später verwenden, die Schalen verwerfen.

Orangensaft, Austernsauce, Kokos-Palmzucker und die Instant-Hühnerbrühe in eine Schüssel geben und gut verrühren. Die Blätter und die Zimtstange unzerteilt später verwenden. Den schwarzen Pfeffer,die Muskatnuss und den Reiswein vorbereiten.

Eine mittelgroße Pfanne oder einen Wok stark erhitzen, 6 EL Kokosöl zugeben und auf ca. 200 Grad erhitzen. Zuerst die Macadamianüsse hellbraun rösten, dann Zwiebelchen und Knoblauchzehen hinzugeben und 2 Minuten rösten. Jetzt Galgant und Ingwer zufügen. Nach weiteren 2 Minuten kommen die Hälfte der Karottenraspel und die Kurkumastücke dazu. Gut untermischen und die Peperoni zufügen. Zuletzt kommen die Chilis an die Reihe. Unter ständigem Rühren vier Minuten rösten. Mit dem Orangensaft-Gemisch ablöschen und alles gut vermischen. Dann 200 ml der Kokosmilch unterrühren und fünf Minuten bei reduzierter Hitze zugedeckt köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die mundgerecht vorbereiteten Früchte in einen 3-L Schmortopf geben. Die restlichen Karottenraspel, die Blätter, die Zimtstangen, die kleinen hellroten Chilis und die Nelken dazu geben. Die abgekühlten gerösteten Zutaten in einen Blender füllen, den Limonensaft dazugeben und 30 Sekunden auf niedrigster Stufe pürieren. Die restliche Kokosmilch zufügen und auf höchster Stufe 60 Sekunden fein pürieren. Diese Mischung zu den im Topf befindlichen Zutaten geben, mischen und zugedeckt 60 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren, um ein Anbrennen zu verhindern. Falls das Gulai dickflüssig geworden ist, mit je 100 ml Orangensaft und Kokosmilch verdünnen. Zum Schluss zwei Knoblauchzehen mit der Knoblauchpresse dazu fügen, ebenso den schwarzen Pfeffer, die geriebene Muskatnuss und den Arak. Umrühren und mit Salz oder Instant-Hühnerbrühe und Kokos-Palmzucker abschmecken.

In eine passende Schüssel geben, garnieren und warm zu anderen Beilagen servieren. Guten Appetit!

Anmerkung: Als Beilage ist weißer Reis obligatorisch. Rindfleisch-Rendang, gegrillte Hühnerschenkel und Ziegen-Saté-Spieße sind die häufigsten weiteren Beilagen. Gulai wird häufig mit "Curry" übersetzt, aber ohne Currypulver oder Blätter des Currystrauches macht das nicht viel Sinn. Häufig werden in indonesischen Restaurants die Gulais in Zusammenhang mit dünnflüssigen, suppenartigen Gerichten (kuah) in den Speisekarten aufgeführt.

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dieter_sedlaczek

Hallo parmigiana danke fuer den netten Kommentar. Es gibt die Jackfruit auch getrocknet. Nun als Snack gut geeignet und da sind bestimmt nicht soviele E-Nummern auf der Packung... L.G. aus Fernost dieter

27.11.2020 02:04
Antworten
Parmigiana

Hallo, ein sehr leckeres Gericht und schön, dass man auch mal so ein Rezept vom Herkunftsort der Jackfruit bekommt. Bei manchen Zutaten, die man in Deutschland nicht leicht bekommt, improvisiere ich schon mal, versuche aber, mich möglichst nah am Rezept zu halten. Die Jackfruit hole ich aus dem Bioladen und da bin ich froh, dass sie von der veganen Szene "missbraucht" wird, weil die Dosen aus dem Asialaden haben mir zu viele E-Nummern und Geschmacksverstärker. Lieben Dank fürs Rezept! parmigiana

26.11.2020 18:44
Antworten
Ciranje

Sobald man in der indischen, malysischen oder indonesischen Küche etwas Zuhause ist, hat man das meiste eigentlich daheim. Ich kann nur empfehlen es auszuprobieren, gerade weil ja gerade auch Jackfruit etwas von der "Veganen-Szene" missbraucht wird, ist sie inzwischen häufig erhältlich. Allerdings ärgert mich immerwieder dass sie frisch eigentlich nur regelmäßig auf dem Viktualienmarkt zu bekommen ist (ich wohne da nicht um die Ecke ;(...) und dass sie dort inzwischen eben wegen jener "Veganen-Szene" häufig grün aufgeschnitten wird - dabei taugt sie da auch aus der Dose und die reife ist nun mal frisch am aller aller besten. Wie auch immer probiert dieses Essen ;-) Hab es einmal in einem Hinterhof serviert bekommen, es ist in jeder Machart genial.

16.02.2019 15:29
Antworten
dieter_sedlaczek

Hi simwenzel, sorry, ich bin nur zufaellig auf deinen Kommentar gestossen. Nun, wo du Recht hast, hast du Recht! Aber Geschmack ist eine andere Frage... In Indonesien greift man ins Regal und holt sich eine Packung Gulai- oder Rendang Gewuerze als Paste. Schmeckt super scheusslich, wenn man die Originale kennt. Ein beruehmter Koch hat einmal gesagt "Zutaten sind dem Koch wie die Dimensionen dem Physiker, mit jeder Dimension wird das Universum groesser!" Null-dimensional ist fasten. 1-dimensional ist ein Fertigprodukt aus TK, Restaurants sind dann 3-dimensional - aus deiner Sicht - der Koch kennt vielleicht 28, aber du als Koch kennst das nicht... Nun Geschmack ist so eine Sache die gibt es ca. 8 milliardenfach, grob geschaetzt auf dieser Welt. Es ist 1-dimensional, wenn man es genau nachkocht. Also gib deiner Fantasie die Sporen... L.G. aus Fernost dieter P.S. Ich braeuchte eigentlich 5 Kuehl- und Gefrierkombinationen wegen all der Dinge.. aber meine 2-dim Kueche gibt das nicht her....

01.07.2021 09:53
Antworten
dieter_sedlaczek

Danke für das Lob... Ein vegetarischhes Gulai ist gewürztechnisch tatsächlich ein schwerer Brocken, aber beim Essen ist das ganz anders... Nicht verzagen dieter

14.01.2017 20:02
Antworten
simwenzel

Zu gerne würde ich mal eines deiner Rezepte probieren... Und du dekorierst die Teller auch immer so schön...das sieht soo gut aus! Aber die Zutatenlisten sind schwindelerregent...

04.12.2016 21:51
Antworten