Chinesische Teigtaschen Jiaozi, Dumplings, Pot Sticker-Version


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chinesisches Teiggericht, das in etwa der Maultasche und osteuropäischen Pelmeni ähnelt

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75 Min. normal 11.03.2016



Zutaten

für

Für den Teig:

200 g Mehl
1 TL, gestr. Salz
130 ml Wasser, heiß, nicht mehr kochend

Für die Füllung:

250 g Gehacktes, gemischt oder Rindergehacktes
1 kleine Zucchini
1 m.-große Karotte(n)
n. B. Chinakohl, etwas
n. B. Frühlingszwiebel(n)
1 Zehe/n Knoblauch, gehackt
1 TL Ingwer, gehackt
2 Spritzer Sojasauce

Für den Dip:

10 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
½ EL Sesamöl
Spritzer Chilisauce

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde 15 Minuten Koch-/Backzeit ca. 15 Minuten Gesamtzeit ca. 1 Stunde 30 Minuten
Die chinesischen Dumplings sind sehr variabel was die Füllung angeht, mein Rezept ist nur eine Anlehnung, die sehr gut abgewandelt werden kann. Rein vegetarisch ist auch möglich.

Zuerst den Teig zubereiten:
Das Mehl und das Salz mischen und das kurz vorher aufgekochte Wasser langsam hinzugeben. Einfach zwei Essstäbchen zum Verrühren benutzen und, wenn der Teig gut gemischt ist, auf "mit den Händen kneten" umsteigen. Dann ist es auch nicht mehr problematisch mit dem anfangs heißen Wasser. Eine saubere und unkomplizierte Angelegenheit durch die Essstäbchen. Der Teig sollte dann wirklich mehrere Minuten lang durchgeknetet werden, dann wird er richtig weich und glatt.

Am Ende den Teig in zwei gleichgroße Kugeln formen. Dann die Erste nehmen. Diese zu einem langen, gleichförmigen Strang formen und zu einem Donut-Ring zusammenlegen. Die Enden aneinander pressen. Dasselbe mit der zweiten Teigkugel machen. Nun die Ringe nebeneinander auf z. B. ein Brettchen legen, abdecken und ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:
Die Zucchini, Karotte, Ingwer und Knoblauch ganz klein würfeln. (Chinakohl und Frühlingszwiebel passt auch sehr gut, diese dann auch sehr klein schneiden.) Alles zum Hack geben.

Da ich viel nach Augenmaß koche, sind die Angaben jeweils anzupassen. Fie Gemüse-Hack-Masse sollte eine gute Konsistenz haben und zusammenhalten. Ich würde zu 1/3 Gemüse und 2/3 Hack tendieren damit dies gegeben ist. Wenn vorhanden jetzt einen kleinen Spritzer Sesamöl und einen Schuss Sojasoße hinzufügen. Mehr Gewürz braucht es nicht. Alles gut vermengen und beiseitestellen.

Jetzt den ersten Teigring in der Mitte mit einem Messer teilen und die beiden geradengezogenen Stränge parallel vor sich legen. Diese noch mal mittig teilen und wieder parallel zueinander legen, sodass man vier Teigstücke vor sich liegen hat. Nun diese in gleichmäßigem Abstand dreimal teilen. Es kommen so genau 16 ca. gleichgroße Teigstücke heraus.

Jedes Teigstück mit der Hand kurz platt drücken und etwas bemehlt beiseitelegen, dadurch ist es schon etwas vorgeformt. Dasselbe macht man mit dem zweiten Teigring und schon hat man 32 runde, gleichgroße Teigstücke vor sich liegen, die bearbeitet werden können. Man sollte immer etwas Mehl in der Nähe haben und nach Bedarf die Arbeitsplatte bestreuen.

Jeden einzelnen Teigfladen mithilfe eines Nudelholzes zu einem flachen Kreis ausrollen. Die fertigen Teigkreise sollten sehr dünn und gleichmäßig sein. Sie können bemehlt übereinandergestapelt werden oder man macht jeden Dumpling gleich fertig.

Jeden Teigkreis in die leicht hohl geformte Hand legen, sodass eine kleine Mulde entsteht. Nun etwas Füllung aus der Schüssel entnommen (am besten nimmt man sich ein normales Frühstücksmesser zu Hilfe) und in die Mitte setzen. Dann nimmt man den Daumen zu Hilfe und tut so, als würde man die Teigtasche zusammenklappen, lässt aber noch eine Lücke und drückt den Teig noch nicht aneinander. Dann von rechts nach links (oder umgekehrt für Linkshänder) den Teig fächerartig aneinander drücken. Die von einem entfernte Seite fächert sich Stück für Stück über die einem zugewandte, glatt bleibende Seite. Dadurch entsteht diese praktische Form des nicht umfallenden Dumplings. Am besten werden alle Dumplings auf einem bemehlten Teller gesammelt, möglichst ohne sich zu berühren.

Nun geht es im Rezept um die Pot-Sticker Version. Dies bedeutet, dass die Jiaozi angebraten werden, bevor man sie gart. Beim Braten muss man wegen der Menge in zwei Durchgängen arbeiten.

In einer Pfanne eine nicht zu kleine Menge Öl, wenn möglich Sesamöl, erhitzen. Die ersten 16 Dumplings aneinandergereiht hineinsetzen und sie von unten bräunen lassen. Wenn ein guter Bräunungsgrad nach wenigen Minuten erreicht ist, 100 ml Wasser hinzugeben, einen Deckel auf die Pfanne setzten und die Hitze auf kleine Temperatur herunter stellen. Die Dumplings garen innerhalb weniger Minuten durch.

In der Zwischenzeit die Dip-Zutaten in ein Schälchen geben (die Maßangabe sind nicht genau, alles frei nach Gefühl). Man kann auch etwas Frühlingszwiebel dazugeben oder gerösteten Sesam.

Die Dumplings aus der Pfanne nehmen, anrichten, bzw. warmgehalten während die nächste Portion brät.



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marie_adamczak

Ist das erste Mal dass ich mich damit probiere, ist aber wirklich gut geworden! Die Anweisungen konnte ich sehr gut befolgen. Habe, aufgrund dass meine Familie eigentlich nicht so der Typ für diese Gerichte ist, den Ingwer sowie Zucchini weggelassen. War wirklich einfach nachzuhochen, großes Lob.

30.05.2021 20:13
Antworten
SmartandtastY

Heute zum 2. mal gemacht, diesmal mit Foto. Ein leckeres Essen. LG

30.05.2021 18:29
Antworten
Indi45

Hallo, die lange Beschreibung hat mich auch abgeschreckt, habe die Dumplings dann trotzdem probiert. Was soll ich sagen: viel Arbeit für wenig Ergebnis. Ich habe aber Salz in den Teig gemacht und auch das Fleisch-Gemüse-Gemisch gewürzt und darüber bin ich auch froh. Denn der Dip war mir zu sauer, konnte nur sehr minimalistisch eingesetzt werden. Und so ganz ohne Salz hätte es nach gar nichts geschmeckt. Werde ich nicht wieder machen, obwohl ich gerne asiatisch esse.

16.05.2021 19:34
Antworten
c_wattenhofer

Frage: Kann ich diese Dumplings auch einfach im Bambuskörbchen dämpfen statt in der Pfanne anbraten? Vielen Dank!

23.04.2021 13:18
Antworten
julia110488

Ja, das ist kein Problem!

01.05.2021 05:18
Antworten
horn44

Tolles Rezept! Wir haben den ganzen Morgen geschnippelt und geknetet!! Natürlich hatten wir zu viel Füllung, so gab es noch Gemüsefrikadellen! Zucchini, Chinakohl und Karotten waren genau richtig! Soße war superlecker! Danke für dieses brauchbare Rezept! Das wird es nun öfters bei uns geben!

20.07.2016 18:15
Antworten
kassiopaya85

Ich habe das Rezept kürzlich gefunden & heute ausprobiert. WAHNSINN. Anfangs war ich von der langen Beschreibung abgeschreckt. Jetzt weiß ich, es lohnt sich, da es sehr ausführlich beschrieben ist. Allerdings habe ich gleich die Ratschläge von MaJo2015 befolgt. Salz weggelassen & die Kugel in Frischhaltefolie gewickelt. Danach hat meine Nudelmaschine endlich mal wieder Verwendung gefunden & es klappte prima. Bei der Füllung haben wir aus Geschmacksgründen Zucchini & Kohl weggelassen. Klasse, besser geht's nicht. Würde am Liebsten mehrmals 5 Sterne geben & das Rezept gehört jetzt zu unseren Lieblingsrezepten.

18.07.2016 23:20
Antworten
Bibliothekar

Supergut! Heute gemacht, leider nicht so schön geworden wie auf den Bildern! Schmecken aber echt grandios!!

08.04.2016 01:33
Antworten
MaJo2015

Rezept im Grunde gut. Ich mache nie Salz an den Teig, so habe ich es in China gelernt. Außerdem keine Zuccini und auch keine Karotte in die Füllung und auch keinen chinakohl, das streckt nur und ist als "billige" Variante bekannt. Ich lege den Teig auch nicht in Runde Kreise, sondern packe ihn für mindestens 30 Minuten in Folie ein, dann wird er auch super zart. Ausrollen mache ich mir einfach: ich nehme meine nudelmaschine und steche hinterher mit servierringen die Kreise aus. Alternativ kann man es natürlich mit einem chinesischen Nadelholz machen. Schmecken auch gut mit Tofu gefüllt!

17.03.2016 08:42
Antworten
Kochfan-Die-Luna

Im Grunde genommen was ganz anderes gemacht. Mit Gemüse streckt man nicht, man veredelt die Füllung - das Fleisch bekommt mehr Geschmack und wird sehr saftig. Wie man

11.08.2019 12:40
Antworten