Die ultimative vegane Lasagne


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schmeckt besser als das Original beim Italiener

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45 Min. normal 04.06.2015



Zutaten

für

Für die Sauce: (Vegane Bolognese)

250 g Tofu, natur
250 g Räuchertofu
2 m.-große Zwiebel(n)
300 g Champignons
2 große Möhre(n)
5 Stange/n Staudensellerie
4 Zehe/n Knoblauch
1 Peperoni
4 EL Sojasauce
1 EL Rohrohrzucker
75 g Tomatenmark
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
200 ml Weißwein, trocken
2 Liter Wasser
1 EL Gemüsebrühe (Pulver)
2 TL Thymian, getrocknet
2 Lorbeerblätter
Muskat, frisch gerieben
1 TL Meersalz
Pfeffer aus der Mühle, schwarz
2 Topf Basilikum
5 EL Rapsöl zum Braten, mild
500 g Blattspinat, optional

Für die Béchamelsauce:

75 g Margarine, vegan
75 g Weizenmehl
1 Liter Sojadrink (Sojadrink Calcium), kalt
250 ml Sojasahne (Sojacreme Cuisine) (Soja Cuisine)
½ Zitrone(n), der Saft davon
Muskat, frisch gerieben
1 TL Meersalz
Pfeffer aus der Mühle, schwarz

Außerdem:

1 Pck. Lasagneplatte(n)
300 g Käse, vegan (Wilmersburger Bio-Pizzaschmelz kräftig)
1 EL Margarine zum Ausfetten der Form, vegan

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Koch-/Backzeit ca. 4 Stunden Gesamtzeit ca. 4 Stunden 45 Minuten
Nach diversen Anläufen ist es gelungen: Das Rezept für die nach meinem sowie dem Urteil diverser Testesser perfekte vegane Lasagne!

Für die Bolognese den Tofu zerbröseln, sodass er eine hackartige, krümelige Konsistenz erhält. Dies kann mit Hilfe einer Gabel erledigt werden, am besten geht’s allerdings mit den Händen. Das Gemüse waschen und putzen, die Zwiebeln und den Knoblauch schälen, die Zwiebeln und die Champignons in Würfel schneiden, die Möhren sowie den Sellerie fein raspeln, den Knoblauch und die Peperoni kleinhacken.

In einem großen Bräter 4 EL Rapsöl erhitzen und zunächst nur das Tofuhack bei starker Hitze braten, bis es gleichmäßig braun (nicht nur „angebräunt“) ist. Im Vergleich zum Anbraten von klassischem Gehackten ist hier ein wesentlich höherer Einsatz von Geduld und Fett erforderlich. Nötigenfalls während des Bratvorgangs noch Öl nachgießen und hierbei keine falsche Scheu an den Tag legen; schließlich beträgt der Fettanteil von „normalem“ Hackfleisch ca. 30 %, der von Tofu hingegen nur ca. 9 %.
Wenn der Tofu braun ist, die Zwiebelwürfel dazugeben und ebenfalls Farbe nehmen lassen. Die fertig gebratene Tofu-Zwiebel-Mischung aus dem Bräter nehmen und zur Seite stellen.
Die gewürfelten Champignons in einem EL Rapsöl scharf anbraten und bräunen lassen, anschließend die Möhren und den Sellerie dazugeben und anbraten. Den Knoblauch, die Peperoni, die Sojasauce und die Tofu-Zwiebel-Mischung dazugeben und alles zusammen noch einige Minuten schmoren.

Anschließend in der Mitte etwas Platz schaffen, dort den EL Rohrohrzucker direkt auf den Boden des Bräters geben und karamellisieren lassen. Das Tomatenmark und das Paprikapulver dazugeben, mit dem karamellisierten Zucker vermischen und kurz anschwitzen lassen. Anschließend den gesamten Bräterinhalt gut durchmengen, mit Salz sowie reichlich frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit dem Weißwein ablöschen. Nachdem der Weißwein komplett verkocht ist, das Wasser angießen und das Gemüsebrühepulver sowie die zwei TL Thymian unterrühren. Zuletzt noch etwas frisch gemahlenen Muskat und die beiden Lorbeerblätter beimengen.

Jetzt muss die Bolognese mindestens 3 Stunden lang unter gelegentlichem Umrühren ohne Deckel leise köcheln, perfekt wird sie ab einer Kochzeit von ca. 5 Stunden. Die lange Kochzeit ist wirklich ein wichtiger Bestandteil dieses Rezepts.
Während des Kochvorgangs nötigenfalls gelegentlich etwas Wasser nachgießen, dabei aber im Kopf behalten, dass die fertige Soße am Ende eine recht dicke, ragoutähnliche Konsistenz haben sollte.
Nach Ablauf der Kochzeit die Lorbeerblätter entfernen. Das Basilikum fein wiegen und unter die fertige Soße rühren. Final mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Béchamelsauce die vegane Margarine in einem Topf schmelzen und heiß werden lassen. Mit dem Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Dann die kalte (!) Sojamilch unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen in den Topf gießen und anschließend auch die Soja Cuisine dazugeben. Die Sauce ca. 10 Minuten lang köcheln lassen, damit sie eine schöne Bindung bekommt und sich der Mehlgeschmack verflüchtigt. Hierbei unbedingt ständig weiterrühren, sonst setzt die Sauce sofort an!
Den Zitronensaft hinzufügen und mit Salz, Pfeffer sowie frisch geriebenem Muskat abschmecken.

Eine große Lasagneform mit veganer Margarine ausfetten. Den Boden der Form zunächst mit einer dünnen Schicht Bolognese bedecken. Darauf eine Schicht Lasagneplatten legen. Über die Nudeln eine Schicht Bolognese und über die Bolognese eine Schicht Béchamel geben. Diesen Vorgang in der angegebenen Reihenfolge (Nudeln, Bolognese, Béchamel) so lange wiederholen, bis die Saucen aufgebraucht sind. Je nachdem, wie saftig man seine Lasagne haben möchte, kann an dieser Stelle das Verhältnis von Nudeln zu Soße variiert werden.

Bevor die obere und letzte Schicht aufgetragen wird, den Pizzaschmelz mit der verbliebenen Béchamelsauce zu einer zähen Masse verrühren. Dies ist sehr wichtig, damit der vegane Käse beim Überbacken authentisch und gleichmäßig schmilzt. Das Béchamel-Käse-Gemisch bildet folglich die obere und abschließende Schicht der Lasagne. Mit Hilfe eines Esslöffels schön gleichmäßig verstreichen.

Im auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen ca. 40 - 45 Minuten überbacken, bis der Käse eine goldbraune Kruste gebildet hat.

Variante:
Sehr lecker, wenngleich etwas weniger klassisch wird die Lasagne auch, wenn man die Bolognese noch mit Spinat verfeinert. Hierfür ca. 500 g Blattspinat mit wenig Wasser in einen Topf geben und warten, bis der Spinat zusammengefallen ist. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen und klein hacken. Nach dem Ablöschen der Bolognese kann der Spinat hinzugefügt werden.

Die Lasagne am besten mit einem schönen Glas trockenem Rotwein und ein paar lieben Gästen genießen.



Kommentare

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Hallo! Vielen Dank für dieses unglaublich gute Rezept! Ich und meine Gäst*innen lieben die Lasagne sehr! Leider habe ich bisher immer stichfesten Tofu genommen, der wirklich ätzend ist zum zerbröseln.

09.05.2021 11:28
Antworten
Shinelle

Ich halte mich selten genau an Rezepte aber bei diesem habe ich (für meine Verhältnisse) nur wenige Anpassungen vorgenommen: - Rote Paprika statt Champignons - Knollen-, statt Stangensellerie - 300 ml Wasser durch Tomatenpassata ersetzt - ca. 3 EL Tomatenmark Und mein Geheimtipp: - 1 EL Kakaopulver für eine schöne Farbe und einen runden Geschmack! Herzlichen Dank für dieses klare, ausführliche Rezept.😋👌🏻

07.02.2021 22:51
Antworten
peterschulz75

Stangen-Sellerie hat mich auch etwas irritiert (da bin ich kein Fan von!). Darf ich dich fragen, wie viel Knollen-Sellerie (nehme ich für Fleisch-Bolognese, für "meine" vegane Variante eigentlich nicht) du genommen hast...auch in etwa die Menge von 2 Karotten? Danke! LG, Peter

05.05.2021 11:55
Antworten
roadrunna

War mein erstes veganes Rezept. Es ist lecker, nur die Bechamelsoße ist zuviel. Die Bolognese war gut, durch das hinzufügen von einer Tomatensoße und etwas Oregano wurde es noch besser.

16.01.2021 17:36
Antworten
Vegan_Chef

Liebe Lillly, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Ich freue mich darüber, dass die Lasagne euch auch mit den minimalen Abweichungen gut gelungen ist und allen geschmeckt hat. Jaja, die lieben "eingeschworenen Anti-Veganer"... Für manch einen Vertreter dieser Spezies dürfte die Lasagne bereits als wahrer Augenöffner fungiert haben... :-) LG Vegan_Chef

11.01.2021 10:54
Antworten
pulleiaceus_angelus

Mir persönlich war die Sauce zu verkocht, leider hat man man von dem leckeren Gemüse nichts mehr geschmeckt. Die Bechamelsauce war sehr flüssig, da hat auch langes Kochen nichts geholfen (was schwierig ist, weil die Sauce trotz Rühren droht schnell anzubrennen). Ich habe dann 3 EL Hefeflocken zugefügt, dann ging es. Die Lasagne ist sehr deftig und lecker, mir kommt aber gemüsige und tomatige Geschmack zu kurz.

20.07.2016 07:52
Antworten
narit

Ich habe zwar Sojagranulat genommen und Rotwein, aber ansonsten alles andere genauso umgesetzt, auch die Kochzeit. Der Hammer!!! Allerdings fehlt der Warnhinweis: Es besteht die Gefahr, zuviel davon zu essen, weil es so extrem lecker ist. Und das sage ich als käseliebende Vegetarierin. Da mein Sohn jetzt schon länger vegan lebt, wollte ich es mal ausprobieren. Ich kann dieses Rezept nur von ganzem Herzen weiterempfehlen.

18.06.2016 00:21
Antworten
Vegan_Chef

Liebe narit, wow - vielen Dank für das super Lob und die super Bewertung! :-) LG Vegan_Chef

18.06.2016 22:02
Antworten
gepee

Ich kann den Testessern nur zustimmen, es ist wirklich eine perfekte vegane Lasagne. War mein erster veganer Versuch, aber wenn ich eine klassische Lasagne will, muss ich nicht weitersuchen. Ich hab den Tofu mit einem Kartoffelstampfer zerbröselt, das geht echt gut. Die Lasagneplatten muss man ja nicht vorkochen, trotzdem hab ich sie kurz in heißes Wasser gelegt, ich finde, wenn sie etwas biegsam sind, geht das Einschichten in die Auflaufform leichter. Und danke für den Tipp, den Käse mit der Bechamelsoße zu vermischen, das gab wirklich eine tolle Kruste. Ich hab allerdings nur knapp 200 g gebraucht. Schade, dass Lasagne immer so viel Arbeit ist, sonst würds das noch viel öfter geben. Auf jeden Fall gibts von mir 5 Sterne, und ich hab auch versucht, mal ein Bild zu machen, obwohl ich nicht gut bin in Essensfotografie.

26.11.2015 21:08
Antworten
Vegan_Chef

Vielen Dank für den netten Kommentar, die super Bewertung und das appetitanregende Foto! :-) Es freut mich sehr, dass Deine Lasagne nach meinem Rezept ein voller Erfolg geworden ist. Die Idee mit dem Kartoffelstampfer ist nicht schlecht - werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Du hast Recht; das Schichten mit vorgekochten Lasagneplatten ist komfortabler. Mich persönlich stört es aber auch nicht, wenn die Platten beim Schichten etwas überlappen (in diesem Fall muss man nur aufpassen, dass man ausreichend Soße zwischen die Nudelschichten gibt, damit diese auch ja weich werden). Den Tipp, den Käse mit etwas Flüssigkeit (z.B. Béchamelsauce) zu verrühren, habe ich von der Homepage von Wilmersburger; ich überbacke Veganes seitdem nur noch auf diese Weise und erziele damit gute Ergebnisse - schön, dass es bei Dir auch so gut geklappt hat! Ja, Du hast Recht, so eine Lasagne (wenn sie authentisch im Geschmack sein soll) ist wirklich immer eine Menge Arbeit und leider nicht geeignet für mal eben unter der Woche. Dafür bleibt es so auch immer etwas Besonderes und ein sehr gut geeignetes Gericht, um Gäste aller Ernährungsüberzeugungen glücklich zu machen. :-)

27.11.2015 12:36
Antworten