Eis-Quitten-Likör


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60 Min. normal 04.11.2014



Zutaten

für
3 kg Quitte(n) - Fruchtfleisch aus gefrorenen Quitten (entspricht ca. 5 – 6 kg ungeputzten Quitten)
1 kg Zucker
6 Zitrone(n), den frisch gepressten Saft davon
4 Flasche Schnaps, (Kornbranntwein) à 0,75 l
2 Flasche Rum, brauner, à 0,75 l
12 Nelke(n)
6 Zimtstange(n)
3 Orange(n), in dünnen Scheiben
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Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Ruhezeit ca. 90 Tage Gesamtzeit ca. 90 Tage 1 Stunde
Die Quitten müssen vor der Verarbeitung einmal gefroren sein, entweder im Freien durch Frost oder im Gefrierschrank. Nach dem Auftauen müssen sie dann sofort verarbeitet werden. Das Gefrieren macht den Likör geschmacksintensiver und die Quitten sind nicht mehr so hart, so dass sie einfacher zu raspeln sind.

Entfernen Sie den Flaum der Quitten. Gut funktioniert es im Wasser mit der groben Seite eines Spülschwammes. Vierteln Sie dann die Früchte und entfernen Sie Blüten- bzw. Stengelansatz und Kerngehäuse. Bitte die Quitten nicht schälen.

Die Früchte nun – am einfachsten mit der Küchenmaschine – grob raspeln. Geben Sie in die Mischung aus Saft und Fruchtfleisch („Maische“) den Zucker und lassen Sie das Ganze über Nacht ruhen.

Füllen Sie dann die Maische am besten in ein großes bauchiges Glasgefäß (z. B. Bodenvase mit einer weiten Öffnung). Geben Sie den Alkohol, den Zitronensaft und die übrigen Zutaten dazu und verrühren Sie alles. Decken Sie das Gefäß mit einem sauberen Handtuch und darüber Alufolie ab (am besten mit einem Gummiband, das am Gefäß fixiert wird) und stellen es an einen hellen, sonnigen Platz. Die Mischung muss nun einen Monat reifen und soll etwa einmal pro Tag gerüttelt werden.

Es empfiehlt sich, alle benutzen Küchengeräte sofort abzuwaschen, denn Quitten färben schnell und nachhaltig alles bräunlich.

Gießen Sie die Mischung nach einem Monat aus dem Gefäß und seihen Sie alle festen Bestandteile am besten mit einem Durchseihtuch ab und pressen die Maische gut aus. Die nun entstandene klare, bernsteinfarbene Flüssigkeit ist sehr aromatisch, muss aber nochmals – diesmal am besten im dunklen Keller – reifen. Dafür zurück in das Glasgefäß geben und wieder mit Handtuch und Alufolie abdecken.

Nach einem weiteren Monat wird die erhaltene Flüssigkeit, damit der Likör klar wird, mit Hilfe von Kaffeefiltern gereinigt und danach in dekorative Flaschen abgefüllt - wir nehmen gerne 350 ml Flaschen mit Korken. Wechseln Sie die Filtertüte häufig aus, da die Schwebstoffe die Filtertüten sehr schnell verstopfen und dann der Likör nur sehr langsam durchläuft.

Lassen Sie den Likör im Dunklen am besten noch einen Monat in der Flasche reifen und genießen ihn dann gekühlt oder mit Sekt aufgegossen.

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Kommentare

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Kathi1987

Danke für die schnelle Antwort. 🤗 Ich hab mal gelesen, dass im Kerngehäuse viele Geschmacksstoffe drin sind. Fürs Gelee koche ich das auch mit. Dann schneide ich also mal nicht ganz so großzügig aus und probier es im Topf und parallel dazu mit der anderen Hälfte in einer Bowleschüssel. Mal schauen, ob dann tatsächlich ein Unterschied feststellbar ist 🤷‍♀️

03.11.2020 11:08
Antworten
Kathi1987

Ich würde das Rezept gerne ausprobieren, hätte vorher allerdings 2 Fragen: 1. Braucht man wirklich 5-6 kg Quitten, um 3 kg Fruchtfleisch zu bekommen? So viel wiegt das bisschen Kerngehäuse doch nicht?!? 2. Kann ich für das Ansetzen der Maische einen Kochtopf nehmen oder ist das Sonnenlicht in den ersten 4 Wochen essentiell wichtig? Vielen lieben Dank schon mal 😊

01.11.2020 19:28
Antworten
LilliyLucky

Hallo, 1. Da wir viele Quitten haben, schneidet mein Mann das Kerngehäuse immer sehr großzügig heraus. Daher brauchen wir eher mehr Roh-Quitten. Wahrscheinlich könnte man auch mit weniger Quitten auskommen. 2. Wir können es zwar chemisch nicht erklären, haben es aber auch noch nicht anders ausprobiert, als dass der Likör den 1. Monat in einem durchsichtigen Gefäß im Hellen und möglichst in der Sonne steht. Wenn Sie so ein Gefäß nicht haben, probieren Sie es einfach in einem Topf aus. Vielleicht klappt es genau so.

02.11.2020 22:56
Antworten
jutta-e-weiss

Wird bei der Orange die ganze Frucht inkl. Schale verwendet? Wäre dann ja besser ungespritzte bzw. Bioorangen zu nehmen.

09.11.2019 19:51
Antworten
LilliyLucky

Hallo, ja, es wird die ganze Frucht bei den Orangen verwendet und daher wären Bio-Orangen optimal.

12.11.2019 12:33
Antworten
flowerdevil

Wie lang lässt man die Quitten denn im Gefrierschrank? 1-2 Stunden? In der Natur würden sie ja auch nur vorübergehend Frost bekommen vor dem Pflücken....

14.10.2018 14:01
Antworten
Firehero90

Standzeit im kalten Keller ist danach noch mal wichtig. Quitten haben einen hohen Anteil von Pektinen. Diese müssen in aller Ruhe sich absetzen. Ist ein langer Prozess, aber das Rezept ist Klasse.

09.10.2018 12:41
Antworten
Firehero90

Alkoholfilter lohnen nur, wenn mit Cellulose(Becoflock) angeschwämmt wird.

09.10.2018 12:38
Antworten
Elras

Hallo an die Autorin/ an den Autor, Ich habe mit viel Spannung und großer Erwartung Ihr Rezept getestet... Ich habe mich bis auf das letzte Komma genau an das Rezept gehalten. Das Ergebnis ist geschmacklich gut. Mein Problem ist die Farbe. Laut Bild, soll der Likör eine klare bernsteinähnliche Färbung haben. Mein Likör hingegen hat eine starke Trübung und eine GELBE Farbe. Meines Erachtens äußerst unansehnlich. Nun meine Frage... Was habe ich falsch gemacht, bzw wo liegt der evtl unerwähnt Trick? An einer mangelnden Filterung liegt es nicht. Habe spezielle Alkoholfilter gekauft, welche i.d.R. bei weitem bessere Ergebnisse als Kaffeefilter, Tücher, etc. liefern. Über eine hilfreiche Antwort bzw. Ratschläge würde ich mich freuen. i.d.S. frohes Kochen :)

22.12.2017 22:45
Antworten
LilliyLucky

Hallo Elras, die Farbe des Likörs ändert sich mit der Zeit ganz alleine durch Licht-Sauerstoff-Einfluss von gelb zu bernstein = bräunlicher - so ähnlich, wie wenn man die Quitten nach dem Schneiden unverpackt liegen läßt. Der Likör auf dem Foto war im März fertig (gelb) und wurde aber erst im Oktober fotografiert. Die Trübung können wir uns nur dadurch erklären, dass die speziellen Alkoholfilter nicht die schwebenden feinen Rest-Frucht-Teilchen aus dem Likör heraus gefiltert haben. Wenn der Likör eine Weile steht, wird er nicht nur dunkler, sondern auch bei uns wieder trüber, dann filtern wir ihn erneut mit Kaffeefiltern. Versuche es doch auch, vielleicht helfen Kaffeefilter in diesem Fall doch besser. Eine andere Idee dazu haben wir nicht. Viele Grüße

03.01.2018 20:02
Antworten