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Zutaten

1800 g Eisbein(e), Fleischanteil ca. 1100 g
1000 g Beinscheibe(n), vom Rind, Fleischanteil ca. 750 g
250 g Speck, fett, nicht geräuchert
800 g Zwiebel(n)
Lorbeerblätter
Pimentkörner
Wacholderbeere(n)
50 g Knollensellerie, gewürfelt
50 g Lauch, klein geschnitten
3 1/2 Liter Wasser
750 g Graupen, (Gersten-), mittel
 n. B. Rauchsalz
 n. B. Pfeffer, gemahlen, weiß u. schwarz
 n. B. Piment, gemahlen
1 EL Majoran, getrocknet, gemahlen o. gerebelt
1 EL Thymian, getrocknet, gemahlen o. gerebelt
1 TL Nelkenpulver
1 TL Beifuß
1 TL Liebstöckel
2 EL Essig, ersatzweise Balsamico
3 EL Worcestersauce
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 2 Std. / Koch-/Backzeit: ca. 2 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Die Eisbeine, Beinscheiben und den Speck mit den grob gewürfelten Zwiebeln, den Lorbeerblättern, Pimentkörnern und Wacholderbeeren in dem kalten Wasser aufsetzen und ca. 1 Std. kochen, bis sich das Fleisch leicht von den Knochen löst.

Das Fleisch mit den Schwarten sowie den Speck, die Zwiebeln, den Sellerie und die Gewürzkörner aus der Brühe fischen, in passende Stücke schneiden und durch den Fleischwolf drehen, mittlere Scheibe ca. 4 mm. Eventuell noch vorhandenes Mark aus den Rinderknochen lösen und auch zum Fleischbrei geben.

Den gewolften Brei wieder in die Brühe geben. Die Graupen dazugeben und noch einmal ca. 45 min. auf kleiner Flamme kochen/köcheln lassen. Achtung: Jetzt kann der Brei schnell am Topfboden ansetzen oder gar anbrennen, daher ab und zu umrühren. Eventuell nach und nach noch Wasser in kleinen Portionen dazugeben, damit die Graupen etwas zum Aufquellen haben. Bei mir kam noch ein ganzer Liter dazu. Der Brei sollte aber nicht wässrig oder "suppig" werden, daher lieber erst mal sparsam mit dem Wasser sein.

Nach der Kochzeit salzen und mit den restlichen Gewürzen kräftig abschmecken. Pfeffer und Piment sind dabei am wichtigsten, die saure Note von Worcestersauce und/oder Essig sind ebenfalls wichtig. Noch mal 15-20 min. köcheln lassen.

Der Wurstebrei kann mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden und schmeckt am besten, wenn er in der Pfanne wieder aufgewärmt wurde. Dabei darf er ruhig am Rand der Pfanne ein bisschen ansetzen und anbraten. Dazu gibt es Salzkartoffeln, saure Gurken und/oder sauer eingemachte Rote Bete.

Einfrieren ist auch problemlos möglich. Früher wurde er in Gläsern eingeweckt.


Wurstebrei ist eine Spezialität aus meiner ostwestfälischen Heimat. In dieser Machart leider so gut wie gar nicht außerhalb der Region zu bekommen, daher habe ich mehrere Versuche unternommen ihn nachzubauen. Zuletzt war das Ergebnis meiner Meinung nach gut genug, um es weiterzugeben. Ich hoffe, dass auch andere "Exilwestfalen" es begrüßen.
Wer sich an dem sehr "speziellen" Anblick vorbeitraut, kommt in den Genuss eines herrlich deftigen und würzigen Herbst- und Winteressen.