Gewickelte Gänsefüße


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ein altes Rezept aus Pommern, Ostpreußen und der Lausitz. Ideal für Selbstschlachter. Durch den Essig angenehm säuerlicher Geschmack.

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20 Min. pfiffig 17.06.2014



Zutaten

für
2 Paar Gänseklein (4 Gänsefüße), gebrüht und geputzt
2 Magen (Gänsemägen), geputzt
Salzwasser
2 Darm (Gänsedärme), geputzt
½ Liter Essig
400 g Salz
3 Liter Wasser, kaltes
1 Lorbeerblatt
3 Wacholderbeere(n)
etwas Rapsöl
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Zubereitung

Arbeitszeit ca. 20 Minuten Ruhezeit ca. 45 Minuten Koch-/Backzeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 2 Stunden 5 Minuten
Die Därme werden (falls sie nicht schon gereinigt sind) der Länge aufgeschnitten und ausgeschabt. Den Großteil des außen anhängenden Fettes kann man dabei gleich entfernen. Anschließend die geputzten Därme abspülen.

Essig, 1 l Wasser und das Salz mischen und die Därme darin 1/4 Stunde ziehen lassen. Hin und wieder vorsichtig durchwalken. Anschließend für eine halbe Stunde in 2 l frischem, kalten Wasser ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Mägen in etwas Salzwasser mit Lorbeerblatt und Wacholderbeeren kochen. Nach einer halben Stunde die Gänsefüße zugeben und mitkochen lassen. Wenn die Mägen weich sind, diese zusammen mit den Füßen aus der Brühe nehmen und leicht abkühlen lassen.

Die Därme aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen. Die Füße parallel aufeinanderlegen, den Magen drauflegen und mit dem Darm fest umwickeln. Die Enden eventuell verknoten.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Wickelfüße hineingeben. Von beiden Seiten braten, salzen und heiß servieren. Dazu passt Rotkraut, Kartoffeln oder Brot.

Die Füße werden in die Hände genommen und abgeknabbert.

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Kommentare

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SusiNinaA

Schaut richtig eklig aus :(

13.08.2020 15:29
Antworten
Binobienchen

Hallo, ich habe gerade mal ein wenig gestöbert und dabei dieses Rezept gefunden. @Bernd237: Lieber Bernd, im asiatischen Raum ist das Essen (bzw. Abknabbern) von Geflügelfüßen völlig normal. Und hier gibt es z. B. Rezepte für Schweifüßchen - frag mal die Berliner! Auch werden aus "Füßchen" superleckere Brühen (ach nee: "Fonds") gekocht. Liebes Küchenkaninchen, ein ähnliches Rezept kennen wir auch, da wird die Haut des Geflügels mit Füßlies und Innereien gefüllt und - im Bräter nebeneinander geschichtet - mit viel Wurzelgemüse langsam und lange im Backofen geschmorrt. Auf die Idee, die Därme zu verwenden, sind wir noch gar nicht gekommen - ist einen Versuch wert :-) Dazu gibt es hausgemachte Bandnudeln oder schlicht Brot. Schmeckt total lecker. Also, wir werden es mal wieder zubereiten. jedenfalls vielen Dank für die Anregung, möglichst viel vom Schlachtvieh zu verwenden! LG, Bine

22.07.2016 10:39
Antworten
gerrie1978ch

Ich bin ja eigentlich nur stiller Mitleser hier bei Chefkoch, aber nun muss ich mich schon mal zu Wort melden. Ich persönlich würde dieses Gericht wohl auch nicht essen, Mut hin oder her. Aber ich würde bspw. auch nie Käsefondue oder Raclette essen, weil ich geschmolzenen Käse einfach nicht mag. Ist eben Ansichtssache.... Da wo ich herkomme ist Schwarzsauer durchaus ein Begriff und auch ich habe es früher mal probiert. Ist nicht mein Fall aber die, die es mögen, haben es sehr sehr gerne. Und da es eigentlich nur an Schlachttagen gekocht wird, ist es für sie eine regelrechte Delikatesse. Also nur weil man das Gericht oder die Zutaten nicht kennt (weil vielleicht Fleisch aus der Kühltheke kommt), muss man nicht so einen blöden Kommentar abgeben. Denn eigentlich ist es schade, dass solche Rezepte (wie auch z.B. Schwarzsauer) kaum noch weiter gegeben werden. Bei solchen Reaktionen kann ich allerdings verstehen, dass einem die Lust dazu vergeht....

18.08.2014 16:48
Antworten
Küchenkaninchen

Wer isst denn SOWAS?? Ehrlich? Wer isst denn Nierchen, Leber, Zunge, ... Warum ein geschlachtetes Tier nicht so weit wie möglich nutzen und verwerten?! Wir haben dieses Rezept zum Hoffest bei einem Freund ausprobiert. Es waren Skeptiker und "Mutige" dabei. Alle die es gekostet hatten fanden es lecker. Und von den Alten kannten es einige noch von früher. Ich hatte im Internet zwei Rezepte für Gänsefüße gefunden. Meist wurden die Wickelfüße wohl im Schwarzsauer mitgekocht. Die extra gebratene Variante war unabhängig vom Schlachttag und klang mir leckerer.

01.07.2014 22:09
Antworten
Bernd237

Wer ist denn sowas? Meine Mutter kommt aus Ostpreußen und sie hatten Gänse. Sowas gabs aber nie.

30.06.2014 22:56
Antworten