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Usbekischer Plow

Reisgericht aus Mittelasien

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30 Min. normal 03.09.2013



Zutaten

für
500 g Hühnerbrust
500 g Möhre(n)
500 g Zwiebel(n)
500 g Reis (Langkorn-), parboiled
125 g Sultaninen
125 g Aprikose(n), getrocknet
1 TL Berberitzen, getrocknet
1 Knoblauchzwiebel(n), je nach Größe
100 ml Pflanzenöl, evtl. mehr
4 Chilischote(n), frisch oder getrocknet, n.B. auch mehr
1 TL Kurkuma
1 TL Paprikapulver
1 TL Korianderpulver
2 TL Kreuzkümmel, gemahlen oder ganz
etwas Salz

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Ruhezeit ca. 10 Minuten Koch-/Backzeit ca. 40 Minuten Gesamtzeit ca. 1 Stunde 20 Minuten
Plow wird üblicherweise in einem dickwandigen, meist gusseisernen nach oben breiter werdenden Kochtopf (Kasan) zubereitet. Wer keinen Kasan hat nimmt eine große, schwere (vorzugsweise gusseiserne) Pfanne mit passendem Deckel.

Die Zwiebel halbieren oder vierteln und in Ringe schneiden. Die Möhren in Stifte von maximal 5x5 mm Dicke schneiden. Das Fleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Die Rosinen waschen und die Aprikosen waschen und in 3-4 mm Würfel schneiden. Getrocknete Chilischoten einweichen. Den Reis mehrfach gründlich waschen und abtropfen lassen.

Das Kochgeschirr auf dem Herd erhitzen. Dann das gesamte Öl hinzugeben und erhitzen. Die Zwiebeln darin goldbraun braten. Dann das Fleisch dazugeben und leicht anbraten. Salz, Kurkuma, Paprikapulver, Koriander und Kreuzkümmel hinzugeben. Wer hat, zerkleinert den ganzen Koriander zwischen den Fingern erst beim Hinzugeben und nimmt statt des gemahlenen Kreuzkümmels ganzen. Die Möhren darauf geben und nicht mehr umrühren. Mit kochendem Wasser aufgießen, so dass die Möhren bedeckt sind. Die Chilischoten darauf legen und den Deckel auflegen. 5 Minuten köcheln lassen. Die Flüssigkeit sollte gut gesalzen sein, eher leicht versalzen, da noch der Reis mit weiterem Wasser dazukommt.
Sultaninen, Aprikosen und Berberitzen dazugeben und dann den abgespülten und abgetropften Reis glatt und gleichmäßig über den anderen Zutaten verteilen. So viel heißes Wasser hinzugeben, dass der Reis gerade so bedeckt ist. Zum Köcheln bringen und die Knoblauchzwiebel dazugeben und ein wenig in den Reis drücken. Den Deckel auflegen und 25 Minuten bei schwacher Hitze garen. Der Reis sollte dann gar sein.
Ist am Pfannenboden noch viel Wasser, den Knoblauch entnehmen und mit einem Löffelstiel ein paar Löcher in den Reis drücken und einmal - wie mit einem Zirkel - herumfahren), damit das Wasser besser verdampfen kann, und den Deckel wieder für 5-10 Minuten auflegen. Aufpassen, dass nichts anbrennt!
Ist der Reis noch nicht gar und zu wenig Flüssigkeit vorhanden, gibt man etwas heißes Wasser hinzu.

Jetzt alles einmal umrühren und den Plow bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten ruhen lassen.

Tipp:
Ich gebe auf den Plow frisches gehacktes Koriandergrün.

Zu Plow reicht man üblicherweise einen Salat aus Tomaten, Zwiebeln, scharfen Paprika (alles dünn geschnitten) und Salz.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

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Applepie

Heute gemacht uns es ist schon beim ersten Versuch fast perfekt gelungen (ich kenne richtigen Plow aus meiner Zeit in in Russland), daher 5 Sterne. Ich habe statt Hühnerbrust oder Hammel Hühneroberkeulen genommen und denke, dass ich das wieder so machen werde. Hat perfekt gepasst - Knochen wurden erst beim Essen entfernt. Berberitzen hatte ich keine, werde ich aber bein nächsten mal versuchen zu bekommen. Ich war nur beim "Sirwak" zu vorsichtig mit dem Salz. Musste am Ende nochmal kräftig nachsalzen. Hat dem Ganzen aber keinen Abbruch getan, hat allen sehr gut geschmeckt! Danke für das gute Rezept!

08.07.2019 00:42
Antworten
inschik2014

Wirklich ein sehr leckerer Plow - auch mit Putenbrust.

16.11.2016 13:53
Antworten
youshouldntknow

Also getrocknete Berberitzen gibt es im Internet zu Hauf. amazon allein hat zig Angebote. Schwanzfett kriegt man evtl. von Dönerlieferanten. Also den Logistikunternehmen, die mehrere Dönerläden - nicht nur mit Spießen - beliefern. Einfach mal beim Dönermann des Vertrauens nachfragen, ob der Lieferant so etwas organisieren könnte. Das Fett kann man problemlos einfrieren (schneidet sich dann auch besser). In Österreich hattet ihr mal Herden von Karakulschafen, keine Ahnung, wieviele davon noch existieren. In Deutschland gibt es nur noch wenige (um die 100). Dessen Schwanzfett ist durchaus verwendbar.....

31.03.2016 18:54
Antworten
Goldioma

Ja, in Niederösterreich gab es vor zig Jahren eine Karakulherde-doch die konnten nicht Fuß fassen. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass es noch welche gibt. Berberitzen bekomme ich jetzt in einem kleinen afghanischen Laden. Wir und viele meiner Bekannten lieben dieses Gericht. Ich mache es mittlerweilen schon auf Vorrat, indem ich das Fleisch und das Gemüse vor dünste und bei Bedarf einfach den Reis extra mache und es dann zusammen mische. Habe wunderbaren Basmatireis, der sich auf doppelte Größe verlängert (auch vom Afghanen- importiert von einer Hamburger Gesellschaft)

01.04.2016 08:47
Antworten
Andre-O

Eigentlich kann man Berberitzen in Ö fast bei jedem Merkur finden.

21.12.2016 11:25
Antworten
Goldioma

Jammerschade, dass es hier in Österreich keine Fettschwanzschafe gibt. Das Fleisch war herrlich-man konnte den Schafbraten sogar kalt essen- und die Spieße vom Holzkohlengrill die waren köstlich. Wo bekommt man eigentlich getrocknete Berberitzen? Die sind ja so fein säuerlich. Kenne die Zutaten aus meiner Kindheit in Kabul. Werde demnächst den Plow mit normalem Hammel kochen und statt der Berberitzen getrocknete Preiselbeeren verwenden. Der Plow ist ja ein Gericht in dem alles beinhaltet ist:Fleisch-Gemüse-Beilage-Aromaten-und sehr wenig Fett-also gesundes Essen.

06.12.2013 10:17
Antworten
youshouldntknow

Da das Rezept durch die Redaktion verballhornt wurde - hier mal das Rezept im Original: Für den Plow brauchen wir: 500g Fleisch (hier: Hühnchenbrustfilet) 500g Möhren 500g Zwiebeln 500g Reis (hier: parboiled Langkorn) 125g Sultaninen 125g getrocknete Aprikosen 1-3 Knoblauchzwiebeln (je nach Größe) 100-150ml pflanzl. Öl 4-8 Chilischoten (frisch oder getrocknet) 1 TL Kurkuma 1 TL Paprikapulver 1 TL Koriander (gemahlen oder kurz vor Zugabe zerkleinert) 2 TL Kreuzkümmel (gemahlen oder ganz) 1-2 EL Berberitzenbeeren (getrocknet - falls vorhanden) Salz Plow wird üblicherweise in einem Kasan (Kazan) zubereitet. Kasan ist ein dickwandiger, meist gusseiserner nach oben breiter werdender Kochtopf. Vielleicht mit einem schweren Wok zu vergleichen. Heutzutage wird er auch aus Aluminiumguss gefertigt. Wer keinen Kasan hat nimmt eine große, schwere (vorzugsweise gusseiserne) Pfanne mit passendem Deckel. Zunächst schneiden wir die Zutaten zurecht. Die Zwiebeln werden halbiert oder (je nach Größe) geviertelt und dann in (Halb-/Viertel) Ringe geschnitten. Die Möhren werden in Stifte von maximal 5x5mm Dicke geschnitten. Am besten schneidet ihr die Möhren mit diagonalen (zur Wuchsrichtung) Schnittbewegungen in Scheiben und diese wiederum diagonal in Stifte. So werden die Stifte nicht länger als 5-6 cm und müssen nicht noch extra gekürzt werden. Das Fleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Man nimmt für Plow eher Schaffleich, als Geflügel, und dieses wird dann in wesentlich größeren Stücken (mit Knochen) angebraten und gegart und erst am Schluss in Mundgerechte Teile geschnitten. Wer Hammelfleich und Speck/Fett vom Fettschwanzschaf beschaffen kann - unbedingt probieren! Nehmt aber die doppelte Menge von Allem, sonst lohnt es sich nicht. Die Rosinen waschen und die Aprikosen waschen und klein schneiden (3-4mm Würfel). Dann solltet ihr den Reis waschen. Dazu gießt ihr in eine Schüssel mit dem Reis etwa 1l Wasser und rührt den Reis um. Dann gießt ihr das Wasser soweit es geht ab und wiederholt die Prozedur, bis das Wasser nicht mehr trübe wird. d.h. mindestens vier mal eher ein bisschen öfter. Danach den Reis im klaren Wasser stehen lassen. Für Plow nimmt man am besten Dew-Sira (Dev-Zira) Reis. Da dieser aber wohl eher schwer zu beschaffen ist, tut es auch normaler parboiled Langkornreis. Wer getrocknete Chilischoten verwendet, kann diese vorher in Wasser einweichen (in 1-2 Stunden sollten sie fast wieder wie frisch aussehen). Nun stellen wir das Kochgeschirr auf den Herd und erhitzen dieses. Dann geben wir das gesamte Öl hinzu. Öl zum Braten kommt in die schon heiße Pfanne/Kasan/Wok usw. und die Zutaten kommen in das heiße Öl/Fett! Wer den Plow mit Schaffleisch zubereitet, lasst das Fett in der heißen Pfanne aus, so dass zusammen mit dem Pflanzenfett etwa 250-300ml heißes Bratfett (f. 1kg Fleisch) entstehen und nimmt dann die Speckstücke heraus. In das nun heiße Fett (auf hoher Stufe bzw. bei großer Flamme) kommen die Zwiebeln und werden goldbraun angebraten. Danach geben wir das Fleisch hinzu und lassen dieses leicht anbraten. Erst danach wird Salz hinzugegeben. Danach gebt Kurkuma, Paprikapulver, Koriander und Kreuzkümmel hinzu. Wer hat, zerkleinert den ganzen Koriander zwischen den Fingern erst beim Hinzugeben und nimmt statt des gemahlenen Kreuzkümmels ganzen. Anschließend gebt ihr die gestifftelten Möhren dazu. Nun wird vorerst nicht mehr umgerührt! Das Fleisch mit den Zwiebeln bleibt unter den Möhren, alle anderen Zutaten kommen nun oben drauf. Jetzt gießt man kochendes Wasser hinzu, dass die Möhren kaum bedeckt sind. Dazu kann man jetzt die Chilischoten geben und den Deckel auf die Pfanne/Wok/Kasan legen. Was ihr jetzt in der Pfanne habt nennt sich Sirwak (Zirvak). Diesen lässt man ein paar Minuten köcheln. Wer Hammelfleisch nimmt, lässt es 40 Minuten bei kleiner, gleichmäßiger Flamme köcheln. Bei Hühnchenfilet reichen auch 5 Minuten. Probiert bitte, wie gut der Sirwak gesalzen ist. Er sollte etwas salziger als "normal", also leicht versalzen sein, da wir ja noch den Reis dazugeben und diesen mit Wasser auffüllen. Nun gebt die Sultaninen und die Aprikosen (wer hat, auch die Berberitzenbeeren) hinzu und den durch ein Sieb abgetropften Reis. Der Reis wird glatt und gleichmäßig über den anderen Zutaten verteilt. Gießt nun so viel heißes Wasser hinzu, dass der Reis gerade so bedeckt ist. Dann bringt ihr das Ganze zum köcheln, und gebt (je nach Größe) die Knoblauchzwiebel(n) - nicht Zehen, sondern Zwiebel(n) - ganz dazu und drückt sie ein wenig in den Reis. Deckel drauf und 25 Minuten bei schwacher Hitze garen lassen. Nach 25 Minuten probiert ihr, wie weit der Reis durchgegart ist. Ist am Pfannenboden noch viel Wasser, so entnehmt den Knoblauch und macht mit einem Löffelstiel ein paar Löcher in den Reis (reinstecken und einmal - wie mit einem Zirkel - herumfahren), damit das Wasser besser verdampfen kann und legt den Deckel nochmal für 5-10 Minuten drauf. Aufpassen, dass nichts anbrennt! Notfalls, wenn der Reis noch zu fest und das Wasser schon verdampft ist, ein bisschen Flüssigkeit hinzufügen. Der Reis sollte nicht zusammenkleben. Deswegen haben wir ihn vorher gewaschen und bei der doch reichlichen Fettmenge, sollte so etwas nicht passieren. Klebt er dennoch, so habt ihr wahrscheinlich Milchreis genommen ))) Wenn alles gut durchgegart ist, rührt ihr alles um. Vermengt das Fleisch und die Möhren mit dem Reis und den Trockenfrüchten und lasst den Plow bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten ruhen. Wer Schaffleisch genommen hat, der entnimmt die Fleischstücke und zerschneidet sie in mundgerechte Stücke und gibt diese anschließend oben auf den Plow. Ich gebe auf den Plow gehackte Korianderblätter (Kinsa/Kinza). Am besten frisch. Zu Plow reicht man üblicherweise einen Salat aus Tomaten, Zwiebeln, scharfen Paprika (alles dünn geschnitten) und Salz. Und nun: Guten Appetit!

11.09.2013 12:02
Antworten
Kwas

Hallo youshouldntknow, Klasse Arbeit! Ich plane für Mittwoch ein mongolisches Buffét, zu dem ich Deinen Plow nachkochen werde.Ich habe lange danach gesucht, fand es aber dann auch in einem uralten Kochbuch aus Russland über die usbekische Küche. Das Rezept ist identisch mit Deinen Zutaten. Super! Weiter so! Gruß, Kwas

05.07.2014 18:42
Antworten
hefide

Man sollte allerdings anmerken, daß Plov normalerweise mit Lamm- oder Hammelfleisch gemacht wird. Dazu gibt es noch Kazy (Pferdewurst). Mit Huhn geht es sicherlich auch, ist aber eine in Zentralasien eher seltene Variante. Liebe Grüße aus Taschkent Helmut

04.09.2013 08:35
Antworten
youshouldntknow

Wenn das Rezept so eingestellt worden wäre, wie ich es geschrieben habe, dann würde da stehen, dass man Hammelfleisch und Fett vom Fettschwanzschaf nehmen soll, aber in Ermangelung desselben hier im deutschsprachigen Raum man lieber Huhn und Pflanzenfett nehmen soll...

10.09.2013 14:44
Antworten