Ostpreußischer Steckrübeneintopf


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ein tolles Herbst/Wintergericht, so hat meine Mama aus Ostpreußen ihn gekocht

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45 Min. normal 26.06.2012



Zutaten

für
1 Steckrübe(n), ca. 800 g
4 m.-große Möhre(n)
5 m.-große Kartoffel(n), festkochende
¼ Knolle/n Sellerie
einige Stiele Petersilie, glatte, zum abschließenden Würzen
1 EL Schmalz, von Schwein oder Ente, ODER:
1 EL Butterschmalz
500 g Suppenfleisch, vom Rind, wenn möglich mit Knochen, Brust oder ähnliches
500 g Schweinebauch
1 Zwiebel(n)
1 TL Wacholderbeere(n)
1 TL Piment
1 TL Pfefferkörner, schwarze
4 Gewürznelke(n)
4 Lorbeerblätter
4 Scheibe/n Ingwer, von der frischen Knolle abgeschnitten
Gemüsebrühe, instant
Salz und Pfeffer
1 ½ Liter Wasser, kochendes

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Koch-/Backzeit ca. 2 Stunden Gesamtzeit ca. 2 Stunden 45 Minuten
Das Schmalz im Topf auf Temperatur bringen und nach und nach das Fleisch rundherum anbraten. Die Hitze dabei ungefähr auf 2/3 schalten. Man muss darauf achten, dass es wirklich rundherum angebraten ist. Man legt es einfach in das heiße Fett und lässt es für 2 Minuten in Ruhe, dann auf die nächste Seite drehen, wieder zwei Minuten liegen lassen und so weiter. Leichte Röststoffe, sowohl am Fleisch als auch am Topfboden sind erwünscht.

Wenn das erledigt ist, löschen sie die Röststoffe am Boden mit ca. 1,5 l kochendem Wasser ab. Dazu kommt die geschälte, ganze Zwiebel (lassen sie ein wenig von der Wurzel dran, dann zerfällt sie beim Kochen nicht), eine halbierte Möhre, der in Würfel (ca. 1-1,5 cm) geschnittene Sellerie, Lorbeerblätter, der Ingwer und die Gewürze. Ich fülle die Gewürzkörner immer in ein Tee-Ei. Man kann auch einen Teefilterbeutel nehmen und ihn oben zuknoten. Dann braucht man sie später nicht umständlich raussuchen. Kochen sie das Ganze einmal auf und reduzieren sie dann die Hitze soweit, dass es sich irgendwo zwischen Sieden und ganz leichtem Köcheln einpendelt. Deckel drauf und für 1,5 Std. köcheln lassen.

In der Zwischenzeit putzt man das Gemüse und die Kartoffeln und schneidet alles in möglichst gleich große Würfel (1-1,5 cm). Wenn die Kochzeit für die Brühe rum ist, nehmen sie das Fleisch aus der Brühe und fischen die vier Scheiben Ingwer und die weich gekochte Zwiebel aus der Brühe. Dann geben sie das gesamte Gemüse in die Brühe. Es sollte knapp von der Brühe bedeckt sein. Falls nicht, ergänzen Sie es einfach mit Wasser. Nun lässt man es wieder aufkochen und reduziert die Hitze wieder, bis es nur noch leise köchelt. Lassen sie das Gemüse in ca. 20 Min. langsam gar ziehen. Hier könnten wir wieder die Diskussion über bissfest oder nicht führen. Bitte jeder so, wie er es mag.

Während das Gemüse köchelt, schneiden sie das Rindfleisch von den Knochen, entfernen das überschüssige Fett (oder lassen es dran) und schneiden das Stück QUER ZUR FASER (wichtig!) in etwa 1-1.5 cm dicke Scheiben. Diese Scheiben dann wiederum (der aufmerksame Koch hat es schon erkannt) in ca 1-1,5 cm große Würfel. Den Schweinebauch lässt man im Stück. Er wird später in Scheiben geschnitten und auf den heißen Eintopf gelegt.

Wenn die Kochzeit um ist, schmecken sie das Ganze mit der gekörnten Brühe, dem Salz und dem Pfeffer ab. Abschließend geben sie das gewürfelte Rindfleisch wieder dazu. Jetzt hacken sie auch die Petersilie und streuen sie als Verzierung und als Gewürz sparsam auf den Eintopf im Teller und legen dann noch ein paar Scheiben von dem Bauchfleisch in darauf.

Dazu reichen wir immer eine Scheibe gutes, herzhaftes Bauernbrot und scharfen Senf für den Schweinebauch.

Anmerkung:
Ich stehe zu der Verwendung von Instantbrühe. Sie erleichtert das Leben in der Küche immens. Wer sie nicht mag, lässt sie weg. Sie können natürlich auch ihr selbst hergestelltes Brühpulver verwenden.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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bsiedow

Von mir auch 5 Sterne, der Eintopf war super lecker. Den wird es jetzt öfter geben, habe ihn gespeichert. Vielen Dank für das tolle Rezept. Brigitte

02.04.2020 18:45
Antworten
tomy65

Hallo Matze, habe ja dein Rezept von http://www.chefkoch.de/rezepte/2221021355483518/Schuppnis.html ausprobiert und mit 5***** Sterne bewertet. (Hätte auch 10 gegeben!) Habe heute eine Kohlrübe gekauft (das arme Ding an der Kasse vom Discounter meines Vertrauens wusste nicht mal was das ist...) und dann hatte ich am frühen Abend mir Dein Rezept als "Starthilfe" zu meinen Erinnerungen genommen. Ich hatte das Rezept im Kopf und schaute doch noch mal "sicherheitshalber" hier rein. Ob Ob wir Verwand sind??????? ...kicher.... habe es fast genauso gekocht wie Du. Nur der Ingwer war neu für mich, und dieser unterstrich alles noch wirklich sehr fein und aromatisch. Und die Nelken sind sehr wichtig, und das kannte ich von meiner Oma auch so. Auch ich nutze (vor allem im Sommer) Brühe aus dem Glas. Aber da dann auch wirklich nur die Gläschen von Markennamen. Die Discounter Gläser taugen dann vom Geschmack wirklich nix! Im Repertoire habe ich auch die Instantsuppen von einem CK-User - aber die sind auch nicht immer so preiswert zu machen! Jedenfalls habe ich einen großen Eintopf nach deinem Rezept gekocht. Weil es so viel wurde, habe ich das ganze Haus damit glücklich gemacht - Nachbarn, meinen Bruder und meine alte Tante (84) die sich nicht über den Winter von 1946/47 beschwerte und die Kohlrübe nicht verflucht. Vielen Dank für das Teilen dieses Rezeptes! Liebe Grüße aus Berlin Tomy65

29.03.2017 23:33
Antworten
Koewi12

Seeehr Lecker! Genau so kenne ich das von meiner Mutter auch noch. Leider sind ihre alten Rezepte mit ihr verloren gegangen und ich freue mich jetzt sehr, ein Originalrezept wie das von Dir hier beim Chefkoch zu finden. Dankeschön!

13.01.2017 09:50
Antworten