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Zutaten

500 ml Traubensaft
1 Flasche Hefe, (Reinzuchthefe - Sherry)
  Außerdem: (Basiszutaten)
1 1/2 kg Honig, (Waldhonig)
1/2 kg Rohrzucker, brauner
500 ml Traubensaft
1 Liter Wasser
  Außerdem: (Zum Aufgießen)
500 g Rohrzucker, brauner
300 ml Wasser
  Außerdem: (optional)
15 g Most - Milchsäure, 80%*
2 g Hefe - Nährsalz
1/2 g Kaliumpyrosulfit
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 120 Tage / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Für die Zubereitung werden weitere Utensilien nötig:
Eine 1 l Glasflasche (am besten bauchig).
Ein 5 l Gärballon.
Ein Gärröhrchen.
Ein Trichter.
Aluminiumfolie.

Ein guter Wein benötigt Zeit und sollte schnell angären, um Schimmel zu vermeiden. Auch sollten alle Utensilien zu jeder Zeit sauber sein und vor jeder Verwendung mit heißem, klarem Wasser ausgespült werden.

Ansatz zum schnellen Angären (ca. 3 Tage Wartezeit):
0,5 Liter Traubensaft in eine 1 Liter Glasflasche geben. Falls der Traubensaft dampfentsaftet wurde oder aus dem Kühlschrank kommt, bitte warten, bis dieser Zimmertemperatur (ca. 20°C) erreicht hat. Sonst stirbt die Hefe.
Die Art des Traubensaftes (weiß/rot) ist dem eigenen Geschmack vorbehalten. Die Farbe des Weines kommt hauptsächlich vom Honig und dem Rohrzucker und wird lediglich in der Helligkeit vom Traubensaft beeinflusst.
Anschließend die Hefe hinzugeben und mit Aluminiumfolie die Öffnung fest abdecken. Einmal am Tag vorsichtig schwenken und warten, bis deutliche Blasen zu erkennen sind (dies sollte ca. 3 Tage dauern).

Wein (ca. 2-3 Monate Wartezeit):
Ist der Ansatz fertig, bitte erst an diesem riechen. Sollte ein muffiger Geruch wahrgenommen werden, den Ansatz nicht weiter verwenden und entsorgen!
In den Gärballon mit einem Trichter die Basiszutaten geben.
Das Wasser sollte zum Lösen des Honigs ca. 30-35°C betragen. Bitte nicht mehr, da ab 40°C der Honig sein Aroma verliert. Zum Lösen des Rohrzuckers kann das Wasser wärmer sein, sollte aber erst abkühlen, bevor der daraus entstehende Sirup zum Honig kommt.
Auch hier wieder Warten - falls notwendig - dass der Inhalt auf Zimmertemperatur abkühlt. Anschließend den Ansatz einfüllen und mit einem Gärröhrchen den Ballon verschließen.
Zusätzlich können Hefenährsalze - zur Unterstützung der Gärung - und Milchsäure - zur Geschmacksoptimierung - hinzugegeben werden.

Der Ballon sollte noch ca. einen Liter Platz haben, damit bei der folgenden Schaumbildung das Überlaufen vermieden wird. Zur Sicherheit bitte trotzdem eine Schüssel oder ähnliches unter den Ballon stellen. In regelmäßigen Abständen sollte der Ballon vorsichtig geschwenkt werden. Nicht zu fest, da sonst durch die Kohlensäure der Inhalt überlaufen kann!

Nach etwa 1-2 Woche sollte der Wein sich beruhigen, also nur noch eine leichte Blasenbildung aufweisen und der Schaum sollte sich größtenteils gesetzt haben. Ist dies der Fall, kann der Aufguss - nach Erreichen der Zimmertemperatur - hinzugefügt werden.

Nun heißt es warten.

Hört der Wein gänzlich auf zu schäumen (nach ca. insgesamt 5-6 Wochen), auch nachdem er geschränkt wurde, ist er eigentlich fertig und kann schon verkostet werden. Er wird allerdings noch etwas kantig schmecken.

Zum Klären Kaliumpyrosulfit hinzugeben und noch einmal warten, bis der Wein durchsichtig erscheint. Das Kaliumpyrosulfit muss nicht unbedingt verwendet werden. Es trägt aber dazu bei, den Wein schneller zu klären und den Geschmack etwas zu entspannen.

Soll der Wein besonders klar werden, kann man ihn zwischenzeitlich mit einem Schlauch in einen anderen Gärballon umfüllen und weiter klären lassen. Nach insgesamt 1-2 Monaten sollte der Wein klar sein und schon wesentlich angenehmer schmecken. Nun ist es Ihnen überlassen, ihn sofort zu trinken oder in Flaschen abzufüllen. Ich empfehle beides.

Bei den verschiedenen Phasen, die der Wein erlebt, sollten Sie immer auch auf ihr Bauchgefühl hören. Wenn Sie der Meinung sind, etwas länger warten zu müssen, als es oben angegeben wurde, dann machen Sie das. Auch die Mengen der Zutaten können/sollten je nach persönlichem Geschmack variiert werden. Wein ist ein, wie ich finde, sehr persönliches und individuelles Genussmittel.

Der Wein sollte am Ende der Zubereitung ca. 19-21% Vol. haben.
Er erreicht nach etwa einem Jahr Lagerung ein glattes Aroma. Je nach Lagerung kann er über weitere Jahre sein Aroma ausbauen. Da die Reife jedoch gänzlich in Glas stattfindet (Eichenfässer sind recht teuer), wird nach ca. fünf Jahren wahrscheinlich kaum oder keine Entwicklung mehr stattfinden. Doch so lange konnte er bei mir noch nicht reifen.

*Kann in verschiedenen Baumärkten gekauft werden.