Krautkrapfen


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nach Omas Rezept, einfache Zutaten

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60 Min. normal 12.06.2012



Zutaten

für
5 Ei(er)
400 g Mehl
800 g Sauerkraut (möglichst frisch)
200 g Speck
etwas Fond oder Wasser
einige Wacholderbeere(n)
1 Lorbeerblatt
Kümmel
Butter oder Öl, zum Braten
etwas Saft vom Sauerkraut
n. B. Wasser

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Ruhezeit ca. 1 Stunde Koch-/Backzeit ca. 50 Minuten Gesamtzeit ca. 2 Stunden 50 Minuten
Aus dem Mehl und den Eiern einen Nudelteig herstellen:
Eier in einer Schüssel verquirlen. Nach und nach das Mehl untermischen. Am Anfang kann man noch rühren – später muss man kneten.

Die Mehlmenge richtet sich nach der Größe der Eier. Der Teig soll eine mittelfeste, absolut glatte Konsistenz haben. Um das zu erreichen, muss man sich tatsächlich etwas anstrengen und beim Kneten das ganze Körpergewicht einsetzen (oder wer hat - die Küchenmaschine arbeiten lassen).

Den fertigen Teig in eine Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch lässt er sich später besser verarbeiten.

Sauerkraut:
Im Dampfdrucktopf den gewürfelten Speck ausbraten. Das Kraut zusammen mit den Gewürzen dazugeben, etwas Fond oder Wasser dazugeben. Einmal umrühren und das Kraut mindestens 30 Minuten kochen lassen.

Krautkrapfen:
Den Nudelteig in 4 Portionen teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Das geht am besten, wenn man die Teigflecken zwischendurch kurz zur Seite legt. Der Teig lässt sich nach einer kurzen Pause deutlich besser weiterverarbeiten.
Meine Oma hat immer gesagt man müsse durch den Teig Zeitung lesen können. Wer genügend Ehrgeiz hat, kann das gerne mal ausprobieren.

Das Sauerkraut gleichmäßig auf den Nudelteig verteilen. Sofort zu einer langen Rolle zusammenrollen, bevor der Teig zu sehr durch den Krautsaft aufweicht und an der Unterlage festklebt.

Die Rolle in ca. 4-5 cm lange Stücke schneiden und diese mit der Schnittseite dicht an dicht in eine vorgewärmte hohe Pfanne mit geschmolzener Butter setzen.

Die Pfanne mit dem übrig gebliebenen Krautsaft und evtl. etwas Wasser aufgießen, so dass die Krautkrapfen zu 2/3 in der Flüssigkeit stehen. Deckel aufsetzen und die Krautkrapfen so lange bei niedriger Temperatur kochen, bis die Flüssigkeit aufgesogen bzw. verdampft ist. Das dauert ca. 15–20 Minuten.

Die Krautkrapfen aus der Pfanne nehmen und bei mittlerer Hitze von allen Seiten goldbraun knusprig anbraten. Erst durch das Anbraten erhalten die Krautkrapfen ihren unverwechselbaren Geschmack.

Tipp:
Die Krautkrapfen lassen sich auch schon einen Tag zuvor vorbereiten. Ich wärme sie dann einfach kurz in der Mikrowelle auf und brate sie anschließend in der Pfanne knusprig an.

Wie man Krautkrapfen macht, hab ich von meiner Oma gelernt. Eigentlich handelt es sich dabei um ein (wie sie immer sagte) "Armeleuteessen" aus ihrer Kindheit. Die Zutaten sind in der Tat einfach gehalten, aber schmecken tut es wunderbar.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Soye

Hi TooV, ich habe es eben probiert, habe den Teig sehr dünn ausgerollt und mit ca. 2-3 EL Paniermehl bestreut, zusätzlich habe ich den Sauerkraut ausgebreitet auf dem Backblech etwas auskühlen lassen, nachdem ich den Saft ausgedrückt habe. Und siehe da sie wurden perfekt. Danke für den Supertip beim nächsten mal stelle ich gern ein Foto rein, nur bei diesen mal.. waren sie leider im nu alle weggefuttert :-x

14.06.2012 15:52
Antworten
TooV

Hi Soye, um ehrlich zu sein, ich hab nicht so viel Ehrgeiz dass ich das mit der Zeitung schon mal ausprobiert hätte, daher hatte ich auch noch nicht diese Problemstellung. Was aber helfen könnte - (jedenfalls funktioniert es bei mir wenn ich Strudel mache) - ist ein wenig Semmelbrösel auf den Teig zu streuen, das Kraut ganz feste ausdrücken und dann einfach sehr schnell arbeiten. Die Semmelbrösel sauge einiges an Flüssigkeit auf und verlängern dadruch das Zeitfenster. Solange man es mit der Menge nicht übertreibt sollte das dem Geschmack keine Abruch tun. TooV

14.06.2012 11:17
Antworten
Soye

Super beschrieben, so das man eigentlich keine Probleme mehr entstehen können. Hatte immer das Problem, dass mir der Teig beim Rollen zu sehr gerissen ist und ich nachher eigentlich nur noch Matsche hatte ^^ Nachdem was du schriebst ist es eigentlich ganz Logisch, der Sauerkraut weicht den Teig auf, wenn man sich zusehr Zeit lässt. Dennoch würde mich interessieren, wenn man ihn jetzt wirklich so ausrollt, dass man Zeitung dadurch lesen kann, reißt er dann nicht eh weil er dann zu dünn ist? 5* Geb ich dir aufjedenfall schon alleine wegen der tollen Beschreibung und weitere 5* würde ich dir geben, für das leckere Essen was dabei raus kommt (: Mach weiter so!

14.06.2012 11:06
Antworten