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Herbst
Likör
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Brombeerlikör mit innerer Glut

ein Herbst-Rezept für kalte Winterabende, mit wunderbar rundem Aroma

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45 Min. normal 17.05.2012



Zutaten

für
3,4 kg Brombeeren, reif, tiefgefroren
200 g Holunderbeeren, reif, ohne Stengel, tiefgefroren
12 Blätter, (Brombeerblätter)
4 Stange/n Zimt
4 Gewürznelke(n)
2 Stange/n Vanilleschote(n)
1,2 Liter Rum, 54%
500 ml Rum, (Strohrum) 80%
0,4 Liter Rotwein, (Spätburgunder, ca. 12%)
1,1 kg Puderzucker

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Ruhezeit ca. 60 Tage Gesamtzeit ca. 60 Tage 45 Minuten
Die Brombeeren und Holunderbeeren kommen tiefgefroren in einen großen, luftdicht verschließbaren Edelstahltopf. Die Blätter des Brombeerstrauchs, Vanilleschoten und Zimtstangen werden in 2 cm lange Stücke geschnitten bzw. gebrochen und zusammen mit den Nelken zugesetzt. Alles wird mit dem Rum sowie dem Strohrum übergossen.

Spätburgunder und Zucker in einen Topf geben und unter ständigem Rühren erhitzen. Bei ca. 80-90°C löst sich der Zucker schlagartig im Rotwein, diese Lösung etwas abkühlen lassen und damit den Beerenansatz übergießen, gut durchmischen, verschließen und an einem kühlen Ort für 2 Monate lagern. Alle 2 Wochen mit einem sauberen Löffel umrühren.

Grobfiltration:
Nach 2 Monaten wird alles durch ein Haushaltssieb (ca. 1 mm Maschenweite) in eine Edelstahlschüssel abgegossen. Die Rückstände aus diesem Sieb noch separat mit einem Kartoffelstampfer oder z. B. einer Spätzlepresse ausdrücken. Ungefähr 30% der eingesetzten Beeren und festen Zutaten sind wertloser Grobrückstand.

Feinfiltration:
Das 1.Filtrat wird nun mittels Suppenkelle durch ein feineres Küchensieb (z. B. ein grobes Teesieb) in eine zweite Edelstahlschüssel oder Glaskanne filtriert. Dieses 2. Filtrat kann bereits so (ohne Feinstfiltration) in Flaschen abgefüllt werden.

Feinstfiltration:
Ein daumendicker Wattepfropfen wird mittels Schaschlikstäbchen locker von oben in einen Trichter gestopft und hierdurch das 2. Filtrat in Flaschen gefüllt. Hiermit erhält man natürlich einen Likör von vorzüglicher dunkelroter Klarheit.

Hinweise:
Brombeeren reifen über einen langen Zeitraum. Sie werden während des Sommers und Herbstes gesammelt und ohne Waschen tiefgekühlt gelagert.
5-10% der Brombeermenge sind noch als reife Holunderbeeren notwendig, sie können nach dem Abkämmen von den Dolden ebenfalls tiefgefroren gelagert werden.
Den Likör sollte man im Oktober ansetzen, damit er zu Weihnachten fertig ist. Das hier beschriebene Rezept wurde mit kleinen Variationen dreimal angewandt. Es liefert 5 l Likör. Alkoholgehalt ca. 17%, Zuckergehalt ca. 25%.
Wer im Herbst noch viel Brombeermarmelade aus Saft herstellt, sollte sich nicht scheuen, die festen Rückstände der Marmeladenproduktion zusätzlich in den Liköransatz „zu entsorgen“.
Da der verwendete Rum den Früchten den Saft entzieht und sich selbst dabei verdünnt, ist es wichtig, nur hochprozentigen Rum zu verwenden.
Während der Ansatzphase nur mit sauberem Löffel naschen. Sollte der Ansatz durch einen schmutzigen Löffel zu gären beginnen, bitte Rezepte zur Brombeerschnaps-Herstellung konsultieren.
Man sollte vermeiden, während der zweimonatigen Ansatzphase mit einem Mixer die Zutaten zu zerkleinern. Die Feinfiltration gestaltet sich dann wegen der feinen Bestandteile äußerst langwierig.
Der Rückstand aus der Feinfiltration eignet sich als alkoholisches Brombeermus hervorragend für Vanillepudding.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Sylvia-57

Hallöle, habe gerade den Likör angesetzt! Endlich mal eine vernünftige Verwendung für meine Brombeeren! Wenn er so gut wird, wie hier geschwärmt wird und sich das Rezept liest, dann frohe Weihnachten! Danke fürs Rezept!

05.09.2019 12:10
Antworten
pimpernuss

Aus den Beerenrückständen nach dem Filtern lässt sich eine hervorragende Weihnachtsmarmelade herstellen.

29.07.2018 13:08
Antworten
Erfinderpferd

Moin Moin, vielen Dank für den Hinweis auf die Holunderbeeren, die sind hier tatsächlich auch schon sehr reif in der hintersten Gartenecke. Die ersten Brombeeren sind auch gerade schon zum Naschen vollreif. Statt eines Edelstahltopfes (4-10 L) geht natürlich auch jedes andere Gefäß, nur von Glas- oder Porzellangefässen würde ich wegen der Bruch- und Verletzungsgefahr abraten. Wegen des hohen Gewichts ist umrühren mit Löffel auch einfacher als schütteln. Gutes Gelingen!!

20.08.2017 12:38
Antworten
mialamal

Hallo :) Bevor ich diesen sich wirklich lecker lesenden Likör ansetze, habe ich eine kleine Frage: Ist der Edelstahltopf essentiell oder kann ich genauso mit meinem Standard"topf" arbeiten - einem großen Bügelverschluss-Glas mit Gummidichtung, wie ein überdimensionales Weckglas? Schließlich könnte ich dieses auch bei Bedarf öffnen bzw. auch nur einfach hin und wieder schütteln wie bei meinen anderen Liköransätzen? Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen, der Holunder ist schon reif und wartet bald darauf, verarbeitet und vielleicht auch eingefroren zu werden. Liebe Grüße!

19.08.2017 22:32
Antworten
Rewana

Ich hab auch die reste vom entsaften der holunderbeeren mit reingemischt. Absoluter clou ist natürlich, dass der auch warm ne wucht ist.

26.11.2015 12:18
Antworten
Erfinderpferd

Klasse und Glückwunsch! Wenn ich Holunderbeeren zwecks Einfrieren entsafte, dann habe ich ca. 40-50% Abfall an Kernen und Häuten. Von daher macht es natürlich viel Sinn bei Verwendung von reinem Saft, Puderzucker gelöst in Rotwein nachzusetzen. Grüße vom Pfard'l

25.11.2015 23:54
Antworten
Rewana

Ich liebe diesen likör. Ich habe statt holunderbeeren selbst gepressten holundersaft pi mal daumen eingemischt. Auch die zuckermenge habe ich variiert, war mir zu wenig, habe abr auch erstmal n kilo rohrzucker untergemischt. Exprimentiere gerade mit der weiteren puderzuckermenge. Schade, dass man so lange auf das resultat warten muss, aber es lohnt sich. Gott sei dank habe ich die brombeeren geplündert, so dass is genug reserven im frost habe (juchuu) Danke für dieses rezept. Das wird ab sofort ein weihnachts must have. Meine enkel sollen irgendwann ma sagen *das ist ein geheimrezept von oma, das gabs immer zu weihnachten*

25.11.2015 14:30
Antworten
Erfinderpferd

Glückwunsch zum 1. Batch. Der Holunder-Zusatz lohnt sich unbedingt, das ist wie Kaminfeuer im Glas. Ich hatte beide Likör-Typen (mit/ohne) einmal mein medizinisches Bruderherz testen lassen. Holunderlikör ist oft im Bekanntenkreis vorhanden, ich würde da die fehlenden 5-10% einfach unter den fertigen holunderlosen Brombeerlikör druntermischen.

27.10.2015 09:54
Antworten
goldbärin

Hallo , ich habe diesen Likör für Weihnachten vorgesehen , zum Verschenken , für Menschen , die schon Alles haben . Leider hatte ich keine Holunderbeeren eingefroren , aber das hat nicht geschadet . Die erste Verkostung fand nach ca 4 Wochen statt . Der Ansatz war so lecker , das ich mir für Weihnachten etwas Anderes einfallen lassen muss... Weil es jetzt ja keine Brombeeren mehr gibt... Tolles Rezept . Danke fürs Einstellen.Wird nächstes Jahr in größerer Menge wieder gemacht.

27.10.2015 07:21
Antworten