Gemüse
Vorspeise
Hauptspeise
Vegetarisch
Suppe
warm
gebunden
Eintopf
Latein Amerika
Amerika
gekocht

Rezept speichern  Speichern

Don Diegos Sopa de maní

sämige Erdnuss-Kartoffel Suppe aus Bolivien

Durchschnittliche Bewertung: 3.5
bei 2 Bewertungen
Perfekt
Sehr gut
Ganz gut
Ausbaufähig
Mangelhaft
Rezept bewerten

Vielen Dank!

Du hast das Rezept bereits bewertet.

Bewertungen anzeigen
Melde dich an und bewerte das Rezept.

20 Min. normal 15.03.2012



Zutaten

für
4 EL Öl, (Erdnussöl)
1 große Zwiebel(n), fein gehackt
2 Knoblauchzehe(n), fein gehackt
1 Möhre(n), in Scheiben geschnitten
1 Paprikaschote(n), rot, fein gewürfelt
250 g Kartoffel(n), geschält und in Würfel geschnitten
1 kl. Dose/n Tomate(n), geschält
200 g Erdnüsse, (ungeröstet, ungesalzen) ODER:
Erdnüsse, geröstete und gesalzene
Gewürzpaste, (Ají Amarillo-Paste) ODER:
2 Pfefferschote(n), nach eigener Wahl, gehackt
1 Liter Rinderbrühe
Salz und Pfeffer

Für die Dekoration:

1 Tüte/n Kartoffel(n), (Batata Palha - frittierte Kartoffelstifte)

Außerdem: für Varianten:

6 m.-große Kartoffel(n), gekocht und halbiert
2 Möhre(n), gekocht
2 Hähnchenbrustfilet(s)

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 20 Minuten Koch-/Backzeit ca. 40 Minuten Gesamtzeit ca. 1 Stunde
Zwei Dinge vorweg:
Erstens: Selbst die Erdnuss verdanken wir den Inkas.
Zweitens: Die Inkas hatten kein Kabelfernsehen. Konsequenz: Die Inkas verfielen nicht dem Ültje-Kültje.

Dafür erfanden sie jede Menge Erdnuss-Gerichte. So stellten sie - lange vor den US-Amerikanern - eine Erdnuss-Creme her, wussten aber nicht, wohin sie sie schmieren sollten, da ihnen das pappige Weißbrot fehlte. Dann wieder fehlte ihnen das richtige Wort für eine Süßigkeit aus Kakao, Honig und Erdnüssen. Vermutlich gehört "Snickers" nicht zum Quechua-Wortschatz. Aber warum bei den verpassten Gelegenheiten von gestern verweilen? Bis heute beliebt in den Andenländern Bolivien, Perú und Ecuador ist die Sopa de maní, die Erdnuss-Suppe.

Die unzähligen Variationen dieses andinen Traditionsgerichts haben folgende Zutaten gemeinsam:
Erdnüsse, Kartoffeln, Brühe und Pfefferschoten. Ansonsten kann das Gericht ganz unterschiedlich ausfallen, manchmal eher als Suppe und manchmal eher als Eintopf. Ich stelle eine sämige Suppenvariante vor.

In einem größeren Topf Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel weich und glasig dünsten. Danach Knoblauch, Mohrrübe, Paprika und Kartoffeln für gute fünf Minuten anbraten bevor die Tomaten hinzugefügt werden.

Währenddessen hat man in einer Pfanne die Erdnüsse angetoastet und zwar "trocken", d.h. ohne Zugabe von Fett. Frische Erdnüsse sind praktisch weiß und nehmen erst durch das Toasten ihre gewohnte Dosen- bzw. Tütenfarbe an. Beim Toasten die Temperatur nicht zu hoch einstellen und die Erdnüsse ständig rühren und wenden, damit sie nicht anbrennen.

Anschließend gönnen wir sowohl der Gemüsemischung wie den Erdnüssen eine Abkühlphase von zehn Minuten bevor wir beides weiterverarbeiten.

Die getoasteten Erdnüsse in die Küchenmaschine schütten und fein mahlen. Es braucht kein Mehl werden, ein feiner Grieß ist völlig ausreichend. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, fügen sie das gedünstete Gemüse hinzu und pürieren dieses zusammen mit den Erdnüssen.

Nun kommt das Erdnuss-/Gemüsepüree zurück in den großen Topf, wird mit der Brühe aufgefüllt und darf anschließend ein Viertelstündchen vor sich hin simmern. Aber damit simmer noch nicht fertig. Auch wenn dem Koch die Konsistenz der Suppe zusagt, muss die Würze noch angepasst werden. Die Erdnuss-Suppe wird in den Anden gerne scharf gegessen. Neben Salz und Pfeffer würze ich die Suppe mit Ají Amarillo, einer angenehmen Pfefferschotenart aus den Anden auf das Level, das mir zusagt. Ají Amarillo gibt es vor Ort als frische Schote und in Deutschland möglicherweise als Paste oder getrocknet und gemahlen. Aber es eignen sich natürlich auch andere Pfeffersaucen.

Als vegetarische Variante serviere ich die Suppe mit "Strohkartoffeln" (Batata palha), frittierten Kartoffelstiften aus der Tüte.

Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, lässt in der Schlussphase einige Hühnerbrust-Stücke in der Suppe mitsimmern.

Einem Lateinamerikaner sind vermutlich beide Lösungen noch viel zu suppig. Er gönnt sich neben der Freischwimmer-Hühnerbrust zusätzlich zwei gekochte Kartoffelhälften und einen Möhrenknubbel und schafft sich so seine private Inselgruppe auf dem Teller.

Aber allen Essern stellt sich die gleiche Aufgabe: Der See muss trocken gelegt werden.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

Dein Kommentar wird gespeichert...

Dein Kommentar wurde erfolgreich gespeichert.

Dein Kommentar konnte nicht gespeichert werden.

roadside

Hallo Dorry, schön wieder von dir zu hören. Für die sämige Grundsuppe reichen die 250 g Kartoffeln zusammen mit den pürierten Erdnüssen und dem Gemüse. Sie ist recht sättigend. Aber du hast natürlich recht: Wer sich eine zusätzliche Inselgruppe in den Teller baut, muss sich sich noch 'ne Kartoffel mehr kochen. Danke für's Gegenlesen Liebe Grüße Don Diego

19.03.2012 02:40
Antworten
Dorry

Hallo roadside, hat sich da ein Fehler eingeschlichen, oder nimmst Du wirklich fuer 6 Portionen nur 250 g Kartoffeln? Die zusaetzlichen, die unten stehen, koennte man doch auch gleichmitkochen, oder? Gruss Dorry

19.03.2012 02:16
Antworten