Beshbarmak


Rezept speichern  Speichern

zentralasiatisches Nationalgericht der Kasachen und Kyrgysen

Durchschnittliche Bewertung: 4.36
 (23 Bewertungen)
Perfekt
Sehr gut
Ganz gut
Ausbaufähig
Mangelhaft
Rezept bewerten

Vielen Dank!

Du hast das Rezept bereits bewertet.

Melde dich an und bewerte das Rezept.
Jetzt anmelden

30 Min. normal 17.12.2011 832 kcal



Zutaten

für
1 ½ kg Fleisch (Lamm-, Rind- und Pferdefleisch mit Knochen)
2 Lorbeerblätter
10 Pfefferkörner, schwarze
Salz

Für den Teig:

400 g Mehl
2 Ei(er)
150 ml Wasser
1 TL Salz
2 Zwiebel(n)
1 Bund Petersilie
Pfeffer, schwarzer

Nährwerte pro Portion

kcal
832
Eiweiß
54,13 g
Fett
44,18 g
Kohlenhydr.
54,10 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Koch-/Backzeit ca. 4 Stunden Gesamtzeit ca. 4 Stunden 30 Minuten
Beshbarmak heißt übersetzt fünf Finger. Die Bezeichnung stammt wohl daher, dass die zentralasiatischen Nomaden das Gericht ursprünglich ohne Besteck, also mit den fünf Fingern aßen. Heutzutage beruft man sich gerne darauf, dass es so lecker sei, dass man sich hinterher die Finger ablecken will.

Im Original wird Beshbarmak aus drei verschiedenen Fleischarten zubereitet. Da in Europa Pferdefleisch nicht ohne weiteres verfügbar ist, kann man stattdessen auch nur Lamm- und/oder Rindfleisch verwenden. Schweinefleisch ist allerdings fehl am Platze.

Das Fleisch waschen und in einem großen Topf mit kaltem Wasser langsam zum Kochen bringen. Bei kleiner Flamme köcheln lassen und regelmäßig den Schaum abschöpfen. Nach 90 Minuten die Lorbeerblätter, die Pfefferkörner und das Salz zugeben. Nach etwa drei Stunden das Fleisch herausnehmen, von den Knochen lösen und in kleine Stücke schneiden. Die Brühe filtrieren, das Fett abnehmen und für später aufheben.

Während der Kochzeit des Fleisches das Mehl mit den Eiern, dem Wasser und dem Salz zu einem gleichmäßigen Nudelteig verkneten und dreißig Minuten abgedeckt ruhen lassen. Anschießend in kleine, apfelgroße Stücke aufteilen und dünn (ca. 1-2 mm) ausrollen. Quadrate mit 5 bis 10 Zentimetern Kantenlänge ausschneiden und dreißig bis vierzig Minuten trocknen lassen.

Zum Kochen der Nudeln eine Zwiebel in sehr dünne Ringe schneiden und in etwa einem Liter der Fleischbrühe zwei bis drei Minuten aufkochen. Mit frischgemahlenem Pfeffer kräftig würzen und die Zwiebelringe mit einer Schaumkelle herausholen. In der Zwiebel/Fleischbrühe die Nudelscheiben sukzessive gar kochen (circa sechs bis sieben Minuten). Eine zweite, ebenfalls in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel im abgenommenen Fett von der Fleischbrühe (alternativ Pflanzenöl) anbraten und mit den fertigen Nudeln vermischen.

Zum Servieren die Nudeln mit den angebratenen Zwiebeln am Tellerrand auslegen. In der Tellermitte die Fleischstücke mit den gekochten Zwiebelringen bedecken und nochmals kräftig mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. In einer separaten Schale oder Suppentasse gibt es dazu die heiße Fleischbrühe, die noch mit fein gehackter Petersilie bestreut wird.

Die Begrenztheit der Zutaten lässt noch deutlich die frühere Kargheit des Nomadenlebens erkennen. Bis heute ist jedoch die Begeisterung für das Gericht in Kasachstan und Kyrgystan erhalten geblieben. Auch als "Massengericht" bei Feiern wird Beshbarmak gerne angeboten, wobei dann alle Zutaten der Einfachkeit halber sukzessive in einen riesigen Topf geworfen werden (die Nudeln logischerweise als letztes).

Rezept speichern  Speichern



Kommentare

Dein Kommentar wird gespeichert...

Dein Kommentar wurde erfolgreich gespeichert.

Dein Kommentar konnte nicht gespeichert werden.

luna1978

Ich habe dieses Gericht mal bei Kitchen impossible gesehen, wurde neugierig und bin dann hier fündig geworden. Gestern mit Rind und Lamm gekocht. Es war gut aber nicht herausragend. Prinzipiell halt eine Rindssuppe ohne Suppengemüse.

09.09.2021 12:11
Antworten
Archeheike

Hallo Helmut, ich habe heute das Rezept nachgekocht. Auf Pferdefleosch habe ich verzichtet, Lammfleisch zum Kochen habe ich nicht bekommen, so habe ich es nur mit einer Rinderbeinscheibe gekocht. Dann habe ich entgegen dem Rezept 1 Möhre mitgekocht. Das Gericht lebt von seiner Einfachheit. Es war sehr sehr lecker. VG Heike

27.04.2021 17:39
Antworten
hefide

Vielen Dank für das Ausprobieren. Es kommen eben nur Sachen hinein, die man als Nomade finden oder mit sich nehmen konnte. In Kasachstan machen sie es leider immer mit sehr fettem Fleisch Liebe Grüße Helmut

28.04.2021 08:52
Antworten
Olgi1981

Wir kommen gebürtig aus Kasachstan und kochen dieses Gericht regelmäßig. Ich weiß, dass es tradionell mit Lamm- oder Pferdefleisch gekocht wird, was wir aber nicht machen. Wir nehmen Hähnchen oder Ente. Dieses Gericht ist schon aufwendig, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Ich liebe es!

13.03.2021 13:51
Antworten
Mysticfire

Habe heute das Rezept nachgekocht aber mit einer kleinen Abwandlung der Sosse, das heißt mit Meerrettich und Kochkäse. Ein Gedicht 😍

12.07.2020 09:23
Antworten
goju86

Hallo, meine Eltern kommen auch aus Kasachstan und bei uns gibt es jedes Jahr zu Weihnachten - Beshbarmak- da wir aber alle kein Lamm geschweigeden Pferd essen haben meine Eltern es schon vor Jahren abgewandelt und machen es mit Ente - es schmeckt sooooo lecker!!! Mein absolutes Lieblingsgericht... Falls ihr euch dafür interessiert ,schreib ich es euch das rezept gerne auf. Grüße

27.12.2011 02:52
Antworten
hefide

Hallo Goju, schreib doch die Variante deiner Eltern einfach hier als Kommentar. Vielen Dank Helmut

27.12.2011 04:36
Antworten
princess

sehr leckeres gericht- kenne ich aus kasachstan... habe es auch erst am wochenende bei meiner mama wieder gegessen. kaum zu glauben das aus so wenigen zutaten und gewürzen solch ein gaumenschmaus wird. danke für das rezept...

19.12.2011 13:37
Antworten
hefide

Vielen Dank für die Bewertung. Hat deine Mama nicht vielleicht noch ein paar Geheimtips wenn sie aus Kasachstan stammt? Liebe Grüße Helmut

22.12.2011 06:45
Antworten
princess

ich frag sie über die weihnachtstage mal:) hat sie aber sicher :) werde schnellstens berichten schöne feiertage

22.12.2011 07:03
Antworten