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Weckewerk

DIE nordhessische Spezialität! Traditionelles Schlachte-Essen aus dem Raum Kassel

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30 Min. simpel 23.08.2011 642 kcal



Zutaten

für
600 g Schweinebauch, oder Schweinefleisch und Schwarte (am besten Eisbein)
200 g Brötchen (Wecken), trockene, oder Weißbrot
n. B. Brühe, lösliche
4 Liter Wasser (3-4 Liter Wasser)
1 TL Majoran
1 TL Kümmel
1 TL Pfeffer, gemahlen
25 g Salz
250 g Zwiebel(n)

Nährwerte pro Portion

kcal
642
Eiweiß
32,52 g
Fett
42,33 g
Kohlenhydr.
33,36 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Koch-/Backzeit ca. 2 Stunden Gesamtzeit ca. 2 Stunden 30 Minuten
Die lösliche Brühe in 3 bis 4 Liter kochendes Wasser geben. Das Fleisch darin gar kochen und anschließend herausholen. Während es abkühlt, lässt man die Brötchen in der Brühe so lange quellen, bis sie sich vollständig vollgesogen haben - eventuell bei Bedarf noch Wasser nachgießen.

Fleisch samt Schwarte und Zwiebeln werden durch den Wolf gedreht. Die Masse kommt mit den eingeweichten Brötchen und den Gewürzen in einen Topf und wird unter Rühren so lange bei schwacher Hitze gekocht, bis die gesamte Flüssigkeit verdunstet ist.

Nun kann man das Weckewerk entweder 2 Stunden lang bei ca. 85°C in vorbereiteten Einmachgläsern einkochen oder man stellt es mindestens 2 Stunden kalt.
Im Kühlschrank kann man das Weckewerk 3-4 Tage aufbewahren, eingekocht ist es mindestens 6 Monate haltbar.

Zum Verzehr wird das Weckewerk in der Pfanne angebraten und traditionell mit warmen Pellkartoffeln und kalten Essiggurken serviert.

Anmerkung: Richtig kross angebraten oder auch "angebrannt", wird es "Bürgermeisterart" genannt - die erklärte Leibspeise von Phillipp Scheidemann, Reichsministerpräsident und Oberbürgermeister von Kassel.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

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andeg75

ich war so happy das Rezept gefunden zu haben. habe gleich mehrere Kilo gemacht und eingefroren. Die letzte Portion hat meine Schwester gegessen als sie zu Besuch kam. sie sagte, es schmeckt besser als das Weckewerk welches wir uns in Kassel gekauft hatten! vielen Dank für das tolle Rezept!

16.07.2019 12:55
Antworten
Melonofant

Oh super, bin Nordhessin und morgen gibt's mal wieder Weckewerk. Es ist schön dieses Gericht hier zu finden :-)

13.03.2016 12:53
Antworten
flüchtling

Also als alter Kasselaner sag ich mal, dass ich Weckewerk nur ohne Anbraten kenne. (Ist über 35 Jahre her..). Eine fettige und für mein damals zartes Alter ziemlich herbe Angelegenheit. Schön, dass es hier weiterlebt. gruss

13.01.2016 22:46
Antworten
dhelgae

Vielen Dank, werde es naechste Woche versuchen! Ich lebe in USA und weil man hier kein Weckewerk kennt und deswegen auch nicht kaufen kann, bin ich uebergluecklich, dieses Rezept gefunden zu haben.

18.04.2015 00:39
Antworten
CookingGuy

Erst kochen, dann wolfen. Umgekehrt kann es sonst passieren, dass die Schwarte die Scheibe zerstört (ist mir bei meinem ersten elektrischen Fleischwolfe so geschehen, erst ist die Scheibe gebrochen, dann die Welle).

18.04.2015 00:17
Antworten
schaech001

Hallo, nächste Woche habe ich meine persönliche "Hessische Woche". Das Weckewerk gehört unbedingt dazu. Heute habe ich das Fleisch gekauft und auch die Brötchen, die ja nun frisch sind. Wie lange sollte ich sie denn trocknen lassen, reicht ein Tag dazu oder länger? Würde es gerne morgen kochen und dann einwecken. Liebe Grüße Christine

22.01.2015 12:58
Antworten
CookingGuy

Ich hoffe, das kommt noch rechtzeitig :-) Ja, Brötchen vom Vortag sind völlig in Ordnung, habe ich selbst auch schon öfters genommen.

23.01.2015 20:22
Antworten
Monstermama4

Ich habe ein paar Fragen zum Rezept: 1. Wird die Zwiebel roh in den Wolf gegeben, oder wird sie mit dem Fleisch gekocht? 2. Bleibt der Kuemmel ganz? Muss da ueberhaupt Kuemmel dran? (Ich bin kein Fan von Kuemmel)

06.04.2013 02:32
Antworten
CookingGuy

Also, die Zwiebel kommt roh in den Wolf, deshalb ist es ganz praktisch, wenn man ein Küchentuch unterlegt, da zumindest bei meinem Fleischwolf der Zwiebelsaft dazu neigt, an der Kurbel herauszutropfen. Was den Kümmel angeht: Wenn es nur um die Kümmelkörner geht, kann man problemlos auch gemahlenen Kümmel verwenden. Der größte Teil der Körner wird im Wolf zwar zerdrückt, aber man hat am Ende trotzdem immer noch einige intakte auf dem Teller. Man kann natürlich ganz auf den Kümmel verzichten - der charakteristische Geschmack von Weckewerk lässt sich aber nur mit Kümmel und Majoran erzielen. Ich denke, ich kann keine befriedigendere Antwort geben als "Einfach mal ausprobieren". MfG Das kochende Kerlchen ;)

07.04.2013 15:22
Antworten
CookingGuy

Kleiner Nachtrag zum Rezept: Inzwischen bin ich dazu übergegangen, die Brötchen zu trocknen und zu reiben, bevor ich mit dem Kochen beginne. Statt die Brötchen nun erst einzuweichen und dann durch den Wolf zu drehen, schütte ich die Semmelbrösel einfach in die Brühe und gebe Fleisch und Zwiebel nach dem Durchleiern hinzu.

01.01.2012 18:30
Antworten