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Butterstollen Thüringer Art

Saftig, lecker! Auch sehr variabel als Stollen mit Mandeln oder Marzipan

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30 Min. normal 10.02.2011 6813 kcal



Zutaten

für
500 g Weizenmehl, 550
100 g Milch
42 g Hefe, frisch, 1 Würfel
275 g Butter (Süßrahm-), zimmerwarm
75 g Zucker, feinster Zucker
1 Tüte/n Vanillezucker, Bourbon
5 g Salz
2 Tüte/n Aroma (Zitronenschalen-), oder frische Schale
300 g Sultaninen
8 cl Rum, brauner 54er, ca. 70g
75 g Mandel(n), gehackt
50 g Zitronat
25 g Orangeat
50 g Butter (Süßrahm-), flüssig, zum Bestreichen
2 EL Zucker, feinster, zum Bestreuen
1 Tasse Puderzucker und 1 TL Speisestärke, zum Bestäuben

Nährwerte pro Portion

kcal
6813
Eiweiß
87,24 g
Fett
330,06 g
Kohlenhydr.
810,87 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Ruhezeit ca. 1 Tag 2 Stunden Koch-/Backzeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 1 Tag 3 Stunden 30 Minuten
Warum Stollen Thüringer Art? Dieser Stollen erfüllt zwar die strengen Auflagen eines echten "Thüringer Weihnachtsstollen", dürfte sich aber erst nach Zertifizierung so nennen. Diese besteht aus einer Laboranalyse und einer Verkostung durch eine Jury, die mindestens 4,5 von 5 möglichen Punkten vergeben muss. Erst dann bekommt man eine Urkunde und er darf sich für eine Saison "Echter Thüringer Weihnachtsstollen" nennen!

Zuerst werden die Sultaninen gewaschen, gut abgetropft und zusammen mit dem Rum in eine verschließbare Box gegeben. Diese lässt man mindestens 24 Stunden gut durchziehen. Der Rum sollte komplett aufgesogen sein, gelegendliches Schütteln hilft.

Am Backtag gibt man das Mehl in die Rührschüssel und drückt eine tiefe Mulde hinein. In diese bröselt man die Hefe, gibt die Milch hinzu und verrührt die Hefe-Milch mit gerade so viel Mehl, dass ein weicher Vorteig entsteht. Dieser wird mit dem Mehl, das nicht für den Vorteig benötigt wird, zugedeckt und je nach Temperatur der Milch 30-90 Minuten gehen gelassen. Das Volumen muss sich deutlich vergrößern und die Mehloberfläche deutlich "rissig" werden.

In der Zwischenzeit überbrüht man die gehackten Mandeln mit kochendem Wasser, lässt diese 5 Minuten ziehen und dann gut abtropfen. Sie kommen erst später zum Teig.

Wenn der Vorteig aufgegangen ist, gibt man zimmerwarme Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale hinzu und knetet den Stollenteig, den man anschließend 30 Minuten gehen lässt. Nun werden die Früchte und die Mandeln untergeknetet und der Stollen geformt. Gegebenenfalls noch etwas Mehl hinzugeben, falls der Teig durch die Rum-Sultaninen zu feucht ist.

Inzwischen ist der Ofen auf 180 - 200 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Je mehr Stollen auf einmal in den Ofen kommen, desto heißer muss vorgeheizt werden. Der Stollen kommen auf ein kaltes, mit Backpapier ausgelegtes Backblech, wird mit kaltem Wasser abgestrichen und kommt ohne Stückgare in den Ofen, der sofort auf 170°C runtergeregelt wird. Die Backzeit beträgt 60 Minuten. Die Backzeit ist hierbei am wichtigsten, eventuell muss die Temperatur angeglichen werden. Ist er zu dunkel wird er trocken, ist er zu hell, kann es sein, dass er nicht durch ist und dadurch innen klitschig ist.

Anschließend wird der Stollen mit flüssiger Butter bestrichen und gezuckert. Den Stollen nicht bewegen, er ist noch sehr zerbrechlich. Das Backblech gibt man am besten zurück in den ausgekühlten Ofen. Am nächsten Tag kräftig mit Puderzucker-Stärke-Mischung bestäuben. Die Stärke verhindert ein gelb werden des Puderzuckers.

Jetzt wird der fertige Stollen noch hübsch verpackt. Am besten in einen dafür gedachten Stollenschlauch. Es geht natürlich zur Not auch Klarsichtfolie oder Alufolie plus Gerfrierbeutel. Der Stollen sollte jetzt noch ein wenig durchziehen, allerdings nicht unbedingt 2 - 4 Wochen wie häufig beschrieben. 2 - 3 Tage reichen völlig aus, am besten ist er nach einer Woche.

Wer kein Zitronat/Orangeat mag oder auf Marzipan steht, für den hab ich noch 3 leckere Varianten:

1. Für einen Marzipanstollen anstelle der Mandeln, Zitronat und Orangeat 200 g Marzipanrohmasse in Streifen mit in den Stollen einschlagen, oder als Marzipanplatte mit einrollen, und den Zucker auf 50 g reduzieren.

2. Für einen Mandelstollen anstelle von Zitronat und Orangeat die doppelte Menge, also 150 g Mandeln mit in den Teig einarbeiten.

3. Für ein süßes Mandelbrot auch die Sultaninen weglassen, dafür 300 g Mandeln in Rum einlegen und das fertige Brot nur buttern und nicht zuckern und nicht mit Puderzucker bestäuben.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

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Felinchen42

Mein allererster Stollen, und was soll ich sagen... Es hat einfach alles wunderbar geklappt, das Rezept ist fantastisch beschrieben und im Stollenschlauch glaubt mir wohl keiner, dass er nicht gekauft ist ;D

20.12.2019 11:07
Antworten
Kuchenlover72

Kann man die Rosinen auch einfach weglassen? Ich vertrage leider keine Rosinen, würde aber dennoch gerne Stollen essen in der Weihnachtszeit☺️

16.12.2019 11:23
Antworten
agnes150876

Sehr gut , bin echt begeistert 😋

12.12.2019 11:11
Antworten
Ctopher

Ich hab hier noch nie kommentiert, aber dieses Rezept ist es wert! Einfach genial. Ich bin begeistert und alle, die davon gekostet haben, auch. Danke!!

06.12.2019 21:00
Antworten
Cody3110

Ich habe gestern zum ersten Mal einen Stollen nach diesem Rezept gebacken und das Ergebnis sieht ganz gut aus. Der Stollen ist deutlich besser in Form geblieben als meine bisherigen Versuche. Ich habe die Sultaninen durch Cranberries (ohne Rum) und die Mandeln durch Cashews ersetzt und noch eine Marzipanrolle eingearbeitet. Ansonsten bin ich nach Rezept vorgegangen. Das Rezept ist sehr gut und ausführlich beschrieben und der Teig ließ sich wunderbar verarbeiten. Dafür würde ich schon mal volle Sterne geben, aber da der Geschmackstest noch aussteht, warte ich noch mit dem Bewerten.

04.12.2019 06:23
Antworten
Caseroll

Noch ein kleiner Tipp: beim Stollenformen diesen ruhig etwas zu hoch und eher schmal formen, denn durch den sehr hohen Butteranteil fließt er im Ofen immer noch etwas auseinander! Nicht das er flach wie eine Flunder wird ;-) Aber er wird durch die viele Butter sehr saftig und braucht nicht so lange durchzuziehen, hält bei richtiger Lagerung aber problemlos viele Wochen in Bestform durch, ohne ranzig zu werden! Kleiner Nachtrag zur Selbstbewertung: mache ich bei meinen eigenen Rezepten nicht! Allerdings ist das Rezept nicht von mir und es ist der beste Stollen den ich je gegessen habe, einfach perfekt!!!

11.11.2011 11:31
Antworten
Caseroll

Wer angst hat der Stollen könnte zu flach und dann trocken werden, sollte ihn formen wie die Erfurter ihre "Schittchen". Der Stollen wird dabei nicht eingeschlagen, sondern wie ein langer, schmaler Brotlaib geformt. Dieser wird dann links und rechts jeweils 2 cm vom Rand entfernt senkrecht ca. 1 cm tief der Länge nach eingeschnitten. Dann bekommt man die typische thüringer Form und der Stollen bleibt auf jeden Fall höher und die Gefahr des Trockenwerdens ist somit minimiert.

16.11.2011 14:02
Antworten
PannaCotta1

Das hätte ich mal vorher lesen sollen. :-) Sonst hat aber alles gut geklappt. Bin gespannt wie erst schmeckt.

12.12.2014 10:09
Antworten
Wikka22

Hallo... Ist es schlimm wenn ich die Sultaninen nicht gewaschen habe bevor ich sie in den Rum eingelegt habe???

30.11.2017 11:40
Antworten
reirom69

Hallo! Ich backe nach diesem Rezept schon einige Jahre und es ist der DER BESTE STOLLEN 👍👍👍 Ich mache immer gleich einen ganz großen aus 1 kg Mehl. Er läuft tatsächlich ein bisschen breit und als Hausfrau habe ich mich oft darüber geärgert, dass er deswegen nicht perfekt sei. Meine Familie findet das gar nicht schlimm, Hauptsache schmeckt. Dieses Jahr will ich mal aus 500 g Mehl backen und mit Stollenbackform. Mal sehen, wie sich der Stollen unter der Backform verhält.

12.10.2018 08:37
Antworten