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Speckendicken


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30 Min. normal 18.01.2011



Zutaten

für
750 g Mehl, Speckendickenmehl (500g Roggenschrot und 250g Weizenmehl)
150 g Rübensirup
1 EL Zucker
3 Ei(er)
1 Pck. Anis
1 Pck. Kardamom
1 Pck. Backpulver
1 Liter Milch
1 Prise(n) Salz
250 g Speck, fett, luftgetrocknet
3 Ring/e Mettwürstchen, luftgetrocknet
Schmalz, zum Braten

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Ruhezeit ca. 1 Tag Koch-/Backzeit ca. 45 Minuten Gesamtzeit ca. 1 Tag 1 Stunde 15 Minuten
Alle Zutaten (außer Wurst, Speck und Fett) in einer Rührschüssel ordentlich verrühren. Vorerst nur ¾ Liter Milch verwenden. Der Teig muss dann einen Tag kühl stehen.

Am nächsten Tag den Teig mit etwas Milch verdünnen. Er sollte allerdings nicht zu dünn sein. (Es ist schwer zu beschreiben wie er sein muss, das ist Erfahrungssache.)
Die Mettwurst in ca. 2-3 mm dünne Scheiben schneiden. Mit dem Speck ebenso verfahren.

Jetzt einen guten Esslöffel Fett in einer Pfanne richtig gut erhitzen.
Jetzt legt man für jeden Speckendicken ein Stück Speck in die Pfanne und gibt einen Esslöffel Teig darauf. Oben drauf gibt man dann 2 Scheiben Wurst. Den Teig kurz anbraten und dann wenden.
Man muss schon sehr genau aufpassen, dass die Speckendicken nicht anbrennen oder zu dunkel werden. Aber nach ein paar Stück bekommt man ein Gefühl dafür. Wichtig ist, dass die Speckendicken immer in Fett schwimmen. Dann werden sie später nicht so trocken und schmecken länger.

Wenn man sie das erste Mal macht, sollte man ein paar Proben machen und probieren. Sie sollten goldbraun aussehen. Wenn sie kalt werden, dunkeln sie noch nach. Also nicht wundern.
Mir schmecken sie am besten kalt, aber das ist wie immer Geschmackssache. Einfach mal probieren, eine echte Köstlichkeit.

Anmerkung:
Speckendicken sind eine lokale Spezialität aus dem Rheiderland. Sie werden besonders im südwestlichen Ostfriesland und Groningen zu Silvester gegessen.

Je nach Rezept werden Speckendicken aus verschiedenen Anteilen einer besonderen Mehlmischung oder aus Buchweizenmehl (klassisches Ur-Rezept), Sirup, Zucker, Salz, Butter oder Schmalz, Eiern, Milch, Anis und Kardamom zubereitet. Es können auch Rosinen dazugegeben werden. In Ostfriesland ist das Speckendickenmehl zur Adventszeit in jedem Supermarkt erhältlich.

Aus Tradition wird zu Silvester meist den ganzen Tag über am Speckendicken-Vorrat gebacken, um dann die frischen, noch warmen Speckendicken zu Mittag oder zum Sylvesterfeiern mit der Familie und Nachbarn zu essen. In den folgenden Tagen wird der Rest kalt verzehrt.



Kommentare

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bigmama65

Ich mache meine Speckendicken fast genauso, aber bei mit kommen immer Korinthen mit hinein, dafür nehme ich kein Backpulver. Ich nehme das gleiche Mehl wie oben beschrieben, das besorgt mir meine Mutti immer in Ostfriesland, wie auch die Würste und den Speck. Ich nehme allerdings kein Extrafett, sondern lasse den Speck aus und brate die Speckendicken im Speckfett. Viele Grüße von der Butenostfriesin aus Algermissen (bei Hildesheim).

04.01.2015 16:58
Antworten
Binesumm84

Liebe grüsse aus dem Ruhrgebiet von einer waschechten ostfriesin. Danke für dein tolles Rezept. Habe dieses Jahr von meinen Geschwistern einen Korb mit allen Zutaten bekommen und kann endlich auch mal wieder schwelgen. Mein Mann (ein Kölner) ist das zeug suspekt, der weiss aber auch nicht was ihm entgeht. Ich tüftel auch noch am ausbacken, ob Waffeleisen oder Pfanne, hab aber angst das beim nächsten Waffelbacken alles nach Speck schmeckt, ich muss noch weiter sehen ;-). Aber dank dir hab ich das Rezept jetzt immer parat ^_^ dafür 5 Sterne

04.01.2015 10:07
Antworten