Asien
Gemüse
Hauptspeise
Nudeln
Suppe
Geflügel
Schwein
Eintopf
gekocht
Japan

Rezept speichern  Speichern

Japanische Nudelsuppe mit Hühnerbrühe und Lende - Ramen

japanische Art, mit überwiegend heimischen bzw. eher leicht erhältlichen Zutaten

Durchschnittliche Bewertung: 4.64
bei 210 Bewertungen
Perfekt
Sehr gut
Ganz gut
Ausbaufähig
Mangelhaft
Rezept bewerten

Vielen Dank!

Du hast das Rezept bereits bewertet.

Bewertungen anzeigen
Melde dich an und bewerte das Rezept.

45 Min. normal 08.12.2010



Zutaten

für
1 Schweinelende(n) (Schweinefilet), am Stück, ca. 500 g
1 Suppenhuhn (auch TK)
1 Stück(e) Ingwerwurzel, ca. 8 cm
n. B. Wasser
100 ml Sojasauce, japanisch
100 ml Reiswein oder Sake
500 g Suppennudeln
4 Zehe/n Knoblauch
1 Stange/n Lauch
4 Karotte(n)
1 Noriblätter
100 g Sojasprossen, frisch
3 Ei(er)
3 Frühlingszwiebel(n)
Salz und Pfeffer
1 EL Zucker

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Koch-/Backzeit ca. 5 Stunden Gesamtzeit ca. 5 Stunden 45 Minuten
Die Brühe:
Das Suppenhuhn mit einer Stange Lauch, einer Zwiebel, drei bis vier Zehen Knoblauch, fünf Zentimeter Ingwer am Stück, Prise Salz, drei bis vier Karotten und eine Handvoll Algen (optional) im kalten Wasser ansetzen. So viel Wasser hinzufügen, dass das Huhn komplett bedeckt ist. (Topfgröße so wählen, dass alles plus zwei bis drei Liter Wasser gut reinpasst - ein fünf Liter Topf ist recht ideal.)
Langsam zum Köcheln bringen und für mindestens 3 - 4 Stunden köcheln lassen. Noch leckerer wird die Brühe bei Kochzeiten von 6 - 8 Stunden. Sollte Schaum entstehen kann man diesen abschöpfen, muss man aber nicht.
Die Brühe sollte nicht zu stark kochen - nur leicht köcheln. Je länger diese Brühe kocht, desto besser. Die Brühe dann absieben. Ich verwende die ausgekochten Teile nicht weiter.

Es lohnt sich ein gutes und vor allem echtes Suppenhuhn oder ein frisches Hähnchen zu verwenden. Wenn man ein Hähnchen nimmt, kann man nach ca. 1h Kochzeit das Fleisch komplett von den Knochen lösen und alles bis auf das Fleisch (Knochen, Knorpel, Haut) weiter in der Brühe köcheln lassen. Aus dem Fleisch lassen sich viele andere Gerichte zubereiten (z.B. Thailändischer Hühnersalat u.v.m).

Die Lende:
Die Schweinelende in einer Pfanne kurz von allen Seiten scharf anbraten, bis sie leicht bräunlich ist. Nicht zu lange anbraten - nur leicht bräunen! Dann in einen Topf legen und mit 100 ml Sojasauce (ich verwende Kikkoman weil sie natürlich gebraut ist) und 50 bis 100 ml Reiswein (ich verwende chinesischen Reiswein) aufgießen. 1 Esslöffel Zucker, eine in Scheiben geschnittene Frühlingszwiebel (mit dem Grün und nur wenig von der Zwiebel) und 3 cm geriebenen frischen Ingwer dazugeben. Mit etwas Wasser aufgießen, so dass die Lende fast ganz mit Flüssigkeit bedeckt ist. Dann die Flüssigkeit zum Köcheln bringen. Auch hier wieder nur leicht köcheln lassen.
Nach 40 Minuten die Lende aus der Flüssigkeit nehmen und zur Seite legen. Die Lende dann bevor sie in die Suppe kommt, in ca. 2 - 3 mm dicke Scheiben schneiden.
Die Lende sollte von einem guten Metzger stammen - es gibt da erstaunliche Qualitätsunterschiede. Eine gute Lende ist nach dieser Prozedur sehr zart und saftig und nicht zäh und trocken.

Die Eier:
Vier Eier hart kochen und pellen. Die Eier in den Lendensud geben und für 10 Minuten mitköcheln. Immer wieder wenden, so dass sie gleichmäßig vom Sud gebräunt werden. Wenn sie fertig sind, halbieren und zur Seite legen.

Die Nudeln:
Man kann, während die Brühen kochen, selber Nudeln herstellen (Rezepte dafür gibt es in der Datenbank) oder chinesische Suppennudeln vom Asiashop verwenden. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Quick-Noodles gemacht, aber es schmecken sogar Spaghetti darin sehr gut. Wer einen gut sortierten Asialaden hat, bekommt vielleicht sogar Ramen Nudeln oder frische Ramen Nudeln.
Die Nudeln aber immer streng nach Anleitung kochen und eher zu hart als zu weich.

Die Suppe:
Wenn die Hühnerbrühe fertig ist, diese zusammen mit der Lendenbrühe in einen Topf geben und mit einigen Esslöffeln Sojasauce und nochmal einem kleinen Schuss Reiswein abschmecken. Eventuell noch nachsalzen, aber eigentlich müsste die Sojasauce genügend Salz liefern. Dann alles nochmal aufkochen lassen. Man kann auch noch Wasser dazugeben, je nachdem wie stark bzw. verdünnt man die Suppe haben will. Ich lasse die Brühe pur ohne Zugabe von Wasser. Wenn die Suppe kocht, sollten für den nächsten Schritt alle anderen Zutaten schon fertig sein, vor allem auch die Nudeln.

Die Garnierung:
Die Sojasprossen mit heißem Wasser in einem Sieb anbrühen. Das Grün von zwei Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Aus den Noriblättern kleine Streifen (ca. 2 x 3 cm) schneiden.

Das Finish:
Die Suppe in eine Schale füllen und so viele Nudeln hinzugeben, dass die Nudeln bis knapp unter die Oberfläche reichen.
Zwei bis drei Scheiben Lende auflegen. Die Lende kann man noch etwas mit grobem Pfeffer bestreuen.
Ein halbes Ei mit dem Eigelb nach oben an den Rand der Schale legen.
Eine kleine Handvoll Sprossen und Frühlingszwiebeln darüber streuen und dann das Noriblatt dazulegen.
Den Anblick der Suppe genießen, dabei am besten mit Stäbchen essen und die Brühe laut schlürfen - dann schmeckt es am besten.

Das Rezept wurde inspiriert von einem Rezept von Harumi Kurihara. Für weitere Inspiration empfehle ich den Film Tampopo.

Teilrezept:
Die gekochte Lende kann man auch auf eine Schale Reis legen und mit dem Lendensud übergießen. Auch sehr lecker als Alternativgericht.

Die Suppe ist eigentlich nicht aufwendig aber sie braucht viel Zeit, weil alle Zutaten lange gekocht werden müssen um den einzigartigen Geschmack zu entfalten. Es lohnt sich wirklich bei der Brühe nicht hektisch zu werden und ihr die nötige Garzeit zuzugestehen. Das Rezept ist eine Art Grundrezept. Die Brühe kann noch weiter verfeinert werden (z.B. mit Algen oder Dashi) oder es können neben dem Huhn auch noch Schweineknochen mitgekocht werden. Als Einlage für die Suppe eignet sich auch eine ganze Menge - einfach mal experimentieren oder im Netz nachschauen was andere machen.
Die Suppe ist sehr stärkend und macht auch erstaunlich satt.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

Dein Kommentar wird gespeichert...

Dein Kommentar wurde erfolgreich gespeichert.

Dein Kommentar konnte nicht gespeichert werden.

Photophilisa

Ist beim ersten Versuch richtig gut geworden. Danke für das tolle Rezept :)

23.05.2020 19:35
Antworten
ZombiCrankz

Habe das rezept gemacht OHNE Suppenhuhn sondern mit Hühnerbrühe- Schmeckt auch hammer :)

25.04.2020 21:29
Antworten
dynamind

Ein guter Anfang. Aber da das Rezept im Grunde genommen um die selbst gemachte Hühnerbrühe herum konstruiert ist versuch doch das nächste mal die Brühe selbst aufzusetzen - du wirst schmecken, dass sich das lohnt ;-)

24.05.2020 10:26
Antworten
Annadrya

sehr schönes Rezept, was allen sehr lecker geschmeckt hat. Ich habe die Brühe noch mit etwas Fischsoße und Reisessig verfeinert was einen schöne Säure dazu gibt, ich finde das funktioniert sehr gut :)

18.04.2020 20:52
Antworten
dynamind

Sorry, mit Miso Ramen habe ich leider keine Erfahrung. Das ist auch eine Welt für sich vermute ich. Ich habe das Rezept aber mal vegetarisch bereitet und einfach die Hühnersuppe durch eine kräftige Gemüsebrühe ersetzt und bei der Würzbrühe die Lende weggelassen. War auch sehr lecker. Probier einfach mal ob du die Hühnerbrühe durch Misobrühe ersetzen kannst. Oder koche eine separate Misobrühe und schmeck das am Ende mit allen Komponenten ab. 6h mitköcheln würde ich das Miso eher nicht.

14.04.2020 10:04
Antworten
Schwarzzelter

Ich habe das Rezept grade nachgekocht und bin begeistert. Die Rezeptbeschreibung sieht auf den ersten Blick etwas viel aus, aber sie ist sehr gut und verständlich. Man konnte das Rezept gut nachvollziehen und nachkochen. Die Zeit sollte auch kein Hindernis sein. MAn kann zwischendurch ja immer mal wieder den Herd verlassen. Schade fand ich es nur, dass die Zutaten für die Brühe keine weitere Verwendung mehr finden, aber vielleicht fällt mir morgen ja noch was zu dem Suppenhuhn ein. Also vielen Dank für das Rezept. Ich kann es nur weiterempfelen

03.03.2011 00:21
Antworten
dynamind

Freut mich wirklich sehr, dass du gut mit der Beschreibung klargekommen bist und es Dir geschmeckt hat! Also wenn du ein gutes Suppenhuhn verwendet hast (hat man leider nicht immer - manchmal sind es bei mir nur Tiefkühlhühner) dann kannst du das Fleisch natürlich verwenden und auch in die Suppe legen. Einfach mal probieren - da gibt es ziemliche Unterschiede. Bei manchen Hühner ist es dann besser das Fleisch schon früher abzulösen (Knochen aber auf jedem Fall wieder in die Brühe zurück!) andere sind erst nach den 3-4 Stunden kochen geniessbar. Das Gemüse ist aber glaube ich wirklich durchgekocht und reif für den Biomüll.

03.03.2011 01:43
Antworten
Schokii90

Hallöchen, Für das Problem mit dem Suppenhuhn habe ich eine gute alternative, und zwar gibt es in jeden guten Supermarkt (heißt Hühnerklein) findet mann in der Tiefkülung und ist mit nichtmal 1 Euro auch nicht teuer und man bekommt das gleiche Ergebniss wie beim Suppenhuhn mann muss nur schauen ob man vieleicht mehrere Pakete benötigt. Gruß ich hoffe es hilft weiter

31.07.2012 14:49
Antworten
hexelenz

Ich habs mit Hühnerklein probiert, hat super geklappt und ich hatte keine Trauer beim entsorgen der Reste :D

02.09.2012 19:06
Antworten
Duspyk

Dankeschön für das Rezept :D Bin ein Großer Naruto fan ( weis nicht ob du das kennst :D ) und habe dein Tezept gleich nachgekocht mir und meinen freunden hats super geschmeckt :D Ich habe aber statt Schweine Lenden Huhn genommen das schmeckt auch super :)

02.09.2013 17:46
Antworten