Japanische Nudelsuppe mit Hühnerbrühe und Lende - Ramen


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japanische Art, mit überwiegend heimischen bzw. eher leicht erhältlichen Zutaten

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45 Min. normal 08.12.2010



Zutaten

für
1 Schweinefilet(s) am Stück, ca. 500 g
1 Suppenhuhn (auch TK)
1 Stück(e) Ingwerwurzel, ca. 8 cm
n. B. Wasser
100 ml Sojasauce, japanisch
100 ml Reiswein oder Sake
500 g Suppennudeln
4 Zehe/n Knoblauch
1 Stange/n Lauch
4 Karotte(n)
1 Noriblätter
100 g Sojasprossen, frisch
3 Ei(er)
3 Frühlingszwiebel(n)
Salz und Pfeffer
1 EL Zucker

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Koch-/Backzeit ca. 5 Stunden Gesamtzeit ca. 5 Stunden 45 Minuten
Die Brühe:
Das Suppenhuhn mit einer Stange Lauch, einer Zwiebel, drei bis vier Zehen Knoblauch, fünf Zentimeter Ingwer am Stück, Prise Salz, drei bis vier Karotten und eine Handvoll Algen (optional) im kalten Wasser ansetzen. So viel Wasser hinzufügen, dass das Huhn komplett bedeckt ist. (Topfgröße so wählen, dass alles plus zwei bis drei Liter Wasser gut reinpasst - ein fünf Liter Topf ist recht ideal.)

Langsam zum Köcheln bringen und mindestens 3 - 4 Stunden köcheln lassen. Noch leckerer wird die Brühe bei Kochzeiten von 6 - 8 Stunden. Sollte Schaum entstehen, kann man diesen abschöpfen, muss man aber nicht. Die Brühe sollte nicht zu stark kochen - nur leicht köcheln. Je länger diese Brühe kocht, desto besser. Die Brühe dann abseihen.

Es lohnt sich ein gutes und vor allem echtes Suppenhuhn oder ein frisches Hähnchen zu verwenden. Wenn man ein Hähnchen nimmt, kann man nach ca. 1 h Kochzeit das Fleisch komplett von den Knochen lösen und alles bis auf das Fleisch (Knochen, Knorpel, Haut) weiter in der Brühe köcheln lassen. Aus dem Fleisch lassen sich viele andere Gerichte zubereiten (z.B. Thailändischer Hühnersalat u.v.m).

Die Lende:
Die Schweinelende in einer Pfanne kurz von allen Seiten scharf anbraten, bis sie leicht bräunlich ist. Nicht zu lange anbraten - nur leicht bräunen! Dann in einen Topf legen und mit 100 ml Sojasauce (ich verwende Kikkoman weil sie natürlich gebraut ist) und 50 bis 100 ml Reiswein (ich verwende chinesischen Reiswein) aufgießen. 1 Esslöffel Zucker, eine in Scheiben geschnittene Frühlingszwiebel (mit dem Grün und nur wenig von der Zwiebel) und 3 cm geriebenen frischen Ingwer dazugeben. Mit etwas Wasser aufgießen, so dass die Lende fast ganz mit Flüssigkeit bedeckt ist. Dann die Flüssigkeit zum Köcheln bringen. Auch hier wieder nur leicht köcheln lassen.
Nach 40 Minuten die Lende aus der Flüssigkeit nehmen und zur Seite legen. Die Lende dann bevor sie in die Suppe kommt, in ca. 2 - 3 mm dicke Scheiben schneiden.
Die Lende sollte von einem guten Metzger stammen - es gibt da erstaunliche Qualitätsunterschiede. Eine gute Lende ist nach dieser Prozedur sehr zart und saftig und nicht zäh und trocken.

Die Eier:
Vier Eier hartkochen und pellen. Die Eier in den Lendensud geben und 10 Minuten mitköcheln lassen. Immer wieder wenden, so dass sie gleichmäßig vom Sud gebräunt werden. Wenn sie fertig sind, halbieren und zur Seite legen.

Die Nudeln:
Man kann, während die Brühen kochen, selber Nudeln herstellen (Rezepte dafür gibt es in der Datenbank) oder chinesische Suppennudeln vom Asiashop verwenden. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Quick-Noodles gemacht, aber es schmecken sogar Spaghetti darin sehr gut. Wer einen gut sortierten Asialaden hat, bekommt vielleicht sogar Ramen Nudeln oder frische Ramen Nudeln. Die Nudeln aber immer streng nach Anleitung kochen und eher zu hart als zu weich.

Die Suppe:
Wenn die Hühnerbrühe fertig ist, diese zusammen mit der Lendenbrühe in einen Topf geben und mit einigen Esslöffeln Sojasauce und nochmal einem kleinen Schuss Reiswein abschmecken. Eventuell noch nachsalzen, aber eigentlich müsste die Sojasauce genügend Salz liefern. Dann alles nochmal aufkochen lassen. Man kann auch noch Wasser dazugeben, je nachdem wie stark bzw. verdünnt man die Suppe haben will. Ich lasse die Brühe pur ohne Zugabe von Wasser. Wenn die Suppe kocht, sollten für den nächsten Schritt alle anderen Zutaten schon fertig sein, vor allem auch die Nudeln.

Die Garnierung:
Die Sojasprossen mit heißem Wasser in einem Sieb anbrühen. Das Grün von zwei Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Aus den Noriblättern kleine Streifen (ca. 2 x 3 cm) schneiden.

Das Finish:
Die Suppe in eine Schale füllen und so viele Nudeln hinzugeben, dass die Nudeln bis knapp unter die Oberfläche reichen.
Zwei bis drei Scheiben Lende auflegen. Die Lende kann man noch etwas mit grobem Pfeffer bestreuen.
Ein halbes Ei mit dem Eigelb nach oben an den Rand der Schale legen.
Eine kleine Handvoll Sprossen und Frühlingszwiebeln darüber streuen und dann das Noriblatt dazulegen.
Den Anblick der Suppe genießen, dabei am besten mit Stäbchen essen und die Brühe laut schlürfen - dann schmeckt es am besten.

Das Rezept wurde inspiriert von einem Rezept von Harumi Kurihara. Für weitere Inspiration empfehle ich den Film Tampopo.

Teilrezept:
Die gekochte Lende kann man auch auf eine Schale Reis legen und mit dem Lendensud übergießen. Auch sehr lecker als Alternativgericht.

Die Suppe ist eigentlich nicht aufwendig aber sie braucht viel Zeit, weil alle Zutaten lange gekocht werden müssen um den einzigartigen Geschmack zu entfalten. Es lohnt sich wirklich bei der Brühe nicht hektisch zu werden und ihr die nötige Garzeit zuzugestehen. Das Rezept ist eine Art Grundrezept. Die Brühe kann noch weiter verfeinert werden (z.B. mit Algen oder Dashi) oder es können neben dem Huhn auch noch Schweineknochen mitgekocht werden. Als Einlage für die Suppe eignet sich auch eine ganze Menge - einfach mal experimentieren oder im Netz nachschauen was andere machen.

Die Suppe ist sehr stärkend und macht auch erstaunlich satt.



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JasminaJT

Das Rezept finde ich mega. Ich bin Vegetarierin und habe deswegen ein bisschen ausprobiert. Ich habe anstatt der Hühnerbrühe einfach Gemüsebrühe gemacht und an Stelle der Lende habe ich Tofu genommen. Den Tofu habe ich genau so zubereitet wie die Lende und es war ein sehr guter Ersatz. Hatte ehrlich gesagt nicht gedacht dass das so gut klappt. Also man hat da schon ein paar Möglichkeiten. Auf jeden Fall ist das jetzt mein neues Lieblingsrezept, sogar der skeptischen Familiebhat es geschmeckt :-)

24.04.2021 10:05
Antworten
dynamind

Das freut mich zu hören! Ich habe auch mal eine vegetarische Variante mit eher kräftiger Gemüsebrühe gemacht. Ich war damals auch sehr angenehm überrascht und die bekochten Vegetarier sehr glücklich. Die Brühe könnte man evtl. auch noch mit etwas Miso und reichlich Algen "japanisieren"

25.04.2021 19:28
Antworten
medusa2109

Dieses Rezept ist absolut empfehlenswert! Wir sind große Ramen Fans und haben schon einige brühenrezepte ausprobiert, aber dieses ist bei weitem das einfachste und leckerste! Je nach Laune kann man die Brühe wunderbar verfeinern, zb mit Miso, ninniku Miso oder dashi Pulver. Großen dank an den Verfasser und volle Punktzahl!

10.04.2021 19:41
Antworten
bger

War das lecker, wirklich den Aufwand wert! Hab mich ans Rezept gehalten, in die Schalen kamen noch zusätzlich fein geschnittener, blanchierter Pak Choi, rote Paprika sowie Champignons. Für die Suppe habe ich ein gutes Hähnchen verwendet, das wird heute zu Frikassee verarbeitet (nicht ganz stilecht mit einem Rest der Brühe). Danke fürs Rezept, hat meinen Enkel, pisseliger Esser und absoluter Japan-Fan, glücklich gemacht!

09.04.2021 12:19
Antworten
MinesBoom

Super Grundlage, um Variationen selber zu testen. Hatte beim ersten Versuch heute Gemüsebrühe und Putenbrust genommen. Allerdings waren die Mengenangaben für uns doch etwas zu viel (Wir rollen schon mit etwa der Hälfte durchs Haus) Werde es aber irgendwann nochmal machen (und dabei etwas experimentieren) 5/5 Kochlöffel

28.03.2021 18:11
Antworten
Schwarzzelter

Ich habe das Rezept grade nachgekocht und bin begeistert. Die Rezeptbeschreibung sieht auf den ersten Blick etwas viel aus, aber sie ist sehr gut und verständlich. Man konnte das Rezept gut nachvollziehen und nachkochen. Die Zeit sollte auch kein Hindernis sein. MAn kann zwischendurch ja immer mal wieder den Herd verlassen. Schade fand ich es nur, dass die Zutaten für die Brühe keine weitere Verwendung mehr finden, aber vielleicht fällt mir morgen ja noch was zu dem Suppenhuhn ein. Also vielen Dank für das Rezept. Ich kann es nur weiterempfelen

03.03.2011 00:21
Antworten
dynamind

Freut mich wirklich sehr, dass du gut mit der Beschreibung klargekommen bist und es Dir geschmeckt hat! Also wenn du ein gutes Suppenhuhn verwendet hast (hat man leider nicht immer - manchmal sind es bei mir nur Tiefkühlhühner) dann kannst du das Fleisch natürlich verwenden und auch in die Suppe legen. Einfach mal probieren - da gibt es ziemliche Unterschiede. Bei manchen Hühner ist es dann besser das Fleisch schon früher abzulösen (Knochen aber auf jedem Fall wieder in die Brühe zurück!) andere sind erst nach den 3-4 Stunden kochen geniessbar. Das Gemüse ist aber glaube ich wirklich durchgekocht und reif für den Biomüll.

03.03.2011 01:43
Antworten
Schokii90

Hallöchen, Für das Problem mit dem Suppenhuhn habe ich eine gute alternative, und zwar gibt es in jeden guten Supermarkt (heißt Hühnerklein) findet mann in der Tiefkülung und ist mit nichtmal 1 Euro auch nicht teuer und man bekommt das gleiche Ergebniss wie beim Suppenhuhn mann muss nur schauen ob man vieleicht mehrere Pakete benötigt. Gruß ich hoffe es hilft weiter

31.07.2012 14:49
Antworten
hexelenz

Ich habs mit Hühnerklein probiert, hat super geklappt und ich hatte keine Trauer beim entsorgen der Reste :D

02.09.2012 19:06
Antworten
Duspyk

Dankeschön für das Rezept :D Bin ein Großer Naruto fan ( weis nicht ob du das kennst :D ) und habe dein Tezept gleich nachgekocht mir und meinen freunden hats super geschmeckt :D Ich habe aber statt Schweine Lenden Huhn genommen das schmeckt auch super :)

02.09.2013 17:46
Antworten