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Römisches Hähnchen (Pullum Frontonianum)

in Anlehnung an das Rezept des Apicius

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15 Min. normal 16.11.2010 653 kcal



Zutaten

für
3 Hähnchenbrustfilet(s)
200 ml Rotwein
1 EL Salz
100 ml Olivenöl
3 Lauchzwiebel(n), geschnitten
3 EL Koriander, gehäuft
3 EL Bohnenkraut, gehäuft
3 EL Muskat, gehäuft
3 EL Dill, gehäuft
1 TL Honig

Nährwerte pro Portion

kcal
653
Eiweiß
39,11 g
Fett
41,73 g
Kohlenhydr.
20,77 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 15 Minuten Gesamtzeit ca. 15 Minuten
Den Rotwein mit einem EL Salz vermischen (als Ersatz für römisches Liquamen). Das Rotwein-Salz-Gemisch zusammen mit dem Olivenöl, den geschnittenen Lauchzwiebeln, den Kräutern und dem Honig zu einer "Soße" mischen und diese in eine Auflaufform füllen.

Die Hähnchenbrustfilets hineinlegen und für ca. 40 - 45 Minuten in den vorgeheizten Ofen (ca. 180 – 200°C) geben. Zwischendrin das Hähnchen mit dem Sud mehrmals übergießen. Das Hähnchen bekommt durch den Rotwein eine schöne kräftige lila-rosa Farbe.

Dazu passen Country Potatoes, Reis, Kartoffeln oder - typisch römisch - ein Linsengericht.

Tipp: Die übrige, etwas dünnere Soße in der Auflaufform kann man nach der Zubereitung entweder direkt benutzen oder noch einmal mit dem Pürierstab bearbeiten. So ergibt sich eine cremigere Soße, von deren dunkler Farbe man sich nicht abschrecken lassen sollte.

Dieses Rezept stammt aus dem ältesten Kochbuch der Welt vom Römer Apicius und wurde von mir selbst zum Teil verändert/angepasst. Ursprünglich ist dieses Rezept für ein ganzes Hähnchen gedacht. Auch Mengenangaben zu Kräutern können im Vergleich zum Originalrezept variieren.

Liquamen war die Standardwürzsoße in der Antike und wurde sowohl für süße als auch herzhafte Speisen verwendet. Sie wurde hergestellt aus Fischen, die teilweise monatelang in einer Salzlake der Sonne ausgesetzt wurden, von denen man den Sud, mehrfach gefiltert, abfing.

Heutzutage ersetzt man diese für uns ungewöhnliche Fischsoße in römischen Rezepten zum Beispiel durch Rotwein mit viel Salz vermischt. Aber auch andere Ideen sind denkbar.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Niklas62

Ich weiß nicht was die haben. Ich habe die Filets aus der Soße genommen und sie haben wunderbar geschmeckt! Dadurch dass die ja in der Soße kochen sind sie schön saftig. Überhaupt nicht überwürzt oder so. Sie haben eine sehr schöne rosarote Farbe bekommen und haben ein bisschen einem Steak geähnelt, von der Farbe her. Sieht super aus, schmeckt super. Sehr zu empfehlen! Ich frage mich nur was dazu als beilage am besten schmeckt... Am schönsten wäre natürlich irgendeine römische Beilage :) LG Niklas

28.06.2018 15:02
Antworten
run_run

Zur Geburtstagsfeier meiner Freundin sollte jeder Gast ein Gericht aus einer anderen historischen Epoche mitbringen - so bin ich auf dieses Rezept gestoßen. Das römische Huhn hat allen geschmeckt; ich wurde sogar nach dem Rezept gefragt. Ich fand es selbst auch superlecker! :) Am Anfang roch und schmeckte die Sauce tatsächlich etwas gruselig. Ich hab sie vor dem Kochen ein paar Stunden stehenlassen; und nachdem die Gewürze richtig durchgezogen sind, wurde sie sehr schmackhaft - würzig und einfach interessant! Ich werde dieses Rezept sicher wieder zubereiten, zumal es sooo easy und schnell zu machen ist. Da ich hier kein Bohnenkraut bekommen habe, habe ich es durch Thymian + eine Prise Salbei ersetzt.

31.08.2014 02:31
Antworten
tdfriedrich

Hallo jadi, ich habe dein Rezept gestern ausprobiert und meine Familie und ich lieben es. War sehr lecker. Eine Frage: Ich habe gelesen dass man Liquamen mit asiatischen Fischsossen ersetzen kann. Hast du das mal mit diesem rezept probiert und wenn ja, wieveil Fischsosse hast du benutzt?

12.08.2013 14:39
Antworten
jadi0323

Hallo, ich persönlich esse gar keinen Fisch und nichts, was aus dem Meer kommt, demnach sagt mir Fischsoße auch nicht zu. Ich habe es daher so noch nie probiert, habe aber auch schon gehört, dass man das antike Liquamen durch Fischsoße wohl am ehesten ersetzen kann. Der Rotwein mit Salz ist eine andere, anscheinend nahekommende Alternative dazu. Ich kann dir leider nichts zu der Mengenangabe der zu verwendenden Fischspße (also ob es dieselbe Menge wie Wein ist) und dementsprechend zu der Menge der Gewürze sagen, aber probier es doch nach deinem Gusto einfach mal aus und berichte dann, ob/wie es geklappt/geschmeckt hat! :)

16.09.2013 19:48
Antworten
jadi0323

Ohje, danke für die Info! Ich möchte hier ja niemanden vergiften :-D Ich weiß nicht genau, wie viel Gramm 3 EL Muskat sind, ich verwende hier immer gemahlene Muskatnuss aus dem Gewürzsteuer. Bisher hatte noch niemand, der das Essen gegessen hat, irgendwelche Probleme (und ich habe es schon öfter auch für verschiedene Leute gekocht). Es kann vielleicht daran liegen, da - wie ich bereits oben geschrieben habe - die Soße dazu dient, das Fleisch in ihr zu garen. Sie kann hinterher verwendet werden (z.B. püriert), aber meist bleibt sehr viel dieser Soße übrig (da sie eben sehr würzig ist und man nicht viel braucht). Daher werden auch nicht die 3 EL Muskat gesamt verspeist, vor allem nicht von einer Person (ich bereite das meist mit 3-5 Filets für 3-5 Personen zu), sondern verbleiben größtenteils im übrigen Soßenrest, der gar nicht erst verzehrt wird. Ich weiß also nicht, wie viel Gramm der einzelnen Gewürze man letztlich absolut pro Portion zu sich nimmt. Hinsichtlich einiger Anmerkungen, dass die verwendeten Gewürze selbst schon sehr intensiv seien: das stimmt, daher schmeckt das Hähnchen hinterher auch so gut nach einer kräftig-aromatischen Gewürzmischung, eben sehr lecker :) aber wie gesagt, Geschmackssache!

16.09.2013 19:56
Antworten
Kiepenkerl_UK

Hallo als hätte ich es geahnt.... Habe heute das Rezept nachgekocht. Vorsichtshalber habe ich für 6 Personen die Gewürze für 3 genommen- Es war selbst bei der halben Menge absolut ungeniesbar. Schade. Sorry das ich keine bessere Nachricht habe. Ich muste damit wir es überhaupt essen konnten, 1Becher Sahne zugeben um die üppige Würze etwas zu neutralisieren. trotzdem weis ich, das im Mittelalter das Gewürz den Wohlstand signalisierte. Dir scheint es also sehr sehr gut zu gehen :-) beste Grüße Günter

11.12.2010 05:54
Antworten
jadi0323

Schade, dass es nicht dein Fall war. Ich habe dieses Gericht schon öfters für Freunde und Familie gekocht und alle mochten es, haben nach dem Rezept gefragt. Ist wohl einfach Geschmackssache, da du recht hat, dass es sehr aromatisch/würzig ist. Ich persönlich und meine Freunde mochten genau das. Ih hoffe, dass sich niemand nun abgeschreckt fühlt, es mal zu probieren :) Die Mengenangaben entsprechen in etwa dem Originalrezept aus der Antike (nein, ich habe keine Angaben vermehrt, eher schon weniger genommen ;)) und Gewürze waren damals tatsächlich etwas, das von einem gewissen Wohlstand zeugte. Leider trifft das auf mich nicht so ganz zu ;) Liebe Grüße

11.12.2010 11:32
Antworten
Kiepenkerl_UK

Hallo Jadi, hört sich interessabt an. Jedoch finde ich die Mengenangaben für die Gewürze heftig. Meinst du wirklich EL? Muskat ist ja doch recht intensiv und dann 3 Esslöffel gehäufelt? Nach deiner antwort werdeich das Rezept mal ausprobieren. Danke.

17.11.2010 05:27
Antworten
jadi0323

Hallo, ja, ich weiß, die Angaben klingen viel, aber genau das macht den besonderen Geschmack aus. Falls dir eines der Gewürze nicht zusagt, kannst du es auch minimieren, allerdings würde ich es dir mal so empfehlen, das gibt einen ganz tollen, intensiv-würzigen Geschmack :) Bin auf deine Rückmeldung gespannt!

10.12.2010 10:55
Antworten
FeldkochTHW

Hallo, ich komme nicht umhin hier eine Anmerkung zu machen. Was die meisten Leute nicht wissen ist, das Muskatnusspulver eine relativ starke halluzinogene Droge ist, bei der die Rauchschwirkung sehr nahe an der tödliche Dosis liegt. Mehrere EL können bereits für einen Erwachsenen tödlich sein! Auf jeden Fall sind größere Mengen davon ungesund und schädigen die Leber. Da man Muskatnuss aber normalerweise nur in Spuren verwendet spielt das sonst keine Rolle. Hier wird aber mit Mengen hantiert, die gefährlich werden können. Muskatnuss enthält Myristicin, Safrol und Elemicin. Apicus verwendete sehr wahrscheinlich eher Muskatblüte, also Mazis, anstelle der Nuss. Die schmeckt nicht nur weniger bitter, sondern ist auch nicht giftig. Erhältlich in Geschäften für Metzgerei- und Hausschlachterbedarf als Wurstgewürz. LG Frank

08.04.2015 10:54
Antworten