24 Stunden-Bolognese


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superleckere Sauce Bolognese

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45 Min. normal 26.10.2010 458 kcal



Zutaten

für
2 ½ kg Rinderhackfleisch
12 m.-große Zwiebel(n)
5 Stange/n Staudensellerie
4 m.-große Möhre(n)
3 Knolle/n Soloknoblauch, chinesischer
200 g Pancetta, hauchdünn geschnitten (italienischer Bauchspeck)
100 g Butter
20 g Tomatenmark
1 ¼ Liter Weißwein, trocken (z. B. Pinot Grigio)
2 Liter Fleischbrühe, kräftige, beste Qualität
¼ Liter Rotwein, trocken
1 Liter Milch
evtl. Sahne
100 g Parmesan oder Grana Padano, gerieben
1 TL, gehäuft Oregano
1 TL, gehäuft Basilikum
3 gr. Dose/n Tomaten, stückige
Zimt
Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer
Zucker

Nährwerte pro Portion

kcal
458
Eiweiß
26,60 g
Fett
30,44 g
Kohlenhydr.
10,56 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Ruhezeit ca. 12 Stunden Koch-/Backzeit ca. 5 Stunden Gesamtzeit ca. 17 Stunden 45 Minuten
Den Sellerie und die Möhren putzen. Blätter und zu faserige Teile vom Sellerie entfernen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Pancetta sehr fein würfeln, den Knoblauch pressen.

Die Butter in einen Topf geben und Pancetta darin anbraten. Durch die Butter bilden sich bereits erste Röstaromen. Das Gemüse hinzugeben und bräunen lassen. Es darf leicht ansetzen.

Das Hackfleisch schubweise dazugeben. Es soll richtig anbraten, Farbe bekommen und am Topf ansetzen. Das dauert eine Weile, da im Gemüse sehr viel Wasser ist. Aber irgendwann hört man dann, dass es nicht mehr zischt, sondern richtig brutzelt. Dann ist es richtig. Am Topfboden soll sich ein schöner Röstansatz bilden. Darauf achten, dass es nicht anbrennt.

Wenn sich der Ansatz gebildet hat und das Hackfleisch braun und krümelig geworden ist, 3/4 des Tomatenmarks hinzugeben. Noch einmal mitbräunen lassen, dann mit Weißwein ablöschen. Zunächst so viel, dass sich der Satz löst, dann verdampfen lassen, bis es wieder brutzelt und sich wieder ein Ansatz gebildet hat. Dann wieder mit ein bisschen Wein ablöschen. So geht das ein paar Mal. Je öfter man das macht, umso "gschmackiger" wird das Ganze.

Wenn der Wein verbraucht ist, das restliche Tomatenmark noch einmal mitlaufen lassen und dann mit der Fleischbrühe ablöschen.

Die Fleischbrühe ist wesentlicher Bestandteil der Soße. Instantbrühwürfel sind nicht optimal, da meistens Glutamat oder andere Geschmacksverstärker und sehr viel Salz enthalten sind. Ideal ist eine selbst gekochte, sehr kräftige Brühe. Wenn man Instantbrühe nimmt, dann sollte sie ohne Glutamat oder Geschmacksverstärker sein und man sollte sie auch sehr kräftig ansetzen. Das ist für den Geschmack der Bolognese sehr wichtig.

Wenn man die Soße nun das erste Mal probiert, sollte sich ein wunderbarer kräftiger Fleischgeschmack auf dem Gaumen ausbreiten. Die Grundsoße ist nun fertig und man kann wählen zwischen einer roten oder einer weißen Bolognese.

Für eine weiße Bolognese nehme ich an dieser Stelle gerne ein paar Schöpfkellen in einen kleinen Extratopf, füge zu diesem etwas Sahne und Milch hinzu. Evtl. noch etwas geriebenen Parmesan. Fertig ist die weiße Bolognese.

Für eine rote Bolognese die Grundsoße etwas reduzieren und die Tomaten hinzugeben. Je nachdem, wie viel man für die weiße Bolognese weggenommen hat, reichen evtl. etwas weniger Tomaten.

Kräftig pfeffern und nachsalzen. Vorsicht, durch die konzentrierte Fleischbrühe ist möglicherweise schon viel Salz in der Soße. Oregano und Basilikum hinzugeben sowie mit einer Prise Zucker und etwas Zimt abrunden. Nach Belieben noch einen Hauch Cayennepfeffer drangeben. Nun muss es stundenlang leicht vor sich hinköcheln, damit sich die Aromen verbinden. Mindestens 3 - 4 Stunden, besser länger, ohne Deckel. Die Soße soll reduzieren und vor sich hin schmurgeln, nicht kochen und auf gar keinen Fall am Boden anbrennen. Das lange Köcheln ist sehr wichtig, sonst bleiben die Tomaten zu dominant und der Geschmack wird nicht rund.

Nach ca. 2 Stunden die Milch, den Rotwein und die Hälfte des Parmesans in die Soße geben. Weiterköcheln lassen. Zum Ende der Garzeit noch einmal mit etwas Salz, Pfeffer und evtl. Cayennepfeffer, Zimt und Zucker nachwürzen. Den Herd ausschalten und über Nacht abkühlen lassen.

Wenn man einen Riesentopf kocht, braucht das tatsächlich die ganze Nacht. Bei einer kleineren Menge einfach über Nacht in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag überschüssiges Fett abnehmen, falls nötig, dann noch einmal aufkochen lassen, aus allen Wolken fallen und genießen.

Als Nudeln empfehle ich Mafaldine, die wunderbar zu dieser geschmacksintensiven Soße passen.

Ich koche immer einen Riesentopf (darum diese Mengenangaben) und friere dann ein, da das Rezept etwas aufwändig ist. Dieses Ragout ist auch perfekt geeignet für Lasagne.

Ich habe das Rezept 24 Stunden-Bolognese genannt, weil man wirklich erst am nächsten Tag davon essen sollte.



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MadlW

Ich bin mega begeistert. Ein wirklich sehr sehr schmackhaftes Gericht, in das ich gern etwas Zeit investiere. Ich habe eine ganze Flasche guten, trockenen Weißwein darin versenkt. Es hat so gut geduftet. Danke für dieses tolle Rezept und den Tipp zu den Nudeln. Es hat rundum gepasst.

24.10.2020 13:17
Antworten
kochbär_II

Hallo MadlW! Das ist ja ein wunderbarer Kommentar! Habt ihr echt die Mafaldine mal ausprobiert damit? Ich glaube in all den Jahren bist du die erste, die an diesen Tip gewagt hat. Die Sauce ist so lecker, das nahezu jede Nudel passt. Aber ich finde die Malfaldine mit dem gewellten Rändern nimmt die Sauce so richtig schön mit, das ist einfach noch eine Kleinigkeit zusätzlich, die es abrundet. Freut mich sehr, wenn es gepasst hat und ja, die Investition von etwas Zeit für dieses Gericht lohnt sich wirklich und auch ein guter Wein zum Kochen ist nie verkehrt. Ja, freut mich wirklich, dieses Rezept hier eingestellt zu haben, der überwiegende Anteil der vielen vielen Kommentare inzwischen, ist ja auch sehr positiv, das ist super. Vielen Dank fürs Nachkochen und fürs Kommentieren!

25.10.2020 16:43
Antworten
Lara12-14

Bisher habe ich das Rezept (wegen der Kinder) immer ohne Wein gekocht, würde es jetzt gerne mit probieren. Da ich aber kein Weintrinker bin, kann mir jemand sagen, welchen ich für die Bolognese nehmen sollte? Vielen Dank schonmal!

21.10.2020 12:18
Antworten
kochbär_II

Hallo Lara12-14, das ist ja schön zu hören, dass du das Rezept anscheinend schon mehrmals nachgekocht hast. Ich hoffe es hat euch allen geschmeckt. Grundsätzlich gilt immer, dass man zum Kochen auch einen Wein nehmen soll, den man trinken würde. Aber ich habe die Sauce auch schon mit Wein von der günstigsten Sorte gekocht, das waren dann so 1L Tetrapacks. Ging auch....... Wenn ich sie richtig mache, dann nehme ich als Rotwein aber gerne einfach einen Chianti im unteren Preissegment so 5 bis maximal 10 Euro die Flasche. Als Weißwein nehme ich gerne einen Pinot Grigio. Beide schön trocken, da kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Viel Erfolg!

25.10.2020 16:32
Antworten
kochbär_II

Hallo EinfallsloseKöchin, vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar. Es freut mich, dass du das Rezept schon mehrfach nachgekocht hast und mit dem Ergebnis auch so zufrieden bist!!! Vielen Dank auch fürs Nachkochen!

27.09.2020 12:30
Antworten
Akaiya

Sehr lecker, aber doch ziemlich aufwendig ;-) Habe die Hälfte vom Rezept gemacht und einen großen Topf "geerntet". Da wir Hackfleisch vom Rind nicht mögen, habe ich Schinkenmett genommen ... und nicht bedacht, dass dies ja bereits gewürzt ist. Also war das Essen insgesamt etwas zu salzig - aber dafür kann das Rezept ja nichts :-) Den Parmesan habe ich übrigens total vergessen ... ... ... Von mir gibt es 4* :-)

23.01.2012 11:59
Antworten
kochbär_II

Danke für deine tolle Bewertung. Ich habe hier so einen 14L Topf, der ist bei dieser Menge immer gut voll. Davon friere ich portioniert ein und nutze es auch als Ragout für Lasagne. Schade, dass ihr kein Rinderhack mögt. Als Alternativen wären denkbar: Hack vom Strauß, Hack vom Bison oder sogar Lammhack. Auch gemischt mit Schwein wäre vielleicht eine Alternative. Ich habe es bisher aber immer nur mit Rinderhack gemacht, für mich die Königin beim Hackfleisch. Wenn es dir wieder mal zu salzig gerät, gib mehr Tomaten dazu, die sind sehr dankbar für Salz. Ansonsten in kleinen Mengen Milch/Sahne dazugeben. Man kann auch Würfel von rohen Kartoffeln eine Weile mitkochen lassen, die ziehen auch Salz. Vielen Dank fürs Nachkochen!

27.01.2012 11:24
Antworten
hershel

Hallo Kochbär, dann will ich mal deinem Rezept zum berechtigten Ruhm verhelfen ;) Denn das hat es absolut verdient!!! Es ist viel weniger Mühe, als man erst mal glaubt...und es lohnt so! Genau so köstlich wie versprochen....und der Kochspaß ist auch gewährleistet: endlich werden die Zutaten mal zu Ehren gebracht :D Ich bin wirklich begeistert....und darum hab ich auch ein paar Bilder für dich. Übrigens hab auch ich schon immer Zimt in die Bolognese gemacht...das hat mich dazu verführt, mal deins auzuprobieren. Das sorgfältige und ausgeklügelte gefällt mir sehr.... Viele Grüße von Mina

29.12.2010 01:47
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kochbär_II

Danke für das tolle Feedback!!! Ich freue mich, wenn es schmeckt. Mein Vorrat geht demnächst auch zuende. Wenn ich wieder einen Riesentopf mache, dann lade ich noch Fotos hoch.

18.01.2011 14:18
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airess

So wird eine gute Bolo gemacht! Tolles Rezept, das den Zeitaufwand lohnt. Der Zimt ist sehr pfiffig, ich gebe gerne noch ein bis zwei Stücke Sternanis hinein. Weil ich das Kleinschneiden des Gemüses nicht mag, drehe ich die Sachen auch gern mal im Wolf durch die kleine Scheibe. Der Fleischwolf ist ohnehin aufgebaut, weil der Schinken duch muss.

23.02.2011 09:46
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