Brühkartoffeln nach Oma Isa


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einfaches und sehr leckeres Rezept aus der Nachkriegszeit

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20 Min. simpel 20.06.2010



Zutaten

für
1 kg Rippchen vom Schwein, frische
1 große Möhre(n)
1 große Zwiebel(n)
1 Bund Petersilie
1 Pck. Kartoffelpüreepulver für 3 Portionen
n. B. Milch
4 EL Butter
Salz und Pfeffer
n. B. Wasser

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 20 Minuten Gesamtzeit ca. 20 Minuten
Die Zwiebel putzen und vierteln, die Möhre putzen und halbieren. Beides zusammen mit den Rippchen in einem großen Topf mit ca. 2 - 3 Litern kaltem Wasser mit etwas Pfeffer und Salz aufsetzen, aufkochen und dann mind. 2 Stunden köcheln lassen.

Danach über einem Sieb abgießen, die Brühe auffangen. Das Fleisch von den Knochen lösen und in kleine Würfel schneiden. Die gekochte Möhre ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Das Fleisch und die Möhre in die heiße Brühe geben, mit Pfeffer und Salz kräftig abschmecken und die klein geschnittene Petersilie dazugeben.

Nun nach Packungsanweisung mit der benötigten Menge Milch und Wasser ein Kartoffelpüree herstellen (natürlich kann man das auch selbst machen, aber ich finde es tut dem Geschmack keinen Abbruch, ein fertiges zu benutzen ... und es geht natürlich mit dem fertigen auch viel schneller) und die Butter einrühren.

Nun auf tiefe Teller je eine halbe Portion Kartoffelpüree, eine großzügige Kelle von der Brühe geben und servieren. Am Tisch wird dann der Kartoffelpüree-Brühemix mit dem Löffel verrührt und genossen.

Es klingt sehr ungewöhnlich, aber es schmeckt gigantisch gut ... einfach mal probieren.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung




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Waldmeisterlimonade_in_schwarz

Ich weiß ja nicht, wie alt deine Oma Isa ist und welcher Krieg das gewesen sein soll. Pfanni hat das erste Instant-Püree 1959 zum 10-jährigen Firmenjubiläum präsentiert. Auch wenn es regional immer Variationen von Rezepten gibt (manche reichen das Fleisch extra zu den Brühkartoffeln), bis jetzt ist es mir noch nie untergekommen, dass man in dieser Zeit Kartoffelpüree oder -stampf in Brühe eingerührt hat. Wenn, dann hat man sich eine Kartoffelsuppe zubereitet. Außerdem hat man zu der Zeit eher die Kartoffeln (in grobe Würfel geschnitten) zerkochen lassen; die Generation "al dente", die halbrohes Gemüse als modern präsentierte, kam erst später auf. Auch im Klassiker "Wir kochen gut.", den es seit 1968 gibt und der insbesondere bodenständige Rezepte enthält, werden Brühkartoffeln ohne Kartoffelpampe zubereitet. Ansonsten kam in die Brühkartoffeln das hinein, was gerade verfügbar war. Da konnte auch mal ein Teil der Kartoffeln durch Kohl- bzw. Steckrüben ersetzt werden. Beim Fleisch kam vorzugsweise Rinderbrust oder ein anderes Stück Suppenfleisch vom Rind zum Einsatz oder das, was vom Sonntag halt übrig geblieben war; ansonsten natürlich auch Schwein (wobei man nicht vergessen sollte, dass früher am Schwein auch noch ein paar Gramm Fett mehr dran waren). Letztlich sind Brühkartoffeln auch nur eine Eintopfvariante. Dein Rezept klingt mir eher nach: Generation von heute macht ein bissel Nachkriegs-Retro. Selbst in alten Kochbüchern (1843, Viktorine Schiller, Neuestes Süddeutsches Kochbuch oder 1898, Emma Allestein, Kleines Kochbuch für angehende Köchinnen) findet man keine Hinweise auf Kartoffelpüree im Eintopfgericht. Ich werde lieber bei den klassischen Varianten bleiben, mit Kartoffelstückchen und vorzugsweise Rinderbrust o.ä. drin und einer deftigen Brühe (natürlich nicht aus der Dose). Meine Mutter und Oma stammen übrigens aus Ostpreussen (Memel, Insterburg) und haben die Härten und Entbehrungen der Flucht und Nachkriegsjahre erlebt; meine Oma war es auch, der ich schon als kleines Kind tagtäglich beim Kochen zuschauen konnte und von der ich viele Rezepte der einfachen Küche kenne (und später in Kochbüchern wiederentdeckt habe).

02.08.2020 16:55
Antworten
dressing

Ich bin sicher, Oma Isa hat in der Nachkriegszeit das Kartoffelpürree selbst gemacht. Die Fertigprodukte kamen erst in der Wirtschaftswunderzeit auf, also in den 60iger Jahren. Und heute - dank ck - sind wir erfreulicherweise wieder beim selbstgemachten Kartoffelpürree angekommen. ;-)

23.01.2012 20:14
Antworten
chulia83

Hört sich gut an....ich kenne etwas ähnliches. Schimpft sich Brühklösse (original Rezept heißt sicherlich anders, aber ich konnte bis jetzt kein Rezept finden). Da kocht man ebenfalls eine Rinderbrühe, kocht kleine Kartoffelklösse, schmort Sauerkraut mit fettem Speck und Zwiebeln dunkel an. Nun wird in die Teller kleingeschnittenes Suppenfleisch, Kartoffelknödel und etwas Sauerkraut gegeben und darüber die Brühe gegossen...vll als Idee:) Lg Chuli

07.09.2010 19:16
Antworten