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Mitglied seit 19.10.2008
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Zutaten

Portionen
3 1/2 Liter Apfelsaft (Bio-), naturtrüb
3 1/2 kg Honig (Heide-)
33 g Säure (Milchsäure)
4 1/2 Stück(e) Hefe - Tabletten (Hefenährsalz)
1 Pck. Trockenhefe Portwein
3/4 g Kaliumpyrosulfit
  Wasser, weiches oder destilliertes

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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 2 Std. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Zuerst setzt man einen Gärstarter an. Dazu nimmt man 500 ml vom Apfelsaft (dies geht am besten wenn man sich ein großes Glas Saft eingießt, diesen genießt und die halb volle Flasche direkt als Gärstartbehälter benutzt), löst eine halbe zerstoßene Tablette Hefenährsalz darin auf und gibt die Hefe dazu. Die Flasche verschließt man mit einem Papiertaschentuch und einem Gummiband. Nun lässt man den Gärstarter bei Zimmertemperatur stehen und wartet die stürmisch beginnende Gärung ab. Dies dauert 1-3 Tage und zeigt sich durch eine deutliche Schaumbildung. Die Flasche täglich mehrmals gut durchschwenken.

Erst jetzt setzt man den eigentlichen Ansatz an. Dazu gibt man den Honig in einen mindestens 6 Liter fassenden Topf. Mit ca. 3 Liter maximal 50°C warmem weichem Wasser wird nun der Honig, der noch am Eimer oder in den Gläsern haftet, gelöst und zu dem Honig im Topf gegeben. Das Honig-Wasser-Gemisch wird nun so lange gerührt, bis sich der Honig vollständig gelöst hat. Dann gibt man die Säuren und die 4 zerstoßenen Tabletten Hefenährsalz hinzu und rührt, bis sich alles aufgelöst hat. Diesen Ansatz gibt man nun zusammen mit 3 Liter Apfelsaft in einen 10 Liter fassenden Gärballon und lässt alles auf Zimmertemperatur abkühlen. Ist dies passiert, fügt man den Gärstarter zu und füllt mit Wasser auf 9 Liter auf. Den Ballon mit einem mit Wasser gefüllten Gäraufsatz verschließen und bei Zimmertemperatur vergären lassen. Täglich einmal Morgens und einmal Abends gut durchschwenken.

Wenn die CO2-Entwicklung fast vollständig erloschen ist und nur noch beim Schütteln Gas entweicht, ist es Zeit, den Ballon in den kühlen Keller zu stellen. Je kühler, desto besser. Die Hefe setzt sich nun am Boden des Ballons ab und der Wein sollte nach 14 Tagen vom Bodensatz abgezogen werden. Der Satz wird verworfen und der Ballon gereinigt. Als Zwischenbehälter kann ein ausreichend großer Topf oder ein zweiter Ballon dienen. Der Wein sollte jetzt mit 0,75 g Kaliumpyrosulfit geschwefelt werden. Den Wein wieder zurück in den sauberen Ballon füllen, den Gäraufsatz darauf setzen und zurück in den kühlen Keller stellen.

Jetzt kann es bis zu 4 Wochen dauern, bis sich der Wein geklärt hat und ein erneuter Bodensatz entstanden ist. Sollte der Wein immer noch trüb sein, kann man sich mit Mitteln wie Klärwunder oder Kieselsol plus Gelatine helfen. Eigentlich ist dies aber nicht nötig. Jetzt wird der Wein wieder vom Satz abgezogen und in Flaschen abgefüllt.
Am besten ist es, die Flaschen zu verkorken und den Wein im Keller, liegend, reifen zu lassen. Je länger, desto besser. Für die Ungeduldigen schmeckt er allerdings auch jetzt schon, gewinnt aber mit der Zeit deutlich an Harmonie.

Natürlich stilecht aus einem Trinkhorn zu genießen!