Schmerkuchen


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Ungarisches Traditionsrezept

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60 Min. normal 28.03.2010



Zutaten

für
500 g Mehl
½ Würfel Hefe
¼ Liter Milch, lauwarm
1 Prise(n) Zucker
1 Ei(er)
2 EL Margarine
2 EL Öl (Sonnenblumen-)
etwas Zucker
Vanillezucker
20 TL Aprikosenkonfitüre
Eigelb, zum Bestreichen, oder Zuckerwasser
Mehl, für die Arbeitsfläche

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Ruhezeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Schmerkuchen oder auch Flomenkuchen kommt ursprünglich aus Ungarn und ist seit langer Zeit vor allem in Ungarn, Österreich und in der pannonischen Tiefebene verbreitet. Ich habe das Traditionsrezept von meiner Großmutter, die es ebenfalls von ihrer Großmutter gelernt hat.

Falls vorhanden, kann man wie im Originalrezept anstatt der Margarine und dem Öl das Schmerfett, bzw. Flomenfett verwenden. Das macht den Teig anscheinend besonders locker.

Zuerst wird ein Hefeteig angesetzt. Dazu mischt man eine Prise Zucker mit etwas lauwarmem Wasser und der Hefe in einer kleinen Schüssel und lässt das etwa 10 Minuten gehen. Danach mischt man das Mehl, ein Ei, die Milch und die Hefemischung zusammen und knetet daraus einen lockeren Teig. Diesen lässt man dann ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur oder etwa 30 Minuten im Backofen bei 50 Grad, mit einem Tuch zugedeckt, in einer Schüssel gehen.

In der Zeit kann man die Margarine und das Öl in einer kleinen Schüssel mit einem Schneebesen zu einer breiartigen Masse verrühren.

Nun kommt das Wichtigste, das richtige Auslegen und Ausrollen des Teigs:
Der gesamte Hefeteig wird auf einem großen Nudelbrett oder auf einer großen Arbeitsfläche ausgerollt. Immer wieder mit etwas Mehl bestreuen, damit der Teig nicht kleben bleibt. Den Teig nach allen Seiten hin und zu einer Dicke von etwa 0,5 bis 1,0 cm ausrollen.
Die Hälfte der Butter-Öl-Mischung auf den Teig verstreichen und anschließend großzügig, jedoch nicht zu viel, mit Zucker und etwas Vanillezucker bestreuen.

Nun den rechten Rand des Teigs in die Mitte einschlagen, und den linken Rand des Teigs über den gesamten Teig nachschlagen. Den Teig anschließen wieder zu einer Dicke von 0,5 bis 1,0 cm in die Breite (links - rechts), nicht in die Länge (oben - unten) ausrollen. Mit dem Rest der Butter-Öl-Mischung einstreichen und mit etwas Zucker bestreuen. Dann erneut dieselbe Falttechnik anwenden. Danach wird der Teig nicht mehr ganz ausgerollt, sondern nur auf eine Breite von etwa 15-20 cm, und einer Dicke von etwa 1 cm. Nun hat man einen länglichen (ca. 40 x 20 cm) Teig vor sich liegen. Diesen einmal in der Mitte längs durchschneiden. Somit hat man zwei lange Teigteile (etwa 40 x 10 cm). An der Schnittkante erkennt man die vielen einzelnen Teigschichten. Aus den länglichen Teigteilen schneidet man nun etwa 4 cm breite Schnitten heraus. Das ergibt etwa 20 Schnitten aus dem gesamten Teig.

Nun kann man die Schnitten füllen. Dazu streicht man etwa einen halben bis ganzen TL Aprikosenmarmelade (oder sonstige Marmeladensorten oder Nutella) auf die eine Hälfte der Schnitte. Dann klappt man die Schnittseite einmal wie ein Buch über die andere Hälfte und drückt diese leicht an.

Die Schnitten auf ein mit Backpapier ausgelegtes oder mit Mehl bestreutes Backblech legen. Die Schnitten mit etwas Eigelb oder Zuckerwasser mit einem Pinsel bestreichen.

Die Schmerkuchen bei 180-200 Grad etwa 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Warm servieren. Sie schmecken auch noch einen Tag später super lecker.

Rezept von

Gelöschter Nutzer

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Goerti

Hallo! Ich habe auch vor kurzem den Schmerkuchen gebacken. Der Teig ließ sich super verarbeiten und ich habe mich ziemlich an dein Rezept gehalten. Nur als Füllung habe ich eine Mischung aus Walnüssen, Eiweiß, Wasser und wenig Zimt gemacht. Zum Testen hatte ich nur ein Teilchen gebacken und das hat sich auch gleich selbstständig gemacht d. h. es ist alles auseinander geblättert. Also habe ich beim zweiten Versuch die Ränder vor dem Füllen mit Eiweiß bestrichen und dann zusammen geklappt. Aber auch dieses Gebäck ist auseinander gefallen. Weil ich nicht noch ewig Zeit investieren wollte, habe ich die Teile dann so zusammengelegt, dass die Teigränder unten waren. Was war ich froh, dass das dann geklappt hat. Leider schauten sie nicht so prima aus, wie auf deinem Foto, aber geschmeckt haben sie 1a. Also geschmacklich kann man das Rezept wirklich empfehlen. Was ich bei der Zubereitung falsch gemacht habe, ist mir schleierhaft, deshalb lassen wir das mal unberücksichtigt. :-) Grüße Goerti

10.02.2015 14:10
Antworten
attilarw

Was kann man da sonst noch reinmachen? Kokoscreme meint Ihr das geht gut?

19.07.2013 19:55
Antworten
reggi01

Duch Zufall bin ich auf dieses Rezept gekommen. Nun habe ich es schon 2 mal nachgebacken und bin total begeistert. Da ich den Teig in einer RONIC Küchenmaschine zubereitet habe, musst ich etwa 50 ml. mehr Milch mehr dazugeben. Der Teig muss geschmeidig sein sonst lässt er sich nicht gut ausrollen. Normalerweise hätte ich ein Eigelb zum Bestreichen genommen, aber ich hatte kein Ei mehr. Also habe ich Zuckerwasser gemacht. Nach Gefühl. Dadurch wurde das Gebäck richtig knusprig. Ein Traum! Einfach genial! Herzlichen Dank für dieses Rezept!

16.04.2010 09:26
Antworten