Asien
China
Gemüse
Hauptspeise
Schmoren
Schwein
Rezept speichern  Speichern Rezept speichern  Speichern

Das Rezept wurde erfolgreich in deinem Kochbuch gespeichert.

Das Rezept konnte nicht gespeichert werden, da deine Kochbuch-Hauptkategorie mit 300 Rezepten voll ist! Bitte verschiebe oder lösche einige Rezepte und versuche es dann erneut.


Mapo - Tofu

chinesisches Tofu - Hackfleisch - Gericht in einer leicht japanisierten Version

Durchschnittliche Bewertung: 3.67
bei 7 Bewertungen
Perfekt
Sehr gut
Ganz gut
Ausbaufähig
Mangelhaft
Rezept bewerten

Vielen Dank!

Du hast das Rezept bereits bewertet.

Bewertungen anzeigen
Melde dich an und bewerte das Rezept.

45 Min. simpel 23.02.2010



Zutaten

für
1 Pck. Tofu (Seidentofu oder Baumwolltofu)
200 g Hackfleisch vom Schwein oder gemischt
1 Frühlingszwiebel(n)
2 Knoblauchzehe(n)
1 Stück(e) Ingwer (ca. 2 - 3 cm)
2 EL Chiliflocken oder gehackte Chilischote
1 EL Öl, neutrales (z.B. Rapsöl)
3 EL, gestr. Gewürzpaste (scharfe Chili-Bohnen-Paste - Doubanjiang)
250 ml Hühnerbrühe, evtl. instant
1 TL Sesamöl, geröstetes, japanisches
1 ½ EL Speisestärke
3 EL Wasser

Für die Sauce: (Würzsauce)

4 EL Sojasauce
3 etwas Miso - Paste, helle
3 EL Sake
1 ½ EL Zucker
evtl. Pilze (Shiitake)
evtl. Aubergine(n)

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 45 Minuten Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Zerst den Tofu entwässern (z .B. mit Küchenpapier einwickeln und relativ fest drücken, dann das Küchenpapier entfernen). Dann in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden.

Die Frühlingszwiebel waschen und den weißen und hellgrünen Teil in sehr dünne Ringe, den dunkelgrünen Teil in ca. 1 cm breite Ringe schneiden. Den Knoblauch hacken. Den Ingwer schälen, dann sehr fein hacken (oder reiben). Die Zutaten für die Würzsoße in einer Schüssel zu einer Sauce vermischen - die Miso-Paste verbindet sich nur sehr schwer mit den anderen Zutaten, daher gut und lange glatt rühren, bzw. leicht am Schüsselrand zerdrücken, nur nicht aufgeben.

Geschmacksneutrales Öl (am besten Rapsöl) in einem Topf erhitzen, dann den Knoblauch, Ingwer und die hellgrünen und weißen Teile der Frühlingszwiebel und Chiliflocken darin anschwitzen (bei mittlerer bis mittelstarker Hitze). Dann nach ca. 1 Min. das Schweinehackfleisch zugeben und unter ständigem Rühren krümelig braten.

Danach die scharfe Chili-Bohnen-Paste zugeben und alles gut vermischen. Dann direkt die Tofuwürfel zugeben und vorsichtig (!) umrühren - am besten mit so einer Unterheb-Bewegung, damit der Tofu nicht zerbröselt.

Sobald alles gut vermischt ist, die Hühnerbrühe und die Würzsoße zugießen und bei starker Hitze einmal aufkochen lassen. Gut umrühren, dann die Hitze reduzieren und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 5 Min. köcheln lassen. Danach die dunkelgrünen Teile der Frühlingszwiebel zugeben.

Dann die 1,5 EL Speisestärke in einer Tasse mit 3 EL Wasser verrühren und sofort (!) kreisförmig über das Gericht geben (das Gericht sollte dabei immer noch leicht köcheln). Dabei gut umrühren - damit wird das Gericht schön glibberig. Am Schluss noch ca. 1 TL Goma-Öl (japanisches geröstetes Sesamöl) darüber geben und erneut umrühren. Dabei vorsichtig sein: Das Öl schmeckt sehr intensiv! Lieber etwas weniger verwenden, als zu viel ...Danach in Schüsseln servieren (am besten mit asiatischem Reis zusammen).

Statt des Schweinehackfleisches kann man zur Not auch gemischtes Hack nehmen - Schweinehack passt aber besser! Statt des Seidentofus kann man auch Baumwolltofu nehmen (machen die Chinesen auch ...), aber mir schmeckt der glibberige Seidentofu besser dazu. Beim Seidentofu aber unbedingt darauf achten, dass es fester (!) Seidentofu ist, der weiche zerbröselt sehr schnell. Wenn es keinen festen Seidentofu gibt, besser Baumwolltofu verwenden.

Helle Miso-Paste kann nicht mit roter Miso-Paste ersetzt werden. Ohne Miso-Paste geht es auch, aber mir schmeckt das so besser ...

Goma-Öl kann man absolut nicht mit europäischem Sesamöl (noch nicht mal mit dem gerösteten europäischen Sesamöl) ersetzen, da das ganz anders schmeckt. Wenn es im Asialaden kein Goma-Öl gibt, besser weglassen!

Auch lecker sind Shiitakepilze und Auberginen in dem Gericht, notwendig sind sie aber nicht (die Asiaten mischen ohnehin viel weniger Zutaten in ihre Gerichte, als das im typischen "deutschen Chinalokal" gemacht wird ...).

Zu dem Gericht passt am besten Reis (chinesischer oder japanischer). Ebenfalls dazu mache ich immer eine asiatische Gemüsebeilage, die dann ein einem eigenen Schälchen serviert wird - z. B. gemischtes Wok-Gemüse oder Algen und Gurkenscheiben in Reisessig und bisschen Zucker (jap.: Sunomono)...

Ach so, das Gericht wird durch die Chili-Bohnen-Paste ein wenig scharf. Wer das nicht so gut aushalten kann, sollte lieber weniger als sie angegebenen 3 EL nehmen. Aber eigentlich ist das ursprünglich ein Gericht der Sezuan-Küche und die Leute dort mögen es eben scharf.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

Dein Kommentar wird gespeichert...

Dein Kommentar wurde erfolgreich gespeichert.

Dein Kommentar konnte nicht gespeichert werden.

Polyamid

noch ein Tipp: Ich nehme nicht nur die braune Sojapaste, sondern füge noch fermentierte, rote Bohnen Paste mit Chili hinzu (healthy boy brand). Das wird noch origineller.

04.06.2016 08:46
Antworten
Polyamid

Ich hab schon oft Mapo Doufu gemacht. Kleiner Tipp zum Tofu: ich leg ihn vorher in Sojasauce und Sake ein und köchele die Würfel bevor ich sie zum Gericht gebe in der Hühnerbrühe vor. Die Konsistenz und der Biss wird dann noch toller.

04.06.2016 08:42
Antworten
somedays_dreamer

Sehr leckeres Rezept. Ich liebe Mapo Tofu seit ich es in China gegessen habe, und dieses hier kommt dem schon sehr nahe dran. Für mich selbst mache ich es immer noch ein bisschen schärfer, aber meine Familie findet es so sehr gut. Danke :)

19.08.2015 13:56
Antworten
Nekorama

Danke :) Für Chefkoch spiele ich ab und zu gerne mal den Food Designer - das Auge isst einfach mit!

19.01.2015 20:33
Antworten
Nobunaga

Wow - sehr sehr schönes Bild, Nekorama! Sieht ja fast aus wie in einem professionellen Kochbuch! Und die Idee, das ganze auf Udon zu servieren, find' ich auch mal klasse. Ich bin ein riesiger Udon-Fan. Muss ich demnächst auch gleich mal ausprobieren! Vielen Dank und gutes Kochen...!

02.12.2014 11:51
Antworten
Nekorama

Sehr lecker! Leider habe ich weder festen Seidentofu noch Baumwolltofu bekommen können, daher habe ich den weichen einfach erst zum Schluss leicht erwärmt und drübergestreut, damit er nicht zerbröselt. Beim Essen vermengt sich das Ganze ja ohnehin ;) Ich habe eine asiatische Pilzmischung dazugegeben und alles auf Udon-Nudeln serviert. Hat gut gepasst. Bild folgt. Vielen Dank fürs Rezept!

22.11.2014 19:06
Antworten
zwoelf

Vielen Dank für das Rezept, war echt gut und hatte einen interessanten Geschmack! Grüße zwoelf

11.08.2013 09:08
Antworten
gandalf99

Hallo Nobunaga, ich hab mal ein Foto dazu eingestellt, dann kann man sich das besser vorstellen. Ich hab auch Sezchuanpfeffer dran getan wie Spinndel. Hühnerbrühe braucht man meiner Meinung nach nicht, wenn man sowieso Miso verwendet. Jedenfalls war es sehr lecker und hat der ganzen Familie geschmeckt. Ich hab's auch schon mal mit Seidentofu gemacht, das hat was ;-) Grüße Gandalf

14.02.2013 15:40
Antworten
spinndel

Wirklich mal ein gutes Rezept für Mapo Tofu :-) Mir fehlt hier einzig der Sezhuanpfeffer (ich nehme frisch zerstossenen), aber das ist wohl Geschmackssache. Ausserdem ziehe ich vom Geschmack her Rindshackfleisch vor. Als Tipp - auch Cherrytomaten passen geschmacklich ins Mapo Tofu (dann allerdings anderes Gemüse weglassen) - ich gebe sie gerne ganz zu, damit sie erst beim Kauen zerplatzen...

03.05.2010 09:45
Antworten